WASHINGTON (dpa-AFX) - Die amerikanischen Wettbewerbshüter feiern das Scheitern der Übernahme von T-Mobile USA (
Deutsche Telekom) als Sieg für die Mobilfunk-Nutzer. "Die Kunden sind die Gewinner", sagte die oberste Kartellwächterin Sharis Pozen am späten Montag. "Hätte AT&T tatsächlich T-Mobile übernommen, hätten den Kunden höhere Preise und verschleppte Innovationen gedroht."
Das Justizministerium hatte Ende August gegen den 39 Milliarden Dollar schweren Verkauf geklagt, denn von vier landesweit vertretenen Mobilfunkern wären nur drei übrig geblieben, neben AT&T noch Verizon (Verizon Communications) Wireless und die wesentlich kleinere Sprint (Sprint Nextel) . "Ein wichtiger Konkurrent bleibt im Markt", sagte der stellvertretende Justizminister James Cole zu T-Mobile USA. Die Deutschen gelten als Preisbrecher.
Der Vorsitzende des Netzregulierers FCC, Julius Genachowski schlug in die gleiche Kerbe. Gleichzeitig verlangte er, dass der US-Kongress zusätzliche Frequenzen für den Mobilfunk freigibt. Vor allem in den Großstädten ist das Netz wegen der inzwischen weit verbreiteten Smartphones häufig überlastet. Mit dem T-Mobile-Kauf hatte AT&T sein eigenes Netz stärken wollen./das/DP/dct