von Lars Winter, €uro am Sonntag
Am vergangenen Donnerstag verkündete der AWD-Gründer und Swiss-Life-Großaktionär Carsten Maschmeyer den außerbörslichen Erwerb von rund 1,5 Millionen GCI-Aktien. Der Nebenwert setzte im Wochenverlauf seinen Aufwärtstrend fort und kratzt nun sogar wieder am Jahreshoch bei 1,74 Euro. Gelingt der Sprung über diesen Widerstand, könnte der Titel aus charttechnischer Sicht weiter im Höhenflug bleiben.
Maschmeyer hält aktuell 5,07 Prozent an der Beteiligungsfirma und könnte seinen Bestand Gerüchten zufolge mittelfristig sogar noch weiter ausbauen. Maschmeyer hat es bei GCI vor allem die Kernbeteiligung, die Maschinenfabrik Spaichingen (MS), angetan. Seiner Meinung nach sei sie ein Vorzeigebeispiel des industriellen deutschen Mittelstands. Hinter den Kulissen wird GCI offenbar immer stärker auf die größte Beteiligung ausgerichtet. Auf der kommenden Hauptversammlung soll GCI Gerüchten zufolge in „MS Industrie AG“ umbenannt werden. Insider glauben, dass Vorstand Albert Wahl dann auch sein Amt an Armin Distel, den Chef der Maschinenfabrik, übergeben wird. Zum einen könnte sich Wahl dann intensiver um die GCI-Tochter UMT United Mobility Technology kümmern, an der er selbst beteiligt ist. Zum anderen könnte Distel an der Spitze der neuen Gesellschaft die Verschmelzung mit GCI vorantreiben und der Maschinenfabrik Spaichingen so den Weg an die Börse ebnen. Für Spannung in der GCI-Story ist somit nachhaltig gesorgt.

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Ein interessanter Bieterkampf bahnt sich möglicherweise bei dem Computerbauer Hyrican an. Nachdem der frühere Großaktionär Peter Wicht 32,5 Prozent der Anteile an die Deutsche Balaton veräußert hatte, versucht die Beteiligungsgesellschaft nun die Mehrheit an Hyrican zu erhalten. Dieser Tage wurde bereits ein zweites Übernahmeangebot zu einem Kurs von 4,50 Euro veröffentlicht. Wie zu hören ist, sollen bei Hyrican allein 5,50 Euro Cash je Aktie auf der hohen Kante liegen, worauf es die Deutsche Balaton abgesehen haben soll. Das Problem: Firmenchef Michael Lehmann (einst eng befreundet mit Peter Wicht) hält selbst 32,55 Prozent der Anteile. Jetzt wird spekuliert, dass Lehmann ein eigenes Übernahmeangebot startet, damit die Deutsche Balaton nicht die Mehrheit erhält.