15.11.2012 08:00
Bewerten
 (1077)

Geschenke statt Kredite: Eurozone diskutiert neuen Plan für Athen

Milliardengeschenk geplant
Angesichts der dramatischen Lage in Griechenland wird einem Zeitungsbericht zufolge in der Eurozone darüber diskutiert, der Regierung in Athen erstmals Mittel in Milliardenhöhe zu schenken statt sie nur zu verleihen.
Ohne direkte Transferzahlungen oder einen Teilschuldenerlass sei das Land nicht zu retten, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus Verhandlungskreisen. Jetzt sei der Moment da, wo die Regierungen ihren Bürgern ehrlich sagen müssten, dass man einen Teil des Steuergelds, das für den Erhalt der Eurozone eingesetzt werde, wohl abschreiben müsse.

   Weil vor allem Deutschland einen Schuldenerlass zu Lasten der staatlichen Gläubiger ablehne, blieben als Ausweg nur direkte Transfers, schreibt das Blatt. Das sei auch der wahre Hintergrund des Streits zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Eurogruppe, den die Chefs beider Institutionen, Christine Lagarde und Jean-Claude Juncker, vor laufenden Kameras ausgetragen hatten. Lagarde habe darauf gedrungen, dass die Kosten der Griechenland-Rettung nicht länger verschleiert würden und die Euro-Länder die Finanzlücke schließen.

   Um einen IWF-Ausstieg zu verhindern, werde in der Währungsunion erwogen, die Zinsen auf schon vergebene Kredite an Athen radikal zu senken. Darüber hinaus habe auch die Europäische Zentralbank signalisiert, dass sie an der Schließung der griechischen Finanzlücke mitwirken könnte, heißt es. Die Notenbank hat seit Frühjahr 2011 Staatsanleihen Athens zu sehr niedrigen Kursen gekauft und sei grundsätzlich bereit, mögliche Gewinne aus einem späteren Wiederverkauf der Papiere der griechischen Regierung zur Verfügung zu stellen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   November 15, 2012 00:15 ET (05:15 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 15 AM EST 11-15-12

Bildquellen: Denis Vrublevski / Shutterstock.com, LiliGraphie / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX & Dow Jones gehen tiefrot ins Wochenende -- Zwiespältiger US-Arbeitsmarktbericht - Reicht das der Fed? -- Lufthansa-Chef sieht Aktionäre bei Streiks hinter sich -- BASF, Gazprom, RIB im Fokus

BMW-Finanzvorstand hält jahrelange Schwäche in China für möglich. Ölpreise nach US-Arbeitsmarktbericht auf Zickzackkurs. Tsipras schließt Koalition mit Sozialdemokraten nicht mehr aus. Vonovia ersetzt LANXESS im DAX. G20-Staaten bereiten sich auf Zinswende vor. Deutsche Industrie spürt Schwäche von China & Co.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die reichsten Deutschen

Deutsche Bank unter den Top 20

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Was verdient man bei Google?

Welcher Darsteller verdient am meisten?

Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?

Produkte von Google, die keiner kennt

Heute sind sie Milliardäre

mehr Top Rankings

Umfrage

In den zurückliegenden Jahren kletterten die Börsen zum Teil erheblich. Haben Sie analog dazu Ihren Zertifikate-Anteil im Portfolio erhöht?