von Lars Winter, Euro am Sonntag
Spannend wird es bald bei der Deutschen Rohstoff AG. In den kommenden Wochen werden konkrete Daten (Ressourcenschätzungen nach australischem JORC-Standard) zu den Zinnvorkommen in Geyer und Gottesberg im sächsischen Erzgebirge erwartet. Nirgendwo sonst auf der Welt liegt mehr Zinn im Boden. Sollten die Daten gut ausfallen, dürften sich die Rahmenbedingungen für den geplanten Börsengang der Zinntochter Tin International, der für Ende Oktober geplant ist, deutlich verbessern. Der Small Cap eignet sich unter dem Strich allerdings nur für sehr spekulative Anleger.
Das gilt auch für die Aktie der Beteiligungsgesellschaft Corona Equity Partner. Der von €uro am Sonntag zu Wochenstart auf
Finanzen.net vorab verkündete Großauftrag von Siemens für die Corona-Tochter SBF Spezialleuchten wurde nun offiziell bestätigt. Wie wir hören, soll es in den kommenden Wochen weiteren positiven Newsflow aus dem Corona-Portfolio geben. Mutige Neueinsteiger greifen zu.
Dass Mut zum Risiko an der Börse auch belohnt wird, konnten Anleger bei der Aktie der Beteiligungsgesellschaft MBB Industries erleben. Wir hatten den Nebenwert Ende Mai zu Kursen um rund acht Euro empfohlen. Kursgewinn seither: über 50 Prozent. Schon damals hatten wir auf die attraktive Bewertung der Aktie und das wachstumsträchtige Portfolio hingewiesen. Die Halbjahreszahlen belegen unsere Einschätzung: Der Umsatz wuchs um 73 Prozent, der Nettogewinn schnellte von 35 auf 89 Cent je Aktie in die Höhe. Und die Aussichten bleiben vielversprechend. „Unsere Geschäfte laufen auch im dritten Quartal sehr gut, es sind operativ keinerlei Bremsspuren erkennbar“, sagte Firmenchef Christof Nesemeier im Gespräch mit €uro am Sonntag.
Die Auftragseingänge entwickelten sich laut Nesemeier weiter erfreulich, die Book-to-Bill-Ratio liege nach wie vor über eins. Auf Jahressicht werde MBB Industries bei über 200 Millionen Euro Umsatz deutlich mehr als einen Euro je Aktie verdienen, schätzt der Firmenlenker. Trotz Kursrally ist der Nebenwert also noch immer für ein einstelliges KGV zu haben. Wir erhöhen unser Kursziel von elf auf 15 Euro und bleiben optimistisch gestimmt.
Kaufenswert bleibt auch die Aktie von LPKF Laser. Der Spezialmaschinenbauer und Laserspezialist legte jüngst starke Zahlen für das erste Halbjahr vor und bestätigte die Jahresprognose. Der Vorstand erwartet bei Umsätzen von bis zu 105 (Vorjahr: 91) Millionen Euro eine Ebit-Marge zwischen 15 und 17 (Vorjahr: 16,7) Prozent. Angesichts prall gefüllter Auftragsbücher halten Analysten von Close Brothers Seydler die Prognose indes für zu konservativ. Firmenchef Ingo Bretthauer beschreibt sie im Gespräch mit unserer Zeitung dagegen als „kaufmännische Vorsicht“. Zwischen den Zeilen ließ Bretthauer jedoch durchblicken, dass eine Erhöhung im Jahresverlauf nicht unwahrscheinlich sei. Die Aktie, die obendrein als heißer TecDAX-Aufsteiger gehandelt wird, hat noch Luft nach oben.
Beim Klinikbetreiber Curanum könnte es demnächst ebenfalls spannend werden. Wie wir aus Finanzkreisen hören, stehe bei einem auslaufenden Schuldscheindarlehen der West LB über 27 Millionen Euro eine Umfinanzierung zeitnah bevor. Ein erfolgreicher Abschluss mit Banken könnte die Aktie beflügeln, denn bislang hing die finanzielle Unsicherheit mit Blick auf das auslaufende West LB-Darlehen wie ein Damoklesschwert über dem Titel.
Bildquellen: Boerse Stuttgart AG