DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die niederländische Gasunie will sich nicht mehr am anstehenden Verkauf des RWE-Ferngasnetzes beteiligen. Wir sind nicht mehr länger Teil und Partner des Bieterkonsortiums deutscher Stadtwerke und müssen uns leider aus dem Verkaufsprozess um die Thyssengasnetze zurückziehen , sagte Jens Schumann, Vorstandsvorsitzender der Gasunie Transport Services Deutschland am Rande der Dow Jones Konferenz Gasmarkt 2010. Den Rückzug aus dem Konsortium habe Gasunie bereits an die im Bieterkonsortium verbliebenen rund 30 Stadtwerke und den weiteren Interessenten Bayerngas kommuniziert, sagte Schumann.
Grund für die Entscheidung sei das deutsche Regulierungsumfeld, das unzureichende Sicherheiten und Anreize für Investitionen lasse, sagte Schumann. So lägen die zu erwartenden Renditen aus dem Netzgeschäft in Deutschland deutlich unter denen vieler EU-Nachbarländern. Wir sind mit einem Bietervorhaben für Thyssengas schlichtweg nicht kapitalmarktfähig , sagte Schumann. Er verwies dabei auf derzeit maximal zu erwartende Renditen auf Eigenkapital von rund 3%, während in europäischen Nachbarländern zum Teil zweistellige Renditen erreicht werden könnten, sagte er.
Brancheninsider signalisierten auf der Konferenz, dass die Entscheidung Gasunies erhebliche Auswirkungen auf den Preis für das RWE-Netzes haben könnte. Derzeit sei ein Preis über 6OO Mio EUR für das Netz kaum noch durchsetzbar, schätze ein Insider.
Webseite: www.gasunie.nl
www.rwe.com
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March 23, 2010 08:07 ET (12:07 GMT)
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