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08.02.2012 10:57

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Gazprom: Keine Belastungen durch Lieferausfälle

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EMFIS.COM - Moskau 08.02.2012 (www.emfis.com) Nachdem Gazprom zeitweilige Lieferschwierigkeiten nach Europa eingeräumt hatte (Emfis berichtete), sorgen sich einige Anleger darüber, dass das Ganze finanziell negative Folgen für die Russen haben könnte. Diesen Befürchtungen hat der Gas-Riese jetzt den Wind aus den Segeln genommen.


Denn wie das Unternehmen bekannt gab, hätte die Gesellschaft ihre Gas-Lieferverpflichtungen fast vollständig erfüllt. Lediglich in der ersten Februar-Woche sei es zu Engpässen gekommen, da die extreme Witterung den Gas-Bedarf weit in die Höhe schnellen ließ. Unternehmensangaben zufolge seien zudem die langfristigen Gas-Lieferverträge mit Europa flexibel gestaltet, daher dürften auf die Russen keine allzu großen finanziellen Belastungen zukommen.

Vorübergehende Sonder-Situation


Das Unternehmen machte vor allem die eisige Kälte, welche Europa in den Klammergriff genommen hatte, für die Liefer-Engpässe verantwortlich. Die letzte Dezember-Woche  ließ die Gas-Nachfrage um 25 Prozent in Höhe schnellen. In der ersten Februar-Woche erhöhte sich der Bedarf des flüchtigen Energieträgers sogar noch einmal um weitere 25 Prozent. Mittlerweile bewegt sich die Gas-Nachfrage demnach über 50 Prozent des erwarteten Standes, teilte Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew mit. Allerdings sollte auch klar sein, dass diese erhöhte Nachfrage nicht von Dauer sein wird, da das Frühjahr so sicher kommt wie das Amen in der Kirche.


Sehr erfreulich ist sicherlich, dass auf Gazprom bezüglich der Lieferengpässe keine allzu großen finanziellen Belastungen zukommen dürften. Letztlich kann sogar nicht völlig ausgeschlossen werden, dass die Russen von dem momentanen Nachfrageschub  sogar profitieren. Schließlich verschenkt Gazprom den flüchtigen Energieträger bekanntlich nicht.

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