von Lars Winter, €uro am Sonntag
Das Unternehmen habe operativ schwere Zeiten und mehrere Pleiten im Portfolio überstanden und blicke nun durchaus optimistisch in die Zukunft, heißt es in der Mainmetropole. Der Lichtblick im Beteiligungskorb sei die Maschinenfabrik Spaichingen, an der die Münchner mit 94 Prozent die absolute Mehrheit besitzen und bei der das Geschäft dem Vernehmen nach brummen soll. Die Maschinenfabrik Spaichingen ist ein Spezialist für Fahrzeug- und Motorenkomponenten und beliefert mit Daimler, MAN, Tognum oder MTU zahlreiche Konzerne von Weltformat. Immer wieder kursieren Gerüchte, dass sich GCI in Zukunft ausschließlich auf seine Kernbeteiligung konzentrieren und am Ende gar gänzlich mit der Maschinenfabrik Spaichingen verschmelzen könnte. Nach dem Vorbild von Arques Industries und Gigaset würde GCI so auch die wichtigste Beteiligung an die Börse bringen und versteckte Werte heben. Die aufkeimende Fantasie bei GCI lockt nun wohl auch größere Investoren an. Wie es in Börsenkreisen heißt, soll AWD-Gründer Carsten Maschmeyer an einem Einstieg bei GCI interessiert sein. Bestätigt sich das Gerücht, dürfte die GCI-Aktie ihren aktuellen Aufwärtstrend beschleunigt fortsetzen. Als Maschmeyer zum Beispiel vor einigen Wochen seinen Einstieg beim Fahrradhersteller Mifa bekannt gab, hat sich dessen Aktienkurs danach fast verdoppelt.
Apropos verdoppelt: Die GCI-Tochter Leipziger Solarpark ist vor einigen Wochen in UMT United Mobility Technology umfirmiert worden. Seitdem hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, der Börsenwert steht bei 44 Millionen Euro. Im Zuge der Umfirmierung hat GCI ihre Mehrheit an der Gesellschaft abgegeben und hält jetzt noch 29 Prozent, dafür sind ihr Vermögenswerte der alten Solarpark übertragen worden. Die Rally bei UMT dürfte GCI-Vorstand und UMT-Chef Albert Wahl freuen. Er hält, wie er uns bestätigte, selbst Aktien an UMT. Die Firma programmiert Apps für Smartphones und hat ein simples Bezahlsystem via Smartphone entwickelt. Ob sich das im Markt durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Immerhin: Mit Aufsichtsratschef Walter Raizner ist eine wahre Branchengröße an Bord. Raizner war einst als TCom-Chef Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom.