15.11.2012 08:00

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MILLIARDENGESCHENK GEPLANT

Geschenke statt Kredite: Eurozone diskutiert neuen Plan für Athen


Angesichts der dramatischen Lage in Griechenland wird einem Zeitungsbericht zufolge in der Eurozone darüber diskutiert, der Regierung in Athen erstmals Mittel in Milliardenhöhe zu schenken statt sie nur zu verleihen.

Ohne direkte Transferzahlungen oder einen Teilschuldenerlass sei das Land nicht zu retten, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus Verhandlungskreisen. Jetzt sei der Moment da, wo die Regierungen ihren Bürgern ehrlich sagen müssten, dass man einen Teil des Steuergelds, das für den Erhalt der Eurozone eingesetzt werde, wohl abschreiben müsse.

   Weil vor allem Deutschland einen Schuldenerlass zu Lasten der staatlichen Gläubiger ablehne, blieben als Ausweg nur direkte Transfers, schreibt das Blatt. Das sei auch der wahre Hintergrund des Streits zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Eurogruppe, den die Chefs beider Institutionen, Christine Lagarde und Jean-Claude Juncker, vor laufenden Kameras ausgetragen hatten. Lagarde habe darauf gedrungen, dass die Kosten der Griechenland-Rettung nicht länger verschleiert würden und die Euro-Länder die Finanzlücke schließen.

   Um einen IWF-Ausstieg zu verhindern, werde in der Währungsunion erwogen, die Zinsen auf schon vergebene Kredite an Athen radikal zu senken. Darüber hinaus habe auch die Europäische Zentralbank signalisiert, dass sie an der Schließung der griechischen Finanzlücke mitwirken könnte, heißt es. Die Notenbank hat seit Frühjahr 2011 Staatsanleihen Athens zu sehr niedrigen Kursen gekauft und sei grundsätzlich bereit, mögliche Gewinne aus einem späteren Wiederverkauf der Papiere der griechischen Regierung zur Verfügung zu stellen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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   November 15, 2012 00:15 ET (05:15 GMT)

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Kommentare zu diesem Artikel

KarajaM schrieb:
15.11.2012 12:32:37

Prima, ich bin auch pleite! Wer schnekt mir?

Trickmov schrieb:
15.11.2012 10:53:15

2. Die Schuldigen an der Situation wurden sowohl in Griechenland als auch in Europa bisher nicht zur Verantwortung gezogen - schließlich wurde bei den griechischen Zahlen jahrelang auch mit Wissen der EU gelogen.

Trickmov schrieb:
15.11.2012 10:52:03

Was ich persönlich bei dieser ganzen unseligen Griechenland-Diskussion immer wieder vermisse, sind zwei Dinge:

1. die an Griechenland überwiesenen Hilfs-Gelder sind ja gar nicht für Griechenland, sondern nur dafür, dass Griechenland die Gläubiger aus anderen Staaten weiterhin bedienen kann.

findedenfehler schrieb:
15.11.2012 10:21:02

ÄÄÄäähm ??? Gehts noch? Wenn wir doch schon dabei sind den Griechen Milliarden zu schenken ... dann bitte jedem deutschem Staatsbürger auch eine Million in bar bitte!! Sonst sag ich : NEIN! Lasst den Mist! Schmeist endlich jeden raus der nicht zahlungsfähig ist! Fertig! Schluss damit!

b.p. schrieb:
15.11.2012 10:20:54

ja, schiebt alles den Griechen in den Arsch.
was für eine Welt

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