BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Medizinkonzern Fresenius (
Fresenius SECo) wurde wie andere Unternehmen aus der Pharma- und Finanzbranche aufgefordert, sich am Schuldenschnitt auf griechische Staatsanleihen zu beteiligen. Die griechische Regierung hatte 2010 unbezahlte Rechnungen staatlicher Krankenhäuser durch die Ausgabe von Anleihen beglichen. Auch Fresenius hatte 2010 Griechenland-Bonds im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich statt unbezahlter Rechnungen von Krankenhäusern erhalten.
Fresenius hat nach Aussage von Finanzvorstand Stephan Sturm für ausstehende Forderungen an Griechenland spezielle Anleihen, sogenannte Zero Bonds, erhalten. Ein Großteil dieser Staatsanleihen sei bereits wieder verkauft worden, sagte ein Fresenius-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage und wiederholte damit Aussagen Sturms von der Bilanzpressekonferenz vor wenigen Tagen. Fresenius rechne mit keinen Auswirkungen auf das Ergebnis und erst recht nicht auf die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Auf die derzeit noch im Bestand befindlichen Papiere habe der Konzern schon ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Beteiligung privater Gläubiger an dem Schuldenschnitt ist ein zentraler Bestandteil des zweiten Rettungspaketes für das Mittelmeerland./ep/mne/wiz