04.07.2013 13:00
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Deutsche Bank wird von Südkorea verwarnt

Geltende Gesetze verletzt: Deutsche Bank wird von Südkorea verwarnt | Nachricht | finanzen.net
Geltende Gesetze verletzt
Die südkoreanische Finanzaufsicht FSS hat der Filiale der Deutschen Bank in Seoul eine offizielle Warnung erteilt, weil sie unter anderem ohne entsprechende Lizenz Brokergeschäfte durchgeführt hatte.
Die Zweigstelle habe von 2009 bis 2011 als Vermittler zwischen der Tochtergesellschaft Deutsche Securities Korea und 14 Kunden für ausländische Anleiheemissionen fungiert. Dafür habe sie aber keine Lizenz gehabt, teilte Südkoreas Finanzaufsicht mit. Zudem habe die Bank an die Tochtergesellschaft Kundeninformationen weitergegeben, ohne dass die betroffenen Kunden zugestimmt hätten.

   Mit der offiziellen Warnung fährt die Regulierungsbehörde gleich schweres Geschütz auf, denn diese wiegt schwerer als die gebräuchlichere und leichtere Abmahnung. Nach lokalen Gesetzen kann die FSS bei jedem Unternehmen, das drei solcher Warnungen innerhalb von drei Jahren bekommen hat, die teilweise oder vollständige Einstellung des Geschäftes anordnen.

   Die Bankfiliale sei vom 16. August bis zum 5. September überprüft worden. Dabei habe die FSS festgestellt, dass die Zweigstelle die geltenden Gesetze "systematisch verletzt" habe. Die Behörde erteilte zudem auch neun Managern und Mitarbeitern der Bank einen Verweis.

   "Die Deutsche Bank respektiert die Ergebnisse der Regulierungsbehörde und hat ihre interne Governance-Struktur in Korea proaktiv verändert", sagte ein Bank-Sprecher in Hongkong.

   Es ist nicht das erste Mal, dass Deutschlands größter Bankkonzern von den Behörden in Seoul verwarnt wurde. 2005 hatte die Filiale schon einmal eine offizielle Warnung für Verstöße erhalten, die aber nicht öffentlich gemacht wurde. 2011 musste die Wertpapiersparte wegen mutmaßlicher Marktmanipulationen ihr Geschäft sechs Monate lang teilweise einstellen.

   Damals hatte die Finanzaufsicht entschieden, dass das Brokerhaus sich am 11. November 2010 in unzulässiger Weise im Arbitragehandel zwischen den Futures- und den Spotmärkten engagiert hatte. Dies habe an jenem Tag zu einem Kurseinbruch an der Börse in Seoul in den letzten 10 Minuten vor Handelsschluss geführt. Laut damaligen Zeitungsberichten wurden kurz vor Börsenschluss massiv Aktienoptionen auf den Markt geworfen. Die Deutsche Bank sagte seinerzeit, sie sei "enttäuscht" über die Feststellungen des Regulierers.

DJG/DJN/sha/bam

   (SEOUL) Dow Jones Newswires

Bildquellen: Deutsche Bank AG, Terramara / pixelio.de
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