25.02.2013 12:37
Bewerten
 (0)

Frankreich muss 2014 zusätzlich 6 Mrd EUR auftreiben - Minister

   Von David Pearson

   PARIS--Weil zeitweilige Steuererhöhungen Ende des Jahres auslaufen, muss die französische Regierung 2014 zusätzlich 6 Milliarden Euro durch Einsparungen oder höhere Abgaben an anderer Stelle auftreiben. Wenn das Land seine Neuverschuldung drücken wolle, könne es nicht auf diesen Betrag verzichten, sagte Budgetminister Jerome Cahuzac. "Wenn wir dem Haushalt stabil halten wollen, müssen wir 6 Milliarden Euro finden", sagte Cahuzac. Der Haushalt für kommendes Jahr wird im Herbst verabschiedet.

   Frankreich hatte vergangene Woche zugeben müssen, sein Defizitziel für das laufende Jahr nicht einhalten zu können. Die Wirtschaft entwickelt sich schwächer als erwartet, was zu geringeren Einnahmen für die Staatskasse führt. Brüssel schätzt, dass das Haushaltsloch 3,7 statt der angepeilten 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen wird.

   Kürzt Paris die Ausgaben aber stärker oder erhöht die Steuern, belastet das wiederum das Wachstum. Die EU-Kommission deutete daraufhin an, den Franzosen ein Jahr mehr Zeit zu geben, um das Defizit auf die im Maastricht-Vertrag vorgesehene Drei-Prozent-Marke zu senken. Finanzminister Pierre Moscovici versprach am Vormittag in London, dieses Ziel 2014 zu erreichen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/DJN/chg/hab

   (END) Dow Jones Newswires

   February 25, 2013 06:07 ET (11:07 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 07 AM EST 02-25-13

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX fester -- Draghi: EZB zu weiteren Maßnahmen bereit -- Arbeitslosenzahl sinkt -- Infineon-Aktie fällt nach schwachem Ausblick -- BASF in den USA verklagt -- Amazon, Google im Fokus

Misstrauensvotum gegen Juncker im Europaparlament gescheitert. GoPro entwickelt eigene Drohnen. Daimler streicht in Mannheim bis 2021 rund 500 Stellen. Allianz erwartet 2014 Ende des Kundenschwunds in Deutschland. Chinas Notenbank versorgt Geschäftsbanken mit Geld. Kritik an massiver Datensammlung in Uber-App für Android.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?