Frankfurt nach Rallye deutlich im Plus -- E.ON senkt Prognosen -- AUDI: Rekordjahr -- United Technologies: Massenentlassungen -- EADS schlägt Erwartungen -- Citi profitabel
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: Verbraucherpreisindex und HVPI Februar
- Deutschland: Außenhandel Januar
- USA: Rede Ben Bernanke
- USA: Großhandel Januar
- USA: ABC Verbrauchervertrauen
- ADVA: Jahresabschluss
- AUDI: Quartalszahlen
- Deutsche Post: Jahresabschluss
- E.ON: Jahresabschluss
- EADS: Jahresabschluss
- Pirelli: Quartalszahlen
- Take-Two Interactive: Quartalszahlen
Deutsche Börsen trotzen E.ON
Nach einem zunächst verhaltenen Start fassten die deutschen Anleger am Dienstag wieder Mut und kauften sich vermehrt in den Markt ein. Die Indizes legten im Handelsverlauf am Dienstag kräftig zu. Negative Meldungen von Konjunkturseite wurden dabei weitgehend ignoriert: Aussagen der Finanzminister der Euroländer, die eine Erholung der Wirtschaft nicht vor 2010 erwarten und weitere Konjunkturhilfen vorerst ablehnen, wirkten sich nicht belastend auf die Anlegerstimmmung aus. Auch die Tatsache, dass die deutschen Exporte im Januar so stark eingebrochen sind, wie seit 16 Jahren nicht mehr, ließ die Anleger kalt. Im Fokus standen Unternehmensausblicke: E.ON hat seine Ziele nach einem Gewinnrückgang 2008 angepasst, auch Texas Instruments senkte seine Prognosen. EADS erwartet ebenfalls einen Gewinnrückgang im laufenden Jahr, hat 2008 allerdings die Erwartungen noch deutlich geschlagen. Positive Überraschungen kamen aus der Autobranche: AUDI hat 2008 ein Rekordjahr hinter sich gebracht. Für eine Verstärkung des Aufwärtstrends sorgten am Nachmittag positive Aussagen der Citigroup, die im Januar und Februar profitabel gearbeitet haben will.
Der DAX baute seine Gewinne am Nachmittag deutlich aus und legte kräftig zu. Schlussendlich sprang der Leitindex um 5,3 Prozent auf 3.887 Punkte an. Noch deutlichere Aufschläge wurden nur durch Abschläge bei dem hoch gewichteten Versorger E.ON verhindert.
Der TecDAX konnte ebenfalls deutlich zulegen und erklomm am Nachmittag neue Tageshochs. Mit Ertönen der Schlussglocke schoss das Börsenbarometer um 4,9 Prozent auf 430 Zähler nach oben.
17:03 Uhr: Euro profitiert von Aktienmarkterholung
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat sich im Dienstagshandel im Vergleich zum Dollar positiv entwickelt und kann zeitweise sogar die Marke von 1,28 Dollar überspringen. Dabei gab es kaum kursbewegende Nachrichten von Konjunktur- oder Wirtschaftsseite. Experten führen die Erholung der Währung daher primär auf die positive Entwicklung der internationalen Aktienmärkte zurück.
16:48 Uhr: Phoenix Solar hebt Dividende an
Der Solarkonzern Phoenix Solar will seine Anteilseigner von der - eigenen Angaben zufolge - erfolgreichen Geschäftsentwicklung im Jahr 2008 teilhaben lassen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll die Dividende auf 30 Cent je Aktie angehoben werden. Im Vorjahr hatte der Konzern 20 Cent je Anteilsschein an seine Anteilseigner ausgeschüttet.
15:30 Uhr: Fed will Banken weiter stützen
Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, hat am Dienstag weitere Hilfen für in Not geraten Banken und Finanzinstitute in Aussicht gestellt. Bernanke betonte, das eine wiederhergestellte Finanzwirtschaft die Voraussetzung für eine Erholung der Realwirtschaft sei. Die angekündigten Hilfen sollen allerdings nicht unkontrolliert von staatlicher Seite geleistet werden, so der Fed-Chef weiter. Das Finanzsystem solle stärkerer Kontrolle unterworfen sein.
15:24 Uhr: US-Großhandelslagerbestände schrumpfen weiter
Die Lagerbestände bei den Großhandelsunternehmen haben sich im Januar 2009 erneut verringert. So lagen die Bestände um 0,7 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während die Prognose der Volkswirte auf ein Minus von 1,0 Prozent gelautet hatte. Für Dezember wurde der Abbau der Lagerbestände von vorläufig 1,4 auf nun 1,5 Prozent korrigiert.
14:39 Uhr: United Technologies: Massenstellenabbau
Der Mischkonzern United Technologies setzt massiv den Rotstift an und will zusätzliche 11.600 Stellen abbauen. Als Gründe nannte das Unternehmen eine weitere Verschärfung der Situation in einigen Geschäftsbereichen, zudem steht wohl keine wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte an. Weiterhin kappte der Konzern seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr und will darüber hinaus weniger Aktien zurückkaufen, als bislang geplant.



