Frostige Stimmung in Frankfurt: DAX schließt unter 6.000 -- Alcoa verpatzt Start in Berichtssaison -- Airbus mit Auslieferungsrekord -- LANXESS, Linde, ThyssenKrupp, E.ON bekräftigen Prognosen
- D: Insolvenzen Oktober
- Japan: Zahlungsbilanz November
- USA: Handelsbilanz November
- USA: ABC Verbrauchervertrauen Woche
Frostige Stimmung in Frankfurt: DAX schließt unter 6.000 Die deutschen Börsen gaben am zweiten Handelstag der Woche deutlich nach. Zum Handelsstart hatte es zunächst danach ausgesehen, als könnte sich der deutsche Aktienmarkt gegen den Trend stemmen, im weiteren Verlauf übernahmen aber die Bären das Ruder und sorgten für deutliche Abschläge. Belastend wirkte sich der verkorkste Start in die Berichtssaison durch den US-Aluminiumkonzern Alcoa aus.
Auch deutsche Unternehmen preschten mit Ausblicken auf ihre Geschäftsentwicklung vor. So gab der Handelskonzern METRO einen Umsatzrückgang für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt. Eine Gewinnwarnung, die viele Anleger seit geraumer Zeit befürchten, blieb allerdings aus. Auch Beiersdorf legte vorläufige Zahlen vor, die die Anleger an den Parketts aber nicht überzeugen konnten.
Der DAX startete mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent bei 6.039 Punkten in den Handel und bewegte sich zunächst kaum. Am Vormittag setzte dann allerdings ein Kursrutsch ein, der den Leitindex zeitweise auf 5.925 Punkte nach unten drückte. Obwohl das Börsenbarometer seine Tagestiefs hinter sich lassen konnte, blieb die Gewinnzone und auch die 6.000-er Marke am Ende unerreicht. Der DAX schloss mit einem Abschlag von 1,6 Prozent bei 5.943 Punkten.
Der TecDAX konnte indes zunächst marginal fester bei 853 Punkten starten und pendelte dann um die Nulllinie. Auch die Techwerte konnten sich der Negativstimmung allerdings nicht entziehen und verzeichneten Verluste. Zum Handelsende belief sich das Minus auf 1,3 Prozent - der Endstand wurde bei 842 Zählern markiert.
17:06 Uhr: Euro in impulsarmem Handel um 1,45 DollarDie Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat sich am Dienstag um die Marke von 1,45 Dollar gehalten. Aktuell notiert die Währung bei 1,4539 und damit 0,17 Prozent über dem Vortagesstand. Viel Bewegung war angesichts ausbleibender Impulse von Konjunkturseite an den Devisenmärkten nicht auszumachen.
17:06 Uhr: Sal. Oppenheim prüft Offerten für InvestmentbankingDie Privatbank Sal. Oppenheim hat Kreisen zufolge mehrere Gebote für sein zum Verkauf stehendes Investmentbankinggeschäft erhalten und prüft die Offerten derzeit. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte am Dienstag, dass der neue Vorstandsvorsitzende Wilhelm von Haller derzeit mit der zweiten Führungsebene zusammen sitze und das Schicksal der Sparte bespreche.
16:09 Uhr: E.ON hat Ergebnisziel wohl erreichtDer Energiekonzern E.ON glaubt, seine Ergebnisziele im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht zu haben. Am Dienstag hieß es von Seiten des Finanzvorstandes Marcus Schenck, dass man beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern den Vorjahreswert wieder erreicht habe. Unter dem Strich blieben wohl zwischen drei und fünf Prozent weniger übrig als im Vorjahr. Die Bilanzvorlage ist für den 10. März geplant.
16:07 Uhr: Rheinmetall: Umsatzziele erreichtDer Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich auf Umsatzseite im vergangenen Jahr im Rahmen der eigenen Erwartungen entwickelt. Demnach lagen die Erlöse bei rund 3,4 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2008, als 3,87 Milliarden Euro umgesetzt wurden, bedeutet dies einen leichten Rückgang.
15:57 Uhr: GM: Opel-Konzept bis MonatsendeDer Autobauer General Motors will das Sanierungskonzept für seine Tochter Opel noch bis zum aktuellen Monatsende vorlegen. Der Chef des Europa-Geschäfts, Nick Reilly, bestätigte den Zeitplan und zeigte sich zuversichtlich, die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern bis dahin abgeschlossen zu haben. Das Konzept ist Voraussetzung für die Bitte um finanzielle Unterstützung bei Regierungen der Opel-Länder.



