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03.02.2012 18:33

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Gazprom drosselt wegen Kältewelle Gaslieferungen nach Europa

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   MOSKAU (Dow Jones)--Wegen der anhaltenden Kältewelle und des entsprechend hohen Gasbedarfs im eigenen Land liefert die russische Gazprom weiterhin weniger Gas an ihre Kunden in Westeuropa. Bei der E.ON Ruhrgas kam am Freitag nach eigenen Angaben rund ein Drittel Gas weniger als üblich an.

   Die E.ON-Tochter selbst könne ihre Kunden aber weiter uneingeschränkt beliefern, sagte ein Sprecher. Denn dank des bisher milden Winters seien die Lagerbestände ungewöhnlich hoch. Das Unternehmen könne auch über einen längeren Zeitraum eine höhere Nachfrage decken.

   Betroffen war am Freitag auch die französische GDF Suez, sie bekam ebenfalls 30 Prozent weniger Gas als üblich. Sie kann zur Versorgung ihrer Kunden auf andere Lieferanten und auf Lagerbestände zurückgreifen, wie eine Sprecherin sagte. Zu möglichen Gesprächen mit Gazprom oder dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern wieder die regulären Mengen liefern werde, wollte sie sich nicht äußern. Mit russischem Gas deckt GDF Suez 14 Prozent des eigenen Bedarfs, aus Norwegen kommen 21 Prozent, aus Algerien 13 Prozent und aus den Niederlanden 11 Prozent.

   Am Vortag hatte bereits die RWE-Tochter Supply & Trading über um 30 Prozent reduzierte Gaslieferungen von Gazprom berichtet. Ebenso wie bei E.ON ist aber auch bei RWE die Versorgung der Kunden sichergestellt. Gleiches hatte auch der Erdgasimporteur Wingas mitgeteilt, ohne allerdings die Lieferreduzierung zu quantifizieren. Betroffen von den Drosselungen sind auch die österreichische OMV und ihre Tochter EconGas.

   Von Gazprom dagegen hieß es, das Unternehmen habe in den kalten Tagen seine Gaslieferungen auf ein Maximum heraufgeschraubt - nicht nur an europäische Kunden, sondern auch an Kunden wie Belarus und die Ukraine.

   DJG/DJN/bam/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   February 03, 2012 12:02 ET (17:02 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 02 PM EST 02-03-12

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