22.02.2013 16:43
Bewerten
 (1)

Frankreich will Aufschub von EU-Kommission für Defizitabbau

   Von William Horobin

   PARIS--Die französische Regierung will von der EU-Kommission einen Aufschub für das Erreichen des Defizitziels erhalten. "Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten diesen Aufschub beantragen", sagte Finanzminister Pierre Moscovici. Die Bedingungen dafür seien erfüllt. Zuvor hatte die EU-Kommission erwartungsgemäß die Wachstumsprognose für Frankreich gesenkt. Sie rechnet daher auch mit einer deutlich über dem Ziel liegenden Defizitquote für das Land. Damit drohen dem Land bei strenger Auslegung der Haushaltsregeln EU-Sanktionen.

   Frankreich hatte sich verpflichtet, das Staatsdefizit in diesem Jahr auf 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken. Wegen des mageren Wachstums von 0,1 Prozent erwartet die Kommission aber jetzt ein Defizit von 3,7 Prozent. Nach dem Maastricht-Vertrag sind höchstens 3,0 Prozent zulässig. Moscovici sagte, er wolle nicht einen "Sparkurs der Rezession" hinzufügen.

   Nach den Worten von EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn kann Frankreich von der EU einen Aufschub bei seinen Sparzielen um ein Jahr erhalten, wenn die Regierung nötige Reformen umsetzt. "Fristen können oder könnten verlängert werden, wenn vorher die nötigen Strukturreformen geliefert werden", sagte Rehn.

   Die französische Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche eingeräumt, dass sie das Defizitziel 2013 voraussichtlich nicht erreichen werde und auch eine Korrektur der Wachstumsprognose angedeutet. Die Regierung prognostiziert bisher ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent im laufenden Jahr, was Volkswirten bereits seit längerem als zu optimistisch erscheint. Am Donnerstag hatten zudem die in der Februar-Umfrage ermittelten Einkaufsmanagerindizes ein weiteres kräftiges Schrumpfen der französischen Wirtschaft signalisiert.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   February 22, 2013 10:13 ET (15:13 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 13 AM EST 02-22-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX freundlich -- Asiens Börsen schließen leichter -- Warren Buffett steigert Quartalsgewinn kräftig -- VW enttäuscht trotz Milliardengewinn -- Intesa, Generali, Deutsche Börse, LSE im Fokus

Evonik: Engel gibt Chefposten an Kullmann ab. Einfach-Handy Nokia 3310 kommt zurück. Pfeiffer Vacuum lehnt Übernahmeangebot von Busch endgültig ab. BMW prüft offenbar wegen Brexit Bau des Elektro-Mini in Deutschland. STADA öffnet Bücher für alle Interessenten. Deutsche Bank kommt beim Stellenabbau voran.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Das sind die Preisträger 2017.
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Würden Sie sich auf ein computergesteuertes Auto verlassen?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Nordex AGA0D655
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BMW AG519000
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
Allianz840400
adidas AGA1EWWW
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T
Scout24 AGA12DM8
Siemens AG723610