FRANKFURT (Dow Jones)--Der Betrieb auf dem Frankfurter Flughafen könnte in den nächsten Wochen durch Streiks beeinträchtigt werden. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will spätestens am Mittwoch über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen entscheiden, wie Sprecher Matthias Maas Dow Jones Newswires sagte.
Hintergrund sind geplatzte Tarifverhandlungen mit dem Flughafenbetreiber Fraport. Unternehmen und Gewerkschaft hätten sich nicht auf einen Kompromiss für rund 200 Mitarbeiter der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht geeinigt, sagte der Sprecher. Fraport habe daraufhin die Schlichtung angerufen und Ole von Beust als Vermittler berufen.
Von Beust hat nach Angaben der Gewerkschaft einen Kompromiss vorgeschlagen. Während die Arbeitnehmer diesen Vorschlag angenommen haben, lehnte Fraport den Spruch "überraschend" ab. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Diese Ablehnung verwundert die Gewerkschaft. Um ihren Forderungen nun Nachdruck zu verleihen, denken die Arbeitnehmer über kurz- oder langfristige Streiks nach. Details dazu sollen erst nach der Entscheidung des jetzt befragten Bundesvorstandes genannt werden.
In der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) sind nicht nur die Fluglotsen organisiert, sondern auch die Mitarbeiter, die sich am Boden um die Sicherheit kümmern. Sie begleiten Flugzeuge beispielsweise zu den Parkpositionen und aufs Rollfeld. Bei den Tarifverhandlungen mit der Fraport AG ging es neben einer geforderten Steigerung der Gehälter auch um Arbeitszeitregelungen.
- Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires,
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February 09, 2012 04:52 ET (09:52 GMT)
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