28.08.2012 19:39
Bewerten
 (0)

Fresenius knüpft neues Rhön-Angebot an Bedingung - Kreise

   Von Heide Oberhauser-Aslan und Eyk Henning

   Der Gesundheitskonzern Fresenius steht kurz vor einem erneuten Anlauf Rhön-Klinikum zu übernehmen - knüpft eine zweite Offerte aber an eine entscheidende Bedingung: Um rasch beim fränkischen Klinikenbetreiber durchregieren und Synergien heben zu können, soll die Kapitalseite im Rhön-Aufsichtsrat ihren Hut nehmen, wie mehrere mit der Sache vertraute Personen sagten. Sollte diese Bedingung erfüllt werden, werde Fresenius innerhalb der kommenden Tage ein neues Angebot vorlegen.

   Der Fresenius-Aufsichtsrat wird in diesem Fall einem erneuten Anlauf wohl keine Steine in den Weg legen, wie eine der informierten Personen sagte. Auch die Gespräche mit dem Rhön-Vorstand seien auf einem guten Weg, sagten mehrere Personen übereinstimmend. Beide Gremien sowie die Finanzaufsicht BaFin müssen nach deutschem Aktienrecht einem zweiten, innerhalb kurzer Zeit vorgelegten Übernahmeangebot zustimmen.

   Bei einer neuen Offerte würde sich Fresenius mit einem Anteil von knapp über 50 Prozent am fränkischen Klinikenbetreiber zufrieden geben. Die Bad Homburger waren mit einem ersten Angebot an der selbst auferlegten Bedingung gescheitert, mindestens 90 Prozent der Rhön-Aktien angedient zu bekommen. Der Angebotspreis der neuen Offerte solle weiterhin bei 22,50 Euro je Aktie liegen und Rhön damit mit insgesamt 3,1 Milliarden Euro bewerten, wie Dow Jones Newswires bereits zuvor von mit der Transaktion vertrauten Personen erfuhr.

   Mit einer angepassten Offerte würde Fresenius auf die veränderte Machtkonstellation bei Rhön-Klinikum reagieren. Anfang der Woche meldete der hessische Pharmakonzern B. Braun Melsungen, dass er über 5 Prozent an Rhön hält. Zuvor hat sich bereits der Hamburger Klinikkonzern Asklepios bei Rhön-Klinikum in Stellung gebracht und mitgeteilt, mindestens 5,01 Prozent an dem fränkischen Konkurrenten zu halten.

   In der Branche wird aber darüber spekuliert, dass Asklepios sogar schon knapp 10 Prozent hält. Anteile unterhalb der meldepflichtigen Schwelle von 3 Prozent hält Insidern zufolge zudem die Ismaninger Klinikgruppe Sana. Eugen Münch, Rhön-Gründer und Befürworter der Transaktion, hält 12,45 Prozent an der Klinikkette.

   In einem ersten Versuch hatte Fresenius am Ende lediglich 84,3 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte erreicht. Einen Strich durch die Rechnung machte den Bad Homburgern der Eigentümer des Klinikwettbewerbers Asklepios, Bernhard Broermann, der den neuen mächtigen Klinikkonzern mit der Fresenius-Krankenhaustochter Helios und Rhön-Klinikum mit allen Mitteln verhindern will. Broermann kaufte vor Ablauf der Fresenius-Offerte 5,01 Prozent an Rhön-Klinikum. Erfahrungsgemäß erreicht ein Übernahmeangebot nie alle Kleinaktionäre. Auch das Verhalten von Hedge-Fonds war ungewiss.

   Kontakt zu den Autoren: heide.oberhauser@dowjones.com und eyk.henning@dowjones.com

   DJG/bam

   (END) Dow Jones Newswires

   August 28, 2012 12:59 ET (16:59 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 59 PM EDT 08-28-12

Artikel empfehlen?
Kostenlosen Report anfordern

Nachrichten zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Relevant
  • Alle2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
27.04.2015Fresenius SECo overweightMorgan Stanley
27.04.2015Fresenius SECo buyDeutsche Bank AG
27.04.2015Fresenius SECo buyGoldman Sachs Group Inc.
24.04.2015Fresenius SECo HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
23.04.2015Fresenius SECo HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.04.2015Fresenius SECo overweightMorgan Stanley
27.04.2015Fresenius SECo buyDeutsche Bank AG
27.04.2015Fresenius SECo buyGoldman Sachs Group Inc.
22.04.2015Fresenius SECo buyHSBC
23.03.2015Fresenius SECo OutperformBNP PARIBAS
24.04.2015Fresenius SECo HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
23.04.2015Fresenius SECo HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.03.2015Fresenius SECo HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
04.03.2015Fresenius SECo Equal weightBarclays Capital
27.02.2015Fresenius SECo NeutralCredit Suisse Group
07.12.2010Fresenius Vz verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
13.08.2010Fresenius Vz verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
01.04.2010Fresenius VZ "reduce"SEB AG
31.03.2010Fresenius VZ verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
18.09.2008Fresenius sellSociété Générale Group S.A. (SG)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Fresenius SE & Co. KGaA (St.) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Fresenius SE & Co. KGaA (St.) Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt tief im Minus -- Dow fester -- Commerzbank peilt für 2015 Dividende an -- Daimler mit kräftigem Gewinnsprung -- Tsipras erwartet Einigung mit Geldgebern -- Apple, Santander im Fokus

Twitter-Aktie vom Handel ausgesetzt. Software AG beschließt Einzug eigener Aktien. Manz rüstet sich mit Kapitalerhöhung für Zukäufe. Insider: Zerlegung der Deutschen Bank scheitert im Stresstest. Euro-Zonen-Chef: Griechen haben sich verzockt. Ford-Gewinn sinkt - Verluste in Europa dauern an.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die schlechtesten Index-Performer

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die rasende Welt der Elektroautos

Die wundersame Welt von Google

Was verdient man bei Apple?

Die größten deutschen Kapitalvernichter

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

mehr Top Rankings

Umfrage

VW-Patriarch Piëch legt sein Aufsichtsratsmandat nieder. Hätten Sie damit gerechnet?