HALLE/WESTFALEN (dpa-AFX) - Der Modekonzern Gerry Weber (
GERRY WEBER International) bleibt trotz eines schlechter werdenden Umfeldes im Textileinzelhandel auf Wachstumskurs. Der Umsatz habe sich vor allem dank der jüngsten Übernahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 (31. Oktober) um 14 Prozent auf 802,3 Millionen Euro erhöht, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 16 Prozent auf 115,9 Millionen Euro.
Mit den Eckdaten erfüllte der Konzern seine selbst gesteckten Ziele. Die im MDAX (MDAX) notierte Aktie legte in den ersten Handelsminuten rund ein Prozent zu und konnte damit einen Teil der Vortagsverluste wieder wettmachen. Die endgültigen Zahlen will Gerry Weber am 27. Februar veröffentlichen.
Auch 2012/13 will Gerry Weber an den Zuwächsen des abgelaufenen Geschäftsjahres anknüpfen. Der Umsatz soll bei 890 bis 900 Millionen Euro. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) peilt die Gesellschaft einen Wert zwischen 131 und 135 Millionen Euro an. Damit würde sich eine EBIT-Marge von 14,7 bis 15,0 (2012: 14,5) Prozent ergeben. Wichtigster Umsatz- und Ergebnistreiber werde das Einzelhandelsgeschäft bleiben.
Im laufenden Geschäftsjahr will Gerry Weber bis zu 75 in Eigenregie geführte Filialen überwiegend im Ausland eröffnen. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der eigenen Filialen um 255 auf 490 Geschäfte. Das Großhandelsgeschäft will das Unternehmen aus Halle vor allem außerhalb der Eurozone ausbauen. Im Fokus stehen dabei unter anderem Russland, der Mittlere Osten, Skandinavien sowie USA und Kanada./mne/zb/fbr