26.08.2013 07:33
Bewerten
 (2)

Frankreichs Regierung will Renteneintrittsalter nicht anheben

   PARIS (AFP)--Die französische Regierung will im Zuge der anstehenden Rentenreform das Eintrittsalter von derzeit 62 Jahren nicht anheben. Ein solcher Schritt komme "nicht in Betracht", sagte Premierminister Jean-Marc Ayrault am Sonntag im Fernsehsender France 2. Zuvor hatte er mit Gewerkschaften und Arbeitgebern nochmals über die geplante Rentenreform beraten, die unter anderem von der EU-Kommission angemahnt wird und Mitte September im Kabinett beraten werden soll. Weitere Details nannte Ayrault nicht.

   Der Regierungschef bekräftigte zudem das Ziel, im Staatshaushalt 2014 Einsparungen von zehn Milliarden Euro zu realisieren. Dies sei in Frankreich "noch nie dagewesen". Zugleich stellte Ayrault in Aussicht, den Sparkurs auf mittlere Sicht zu lockern. Den Haushalt für das kommende Jahr will die französische Regierung Ende September vorstellen.

   Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte Frankreich zuletzt für das laufende Jahr ein Haushaltsdefizit von 3,9 Prozent gegenüber 4,8 Prozent im vergangenen Jahr vorausgesagt. Die französische Regierung, die 3,7 Prozent angekündigt hatte, hält einen höheren Wert inzwischen ebenfalls nicht mehr für ausgeschlossen.

   Ein solches Defizit liegt deutlich über der EU-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die EU-Kommission räumte Frankreich bereits Zeit bis zum Jahr 2015 ein, um das Ziel wieder zu erreichen. Der IWF erwartet für 2013 insgesamt ein leichtes Schrumpfen der französischen Wirtschaft um 0,2 Prozent und dann 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent.

   DJG/AFP/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   August 26, 2013 01:02 ET (05:02 GMT)- - 01 02 AM EDT 08-26-13

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Wall Street feiertagsbedingt geschlossen -- Griechisches Verfassungsgericht lässt Referendum zu -- K+S, Facebook im Fokus

Tsipras fordert Schuldenschnitt und 20 Jahre mehr Zeit. Im Übernahmepoker um K+S verhärten sich die Fronten. Tsipras: Ein Nein beim Referendum wäre kein Ende der Verhandlungen. Varoufakis: Einigung mit Gläubigern kommt in jedem Fall zustande. Schnelles aber knappes Ergebnis bei griechischer Volksabstimmung erwartet.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welcher Fußballtrainer verdient am meisten?

Diese Aktien stehen bei Hedgefonds ganz oben

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Acht überraschende Fakten über den Chef des Tech-Riesen

Deutschland liegt ganz weit vorne

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Welche Aktien könnten bis 2018 hin steigen?

Bestnoten für diese Chefs

mehr Top Rankings

Umfrage

Wie wird sich nach Ihrer Einschätzung der DAX bis zum Jahresende entwickeln?