von Lars Winter, €uro am Sonntag
Diese ermöglichen mit Smartphone-Unterstützung Fernsehen, Navigation und Videokonferenzen in 3-D, bald auch in einer Auflösung, die zugeschaltete Konferenzteilnehmer höchst real erscheinen lässt. Das Holo-Deck aus „Raumschiff Enterprise“ lässt grüßen. Vergangene Woche sahnte Vuzix auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas zwei Auszeichnungen ab. Eine Kooperation mit Nokia soll den Zugang zum Massenmarkt ermöglichen. Dazu braucht das Unternehmen Geld. Deswegen soll angeblich das Militärgeschäft (Nachtsichtgeräte und Ähnliches) verkauft werden, namhafte Interessenten stünden Schlange, heißt es. Wie Vorstandschef Paul Travers gegenüber unserer Redaktion erklärte, „ist der Verkauf von Firmenteilen — wie angekündigt — eine Option, die wir prüfen“. Mehr wollte der Firmenlenker mit Blick auf die strengen US-Börsengesetze nicht verraten. Angenommen, der Verkauf der Militärsparte klappt (wovon Branchenkenner ausgehen), wäre das Unternehmen auf einen Schlag schuldenfrei und hätte die nötigen Mittel, die „Smart Glasses“ zur Serienreife zu bringen. Dann könnte auch ein umgekehrter 1 : 100-Split ein Thema werden, um den Kurs auf ein vertretbares Niveau zu hieven. Bis dahin gilt: nur beobachten. Falls sich die Technologie durchsetzt, ist auch ein Einstieg zu etwas höheren Kursen nicht zu spät. Steigende Notierungen soll es bald auch beim Beteiligungshaus GCI Industrie geben. Spätestens mit Vorlage der Jahreszahlen 2011, die in einigen Wochen veröffentlicht werden, könnte die Aktie „die nächste Stufe zünden“, hoffen Insider. Ausgeschlossen ist das nicht, denn bei der wichtigsten Beteiligung — der Maschinenfabrik Spaichingen — brummt das Geschäft. Angesichts der guten Aussichten soll auch die Investmentgesellschaft Paladin des ehemaligen AWD-Chefs Carsten Maschmeyer über eine Aufstockung bei GCI Industrie nachdenken, wird uns zugetragen. Passend dazu zogen die Handelsumsätze jüngst wieder stärker an. Maschmeyer, der sich angesichts der Wulff-Krise öffentlich gänzlich rar macht, hält aktuell rund fünf Prozent an GCI und schloss nach seinem Engagement im Dezember weitere Zukäufe nicht aus.
Bildquellen: Rheinmetall