LONDON (Dow Jones)--Der russische Gasmonopolist Gazprom hat mit europäischen Kunden einige Verträge neu verhandelt. In Zukunft können nun bis zu 15% der Absätze an die Gaspreise auf dem Spot-Markt gebunden werden, sagte der stellvertretende CEO Alexander Medvedev der "Financial Times" (FT).
Die an den Spot-Gas-Markt gekoppelten Erdgaspreise sind rund 25% billiger, als die an Ölpreis gebundenen Preise in langfristigen Verträgen, berichtete die Zeitung am Freitag auf ihrer Webseite. Der französische Energiekonzern GDF SUEZ habe Dreijahresverträge mit OAO Gazprom neu verhandelt, ebenso wie Italiens Eni SpA und die deutsche E.ON AG.
Medvedev erklärte, das Geschäftsfundament des Gaskonzerns aus langfristigen, an den Ölpreis gebundenen Verträgen "bleibt gleich". Er deutete jedoch an, dass zwischen 10% und 15% der Absätze von der Änderung des Preisbildungsverfahrens betroffen. "Jedes Jahr dürfen wir uns die Preise anschauen, und was wir heute getan haben, gilt nur für eine Dreijahrespreriode einschließlich 2010", sagte er. In drei Jahren werde sich die Situation wieder normalisiert haben. Gazprom drohe "weder mittel- noch langfristig eine Gefahr", so Medvedev.
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February 26, 2010 05:58 ET (10:58 GMT)
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