06.07.2012 16:50
Bewerten
(6)

Gegenaufruf im Ökonomenstreit: Bankenunion sinnvoll

DRUCKEN
    FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Streit um die richtigen Antworten auf die Schuldenkrise haben 15 namhafte Volkswirte sich hinter die Beschlüsse des jüngsten Euro-Gipfels gestellt. "Ein gemeinsamer Währungsraum mit freien Kapitalströmen kann ohne eine Europäische Bankenunion nicht sinnvoll funktionieren. Die Beschlüsse auf dem letzten EU-Gipfeltreffen gehen deshalb in die richtige Richtung", schreiben die Ökonomen in einer am Freitag in Frankfurt veröffentlichten Stellungnahme.

 

    Beatrice Weder di Mauro (Ex-Wirtschaftsweise), Dennis Snower (Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft/IfW), Hans-Helmut Kotz (Ex-Bundesbankvorstand) und zwölf weitere Ökonomen gehen damit auf Konfrontationskurs zu der Protestbewegung um den Chef des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn. Etwa 170 deutschsprachige Volkswirte hatten in einem offenen Brief davor gewarnt, dass die geplante Bankenunion neue Haftungsrisiken unter anderem für die deutschen Steuerzahler schaffe.

 

    Davor warnen auch die Unterzeichner des Frankfurter Gegenaufrufs: Es dürfe "keinesfalls um eine Vergemeinschaftung der Haftung für Bankschulden" gehen. "Vielmehr kommt es darauf an, dass die europäische Bankenaufsicht wirksame Durchgriffsrechte auf insolvente Banken in den Krisenländern bekommt." Die 15 Ökonomen sind überzeugt: "Nur eine europäische Bankenaufsicht mit weitreichenden Eingriffsrechten kann die enge Bindung zwischen Staats- und Bankfinanzen sowie nationalen Regulatoren wirkungsvoll durchbrechen. Jetzt besteht die Chance, dies umzusetzen und damit einen wichtigen Schritt zur dauerhaften Lösung der Probleme im Euroraum zu machen."/ben/hqs/DP/hbr

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Vier Gewinneraktien der Autorevolution

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt wurde deutlich: Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Alle großen Automobilhersteller stellen ihre Produktionslinien um. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche vier Aktien durch autonomes Fahren und Elektromobilität auf der Gewinnerseite stehen könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX fällt wegen Katalonien kräftig -- Asiens Börsen uneinig -- SAP hebt Ausblick an -- Varta-IPO: Börsengang erfolgreich -- eBay, American Express, Unilever, Dürr im Fokus

Warum der Katalonien-Konflikt den Eurokurs belastet. Chinas Wirtschaft wächst robust - aber kaum Hoffnung auf Reformen. KION-Aktie tiefrot: Prognosesenkung wegen schwacher Nachfrage bei Großprojekten. Whiskey-Absatz beschert Pernod Ricard guten Start ins Jahr. Indianerstamm verklagt Amazon und Microsoft.

Top-Rankings

KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Siebenstelliges Jahresgehalt
In diesen Bundesländern leben die Bestverdiener

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Deutsche Bank AG514000
Millennial Lithium CorpA2AMUE
CommerzbankCBK100
GeelyA0CACX
Bitcoin Group SEA1TNV9
Apple Inc.865985
Infineon AG623100
Varta AGA0TGJ5
EVOTEC AG566480
E.ON SEENAG99
Allianz840400
Amazon906866