GEMA und Youtube begraben Verhandlungen
Von Christian Grimm
Die deutsche Rechteverwertungsgesellschaft GEMA und die Videoplattform Youtube sind mit ihren Verhandlungen endgültig gescheitert. Streitpunkt ist die gerechte Vergütung von urheberrechtlich geschützten Videos. Jetzt soll auf Antrag der GEMA die Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt entscheiden, wie die GEMA mitteilte. "Für die Nutzung des urheberrechtlich geschützten Repertoires müssen die Urheber angemessen entlohnt werden. Seit dem 1. April 2009 hat sich YouTube allen Vorschlägen einer angemessenen Lizenzierung verweigert", sagte der GEMA-Vorstandsvorsitzende, Harald Heker.
Beide Seiten streiten sich seit mehreren Jahren darüber, wie der Abruf von Musikvideos bei der Google-Tochter gerecht vergütet werden soll. Bisher scheiterten alle Lösungsversuche. Aus Sicht von Youtube übersteigen die Forderungen der Rechteverwerter die eigene Wirtschaftskraft um Längen. Die GEMA verlangt mindestens 0,375 Cent pro abgespieltem Video, was sich aber bei millionenfacher Nutzung schnell zu enormen Beträgen summieren würde. Die GEMA fordert außerdem Schadensersatz für die Jahre, in denen Youtube aus ihrer Sicht nicht über die Nutzungsrechte von 1.000 Musikvideos verfügte.
Die Verwertungsgesellschaft geht per Abmahnung auch gegen die Youtube-Sperrtafeln vor. Die Video-Plattform blockiert damit Inhalte, deren Nutzungsrechte ihr unklar erscheinen und verweist auf die GEMA. Der Text der Tafeln erwecke bei den Nutzern den "falschen Eindruck", dass die GEMA die Lizenzierung kategorisch verweigere und führe so die öffentliche Meinung in die Irre, heißt es in der Erklärung des Verwerters. Die GEMA sei jedoch immer dazu bereit, eine Lizenz zu erteilen.
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January 10, 2013 12:45 ET (17:45 GMT)
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