25.01.2013 09:40
Bewerten
 (1)

Gefahr von Stromausfällen: Netzbetreiber Tennet griff 1 000-mal ein

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Kampf gegen Stromausfälle wird für die deutschen Netzbetreiber immer aufwändiger. "Es wird immer teurer, Blackouts zu vermeiden", sagte der Deutschland-Chef des Übertragungsnetzbetreibers Tennet, Martin Fuchs, im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Freitag). "2012 mussten alleine wir knapp 1000-mal eingreifen, um kritische Situationen abzufangen."

 

    2010 - vor der Energiewende - waren es noch lediglich 290 Eingriffe. 2011 waren es zwar auch schon rund 1 000. "Aber die Eingriffe waren 2012 aufwendiger und teurer", sagte Fuchs der Zeitung. Diese Eingriffe muss Tennet teuer bezahlen - und letztlich auch der Stromverbraucher. Allein für 2012 bezifferte Fuchs die Kosten mit 150 Millionen Euro. Hinzu kommen die Kosten bei den anderen drei Übertragungsnetzbetreibern.

 

     Die Netzbetreiber müssen wegen schwankender Wind- und Sonnenstrommengen häufiger gegensteuern. Das wird nach Fuchs' Worten immer schwieriger. Während es im Vorjahr oft noch reichte, das Netz anders zu verschalten, musste Tennet 2012 öfter direkt in die Stromproduktion eingreifen. Im windreichen Norden musste der Netzbetreiber verlangen, dass effiziente Kohle- und Gaskraftwerke und sogar Windanlagen vom Netz gingen, weil es einen Angebotsüberschuss gab, während im Süden Kraftwerksbetreiber teure Öl- und Gaskraftwerke anwerfen mussten, um Nachfragespitzen zu decken.

 

    Die vielen Eingriffe sind auch deshalb nötig, weil viele wichtige Nord-Süd-Verbindungen fehlen, die den Windstrom aus dem Norden ausreichend in den Süden bringen könnten. Die Eingriffe wegen dieser fehlenden Leitung kosteten jährlich rund 100 Millionen Euro, sagte Fuchs. "Das entspricht etwa den Investitionskosten für die Leitung. Sie würde sich also volkswirtschaftlich schon in ein, zwei Jahren amortisieren", sagte Fuchs./stk/fbr

 

Artikel empfehlen?
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu E.ON AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Meistgelesene EON News

Keine Nachrichten gefunden.
Weitere EON News

EON Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.



Die 5 beliebtesten Top-Rankings






mehr Top Rankings
Unsere siegreichen DFB-Kicker erhalten für ihren WM-Sieg die Rekord-Prämie von 300.000 Euro pro Mann. Halten sie dies für angenessen?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen