PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs größter Gasversorger GDF Suez will die von der Regierung verfügte Deckelung der Gaspreise im vierten Quartal gerichtlich kippen lassen. Einen entsprechenden Antrag habe das Unternehmen bereits vor dem höchsten französischen Gericht eingereicht, sagte ein GDF-Sprecher am Freitag. Der ehemalige Monopolist beschwert sich in diesem Jahr damit bereits zum dritten Mal und folgt damit dem Vorgehen von Konkurrenten. Die französischen Gasversorger wollen die Begrenzung von Preiserhöhungen anfechten, um Tarife verlangen zu können, die ihre Kosten decken.
GDF Suez, an dem der französische Staat mit 35 Prozent beteiligt ist, hatte im Oktober zwar die Erlaubnis erhalten, seine Preise um zwei Prozent zu anzuheben. Beantragt hatte der Versorger aber eine doppelt so starke Erhöhung. GDF argumentiert, dass nur so die gestiegenen Bezugspreise gedeckt werden könnten. Die Gasversorger waren bereits gegen die Vorgängerregierung vor Gericht gezogen, um die Umlegung der Importpreise auf die Kunden durchzusetzen. Damals hatte das Gericht im Sinn der Kläger entschieden./jke/stw/he