08.08.2012 13:02
Bewerten
 (0)

Osram will chinesischer werden

Für den Erfolg in Asien
Die Siemens-Lichttochter Osram will sich stärker in China verankern und dafür in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.
"Unser Ziel ist es, der chinesische Wettbewerber vor Ort zu werden", sagte OSRAM-Chef Wolfgang Dehen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch. Der Manager ist derzeit in China unterwegs, wo Osram in der Provinz Jiangsu eine weitere Fabrik für Leuchtdioden (LED)-Produkte baut.

    Osram investiert dafür über fünf Jahre einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag. Um als chinesisches Unternehmen wahrgenommen zu werden, setzt die Siemens-Lichttochter seit April mit dem Chinesen Sam Wu auf einen heimischen Chef für die Region Asien-Pazifik und auf Produkte, die "speziell für die jeweiligen Märkte entwickelt werden." So müssen etwa Leuchtmittel in China bestimmten Vorgaben entsprechen. Zudem bevorzugen die Kunden dort eher die Lichtfarbe Kaltweiß. Bei den Produkten für China konzentriert sich Osram auf Lichtlösungen für Geschäfte, Büros oder die Gastronomie. Gut die Hälfte der mehr als 16.000 Osram-Mitarbeiter in Asien beschäftigt der Konzern in China, wo Osram bereits seit rund 80 Jahren vertreten ist.

    Die Lichtbranche ist im Umbruch. Der Wandel hin zu energiesparenden und besonders haltbaren LED-Leuchten fordert den etablierten Branchengrößen wie Osram oder Philips hohe Investitionen ab. "Der Rückgang traditioneller Technologien zugunsten der LED dürfte sich sogar noch etwas beschleunigen", schätzt Dehen. Vor allem aus Asien drängen viele neue Wettbewerber wie Samsung auf den Markt. Der scharfe Wettbewerb drückt auf die Preise und schmälert die Gewinne. Früheren Angaben zufolge geben die Preise für LED-basierte Produkte pro Jahr um 15 bis 20 Prozent nach. Auch Dehen sieht im LED-Markt weiterhin einen "deutlichen Preisverfall".

    Den Plan von Siemens, die abgespaltene Osram im nächsten Jahr über eine Abgabe von Osram-Aktien an die Siemens-Aktionäre doch noch an die Börse zu bringen, wollte Dehen nicht kommentieren. Ende Juli hatte sich Siemens wegen der anhaltenden Konjunkturturbulenzen von den Plänen für einen klassischen Börsengang verabschiedet. Die Lichttochter kam im vergangenen Jahr mit 40 000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen noch knapp 10 000 Mitarbeiter, ist aber dabei, bis zum Jahr 2014 rund 1000 Stellen zu streichen.

FRANKFURT/MÜNCHEN (dpa-AFX)

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Siemens AG

  • Relevant
  • Alle5
  • vom Unternehmen2
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Siemens AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.12.2014Siemens OutperformCredit Suisse Group
11.12.2014Siemens Equal weightBarclays Capital
10.12.2014Siemens buySociété Générale Group S.A. (SG)
10.12.2014Siemens NeutralBNP PARIBAS
10.12.2014Siemens NeutralJP Morgan Chase & Co.
17.12.2014Siemens OutperformCredit Suisse Group
10.12.2014Siemens buySociété Générale Group S.A. (SG)
10.12.2014Siemens buyCitigroup Corp.
10.12.2014Siemens Conviction BuyGoldman Sachs Group Inc.
10.12.2014Siemens OutperformCredit Suisse Group
11.12.2014Siemens Equal weightBarclays Capital
10.12.2014Siemens NeutralBNP PARIBAS
10.12.2014Siemens NeutralJP Morgan Chase & Co.
04.12.2014Siemens HoldKepler Cheuvreux
21.11.2014Siemens NeutralHSBC
19.04.2013Siemens verkaufenDeutsche Bank AG
22.01.2013Siemens verkaufenExane-BNP Paribas SA
17.12.2012Siemens sellDeutsche Bank AG
12.12.2012Siemens underperformExane-BNP Paribas SA
29.11.2012Siemens sellDeutsche Bank AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Siemens AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Siemens AG Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt fast 3 Prozent fester -- Deutsche Bank vor Postbank-Verkauf? -- Daimler-Partner BYD verliert 50-Prozent -- United Internet, QSC im Fokus

IPO: Samsungs De-facto-Holding mit erfolgreichem Börsengang. sieht im kommenden Jahr deutliches Wachstum. Uralkali weitet Produktion aus. Zynga hofft auf Bugs Bunny & Co. EZB veröffentlicht Sitzungsprotokolle nach vier Wochen. Bundestag stellt sich hinter Kreditlinie für Griechenland. Daimler legt 600 Millionen Euro wegen Kartellverfahren zurück.
Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?