25.06.2013 16:56
Bewerten
(0)

GESAMT-ROUNDUP: Draghi: Ausstieg aus lockerer EZB-Geldpolitik in weiter Ferne

    BERLIN/LONDON (dpa-AFX) - Im Kampf gegen die Rezession in der Euro-Zone wird die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Politik des billigen Geldes noch länger fortsetzen. "Der Ausstieg liegt noch in weiter Ferne, da die Inflation niedrig ist und die Arbeitslosigkeit hoch ist", stellte EZB-Präsident Mario Draghi am Dienstag in Berlin klar. Die Preisstabilität sei gewährleistet, die wirtschaftlichen Aussichten erforderten eine üppige Geldpolitik.

    Ähnlich äußerte sich EZB-Direktor Benoit Coeure. "Es sollte keine Zweifel geben, dass ein Ende der lockeren Geldpolitik weit entfernt ist", sagte er in London. Die wirtschaftlichen Bedingungen in der Eurozone erforderten keine Änderungen der geldpolitischen Ausrichtung. "Das Wirtschaftswachstum wird im laufenden Jahr schwach bleiben und die Inflation in der Eurozone wird wohl deutlich unter der Marke von zwei Prozent verharren." Daher sei die Zeit für einen Richtungswechsel noch nicht gekommen.

    US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte jüngst die Finanzmärkte auf ein Ende der extrem lockeren Geldpolitik in den USA vorbereitet - was erhebliche Turbulenzen ausgelöst hatte. Der EZB-Leitzins für die Euro-Zone liegt bei historisch niedrigen 0,5 Prozent. Die Notenbank hatte zuletzt betont, dass es mehrere Maßnahmen gebe, sollte die Wirtschaft nicht aus der lang anhaltenden Rezession herauskommen.

    Draghi verteidigte auf dem CDU-Wirtschaftstag den Kurs der EZB in der Euro-Schuldenkrise. Die EZB habe ihr Ziel stabiler Preise von der Bundesbank übernommen, aber sie agiere in einem neuen und anderen Umfeld. "Das gleiche Ziel zu haben bedeutet nicht, unbedingt die gleichen Instrumente zu nutzen", sagte Draghi. Die Notenbank nutze eine breite Palette: "Einige Instrumente sind Standard, einige Nicht-Standard. Aber alle basieren auf der EZB-Satzung."

    Draghi lobte das umstrittene Ankaufprogramm für Staatsanleihen von Euro-Krisenländern (OMT). Die Vorteile des vor fast einem Jahr angekündigten Programms seien anerkannt: "Unsere Initiative ist für alle von Vorteil: für Banken, Unternehmen und Haushalte - und es haben sowohl die Länder an der Peripherie als auch die Kernländern profitiert." OMT sei an strenge Bedingungen und ein Programm des Euro-Rettungsfonds ESM geknüpft. Im Moment sei OMT sogar noch wichtiger angesichts möglicher Änderungen in der Geldpolitik.

    Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, hält das Vertrauensverhältnis zwischen Banken und Wirtschaft durch die Bankenkrise in Europa für nachhaltig erschüttert. Es werde Jahre in Anspruch nehmen, bis die Banken das für die Grundlage der Partnerschaft mit der Industrie nötige Vertrauen zurückgewonnen haben, sagte er: "Wir haben erkannt, dass es Exzesse gegeben hat. (...) Wir haben uns sehr intensiv mit den Fehlern befasst." Ziel sei, Banken so sicher zu machen, dass sie aus dem Markt ausscheiden könnten, ohne die Steuerzahler mitzureißen. Gelinge das, müssten sich Politik, Wirtschaft und Steuerzahler keine Sorgen mehr machen.

    EU-Energiekommissar Günther Oettinger forderte eine umfassende Reform der Ökostromförderung in Deutschland. Nach der Wahl sei beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine Generalrevision nötig. Sonst sehe es schlecht aus für Deutschland. Erneuerbaren Energien gehöre die Zukunft, aber mit Maß. Europa benötige ein Industrieleitbild. Es gebe nur noch drei Industrieländer - Holland, Österreich und Deutschland: "Frankreich geht derzeit senkrecht unter im Bereich der Industrie mit Autos, die man baut, aber nicht kauft."

    Nach den Worten von RWE-Vorstandschef Peter Terium steht die Energiewende am Scheideweg. Sie kranke an staatswirtschaftlichen Investitionen in die erneuerbaren Energien zulasten Dritter und sei mit der Begrenzung auf Deutschland problematisch. "Die Energiewende kann kein nationales Projekt sein. Sie braucht den weiten Raum Europas." Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schirme die grüne Stromerzeugung von Risiken ab. Das verzerre die Wettbewerbsfähigkeit und zerstöre die Preise. Der Präsident des Industrieverbandes BDI, Ulrich Grillo, mahnte eine europäische Energiewende an. Er forderte ein neues Finanzierungsmodell: "Wir können uns in der Wirtschaft nur grüne Gedanken machen, wenn wir schwarze Zahlen schreiben."/du/sl/DP/jkr

Nachrichten zu RWE AG (spons. ADRs)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu RWE AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

RWE Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins lange Wochenende -- S&P bestätigt Deutschlands Top-Bonität -- Gotham City plant weitere Berichte zu AURELIUS -- Air Berlin, Deutsche Bank, Alphabet, Amazon im Fokus

VW muss laut CEO Müller wegen Herausforderungen auch profitabel sein. Chevron schreibt wieder schwarze Zahlen. SolarWorld verringert Verluste. US-Wirtschaft startet schwächer als erwartet ins Jahr. Apple arbeitet offenbar an digitalem Geld-Transfer und Prepaid-Kreditkarte.

Top-Rankings

KW 17: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 17: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Utopische Summen
Die teuersten Fußballtransfers der Saison 2016/17
Verdienst der DAX-Chefs
Das verdienten die DAX-Bosse 2016
Das Vermögen dieser Milliardäre ist seit der Trump-Wahl am stärksten gewachsen
Wer profitierte am stärksten?
Das sind die exotischsten Börsenplätze der Welt
Klein aber oho?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
BASFBASF11
Scout24 AGA12DM8
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
Airbus SE (ex EADS)938914
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
BayerBAY001
Facebook Inc.A1JWVX