19.12.2012 13:15
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Französische Regierung bringt Bankenreform auf den Weg

   PARIS (AFP)--Als Konsequenz aus der Finanzkrise sollen Frankreichs Banken ihre risikoreichen Finanzaktivitäten künftig strikt vom normalen Kundengeschäft trennen. Einen Gesetzentwurf für eine entsprechende Bankenreform billigte das französische Kabinett in Paris. Banken müssen demnach ihr Spekulationsgeschäft in eigenständigen Bereichen ansiedeln und so von Aktivitäten trennen, "die nützlich für die Wirtschaft und die Beschäftigung sind", wie Finanzminister Pierre Moscovici sagte. Dadurch würden die Ersparnisse der Bürger geschützt.

   Sollte die Investmentsparte "exzessive Risiken" eingehen, dann müssten dafür die Aktionäre und Gläubiger der Bank geradestehen, und nicht die Sparer, sagte Moscovici. Die Regierung will durch diese Regelung zudem verhindern, dass der Staat Krisenbanken zur Hilfe eilen muss, um Ersparnisse zu retten und eine Ansteckung des gesamten Finanzsystems zu verhindern. Die Reform sieht auch die Einrichtung eines von Banken und anderen Finanzakteuren finanzierten Garantiefonds für Krisenbanken sowie eine Stärkung der französischen Bankenaufsicht vor.

   Die französische Regierung ist nach eigenen Angaben die erste Regierung eines europäischen Staates, die eine solche strukturelle Bankenreform umsetzt. Auch in Deutschland wird über eine Trennung des risikoreichen Investmentgeschäfts von den übrigen Bankenaktivitäten diskutiert, wofür sich unter anderem die SPD stark macht. Damit sollen die Lehren aus der jüngsten Finanzkrise gezogen werden.

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   December 19, 2012 06:59 ET (11:59 GMT)- - 06 59 AM EST 12-19-12

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