Frankfurter Aktienmärkte uneins -- AIG: Tochter Alico geht an MetLife -- Steigt Daimler bei Tata aus? -- METRO gefragt - Salzgitter unter Druck -- Volkswagen, Griechenland, EADS, Post im Fokus
DAX nach Richtungssuche fast unverändert. Siemens für chinesischen Markt zuversichtlich. Audi verkauft erneut mehr Autos. HP muss Bilanz nach unten korrigieren. Wincor Nixdorf: Gewinneinbruch 2009/2010 erwartet. Shell und Petrochina: Offerte für Arrow Energy. Weitere Bankenpleiten in den USA. Lufthansa und Piloten verhandeln weiter. Gericht: CoBa-Spitze nicht entlastet. Deutsche Bahn verdient 2009 Milliarden. IPO von Kabel Deutschland am 22. März. Bilfinger Berger setzt Expertenkommission ein.Termine vom 08.03.10:
- D: Beschäftigte und Umsatz Dienstleistungen Q4
- D: sentix-Konjunkturindex März
- D: Produktion prod. Gewerbe Januar
- Arcadis: Quartalszahlen
- Cadence Pharmaceuticals: Quartalszahlen
- Delta Petroleum: Quartalszahlen
- H&R Block: Quartalszahlen
- Microvision : Quartalszahlen
- Realty Finance: Quartalszahlen
DAX schaltet Gang zurück
Gute Vorgaben sorgten im frühen Handel zunächst dafür, dass der deutsche Aktienmarkt die positive Vorwochenstimmung auch in den Montagshandel übertragen konnte. Im weiteren Verlauf machten sich aber zunehmend fehlende Kaufimpulse bemerkbar, die Märkte suchten nach ihrer Richtung. Nach einem kurzen Ausflug in die Verlustzone pendelte der Markt wieder um seinen Freitagsstand. Dies war auch einer dünnen Nachrichtenlage zu schulden, heute standen kaum bewegende Meldungen auf der Agenda. Daher waren es primär Analysten, die die Kurse machten.
Im Verlauf der Woche legen noch sechs Werte aus dem DAX ihre Bilanzen offen. Neben der Deutschen Post, K+S, Deutschen Lufthansa und der Münchener Rück werden auch E.ON und Volkswagen über ihre Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr berichten. Auch aus der zweiten Reihe sind in dieser Woche Impulse von bilanzierenden Unternehmen zu erwarten.
Der Leitindex DAX stieg mit einem Plus von 0,26 Prozent bei 5.891,74 Punkten in den Handel ein und rückte damit zunächst näher in Richtung 5.900er-Marke vor. Der Schwung reichte aber nicht, der Leitindex gab seine Gewinne wieder ab und rutschte zwischenzeitlich sogar ins Minus. Im Anschluss pendelte der Leitindex wieder um seinen Vortagesstand. Auch deutlichere Aufschläge bei METRO konnten dem Gesamtmarkt keine Kaufimpulse entlocken, die rote Laterne unter den Standardwerten hielt über lange Zeit der Stahlkonzern Salzgitter. Der DAX schloss mit einem minimalen Minus von 0,02 Prozent bei 5.876 Zählern.
Der
TecDAX startete unterdessen mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent bei 830 Indexpunkten in den Handel. Die Gewinnzone wurde im weiteren Verlauf verteidigt. Der TecDAX ging mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 828 Punkten in den Feierabend.
17:04 Uhr: NRW stockt WestLB-Risikofonds auf
Das Land Nordrhein-Westfalen stockt seinen Risikofonds für die angeschlagene WestLB um 300 Millionen Euro auf. Das Land habe damit in den vergangenen beiden Jahren eine Vorsorge in einer Gesamthöhe von fast 1,6 Milliarden Euro für Risiken der nordrhein-westfälischen Landesbank getroffen.
16:29 Uhr: VW plant besicherte Anleihe
Der Automobilkonzern Volkswagen will über die Volkswagen Bank GmbH eine besicherte Anleihe über 475 Millionen Euro begeben. Die Emission sei mit Forderungen aus deutschen Leasingverträgen besichert. Die Anleihe werde aus zwei Tranchen bestehen.
16:21 Uhr: Deutsche Bank: IPO bei Actavis-Ratiopharm-Fusion geplant?
Sollte der isländische Generikakonzern Actavis den Zuschlag zur Übernahme des Ulmer Wettbewerbers Ratiopharm erhalten, will die Deutsche Bank als größter Actavis-Fremdkapitalgeber laut mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen ein weitgehend schuldenfreies Unternehmen schaffen und dieses in rund fünf Jahren an die Börse bringen.
15:54 Uhr: Analysten treiben United States Steel
Die Aktie des US-Stahlkonzerns United States Steel kann zum Handelsbeginn an der Heimatbörse deutliche Aufschläge verbuchen. Zuvor hatte die US-Großbank Goldman Sachs das Kursziel der Aktie von 55 Dollar auf 70 Dollar erhöht.
15:35 Uhr: New Yorker Börsen ohne Schwung
Nach den jüngsten Zugewinnen schaltet auch die Wall Street zu Beginn der neuen Handelswoche einen Gang zurück. Die wichtigsten Indizes starten nahezu auf Freitagsschlussniveau. Impulsgebende Konjunkturdaten werden heute vergeblich gesucht. In den Mittelpunkt des Anlegerinteresses dürften heute die Anteilsscheine des US-Versicherers AIG rücken, der seine Lebensversicherungstochter American Life Insurance, kurz Alico, wie erwartet an den heimischen Konkurrenten MetLife verkauft hat. Dabei brachte die Transaktion dem staatlich gestützten Unternehmen 15,5 Milliarden Dollar ein, wovon sogleich 6,8 Milliarden Dollar in bar direkt an den Staat flossen. Zudem hat der Computerhersteller Hewlett-Packard im ersten Quartal doch weniger verdient, als ursprünglich veröffentlicht. Der US-Konzern korrigierte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis von 2,67 Milliarden auf 2,59 Milliarden Dollar beziehungsweise von 1,10 auf 1,07 Dollar je Aktie. Hintergrund sei ein Rechtsstreit in Großbritannien, ließ das Unternehmen verlauten.
Der Dow Jones legt aktuell um 0,1 Prozent auf 10.574 Punkte zu. Die Technologiebörse Nasdaq Composite zeigt sich ebenfalls nahezu unverändert.
15:30 Uhr: Dow Jones startet auf Nulllinie
Der US-Leitindex eröffnet mit 10.566 Punkten auf Freitagsschlussniveau.
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