21.02.2013 13:01
Bewerten
 (0)

Gewerkschaftsmitglieder stimmen Tarifabschluss bei E.ON zu

   Von Hendrik Varnholt

   Die Gewerkschaftsmitglieder beim größten deutschen Energiekonzern E.ON geben sich mit Lohnerhöhungen um 2,8 Prozent zufrieden. In einer Urabstimmung nahmen die Beschäftigten die Tarifeinigung an, die die Gewerkschaften Verdi und IG BCE mit dem Arbeitgeber ausgehandelt hatten. Verdi bezifferte die Zustimmung unter den eigenen Mitgliedern auf 64,2 Prozent. Die IG BCE sprach von rund 73 Prozent Zustimmung.

   Die Gewerkschaften hatten in der Tarifauseinandersetzung für rund 30.000 E.ON-Beschäftigte zunächst 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert. In den Verhandlungen erreichten sie außer der Tariferhöhung um 2,8 Prozent und einer Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro auch eine Vereinbarung zur Übernahme von Auszubildenden: Ausbildungsabsolventen des Jahres 2014 würden befristet für 12 Monate übernommen, teilte Verdi mit. Bis zum Jahr 2016 soll zudem eine Regelung für neu gegründete Konzerngesellschaften gelten. Die Tarifbindung von Mitarbeitern, die in solche Tochterunternehmen wechseln, wird nach Verdi-Angaben mindestens bis dahin "berücksichtigt".

   Den Tarifstreit bei E.ON hatten Verdi und IG BCE mit für die Energiebranche bislang ungewohnter Härte ausgetragen. Die Gewerkschaften riefen sogar zur Urabstimmung über einen Streik auf. Mehr als 90 Prozent der bei E.ON beschäftigten Mitglieder von Verdi und IG BCE stimmten daraufhin für einen unbefristeten Arbeitskampf. Zur Annahme des Tarifabschlusses war deshalb die nun beendete zweite Urabstimmung nötig.

   Die Tariferhöhung fällt für E.ON in eine schwierige Zeit. Das Unternehmen leidet wie andere Energieversorger unter den Folgen der Energiewende: Während Strom für Verbraucher immer teurer wird, sinken die Großhandelspreise. Gründe dafür sind das zeitweise bestehende Überangebot an Strom aus Erneuerbaren Energien und die derzeit verhaltene Nachfrage in Deutschland sowie den Nachbarländern. Weil Elektrizität etwa aus Windkraft und Sonnenenergie Vorrang bei der Einspeisung hat, sind konventionelle Kraftwerke immer seltener am Netz. E.ON prüft deshalb die Schließung solcher Anlagen. Der Konzern reduziert zudem die Investitionen und will weltweit rund 11.000 Stellen abbauen.

   Auch beim Energieversorger RWE schwelt weiter ein Tarifstreit. In der Auseinandersetzung bei dem E.ON-Konkurrenten geht es allerdings vorrangig um eine Regelung zur Beschäftigungssicherung. Nach Gewerkschaftsangaben hat sich RWE mittlerweile bereit erklärt, den Kündigungsschutz zu verlängern. Verdi und IG BCE haben mit dem Unternehmen deshalb für den morgigen Freitag eine weitere Verhandlungsrunde vereinbart. RWE will nach früheren Plänen weltweit rund 8.000 Stellen abbauen. 2.400 Arbeitsplatzstreichungen könnten hinzukommen. Auch RWE ist von den Folgen der Energiewende betroffen.

   Kontakt zum Autor: hendrik.varnholt@dowjones.com

   DJG/hev/cbr

   (END) Dow Jones Newswires

   February 21, 2013 06:46 ET (11:46 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 46 AM EST 02-21-13

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.07.2016EON SE OutperformBernstein Research
20.07.2016EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
20.07.2016EON SE SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.07.2016EON SE HaltenIndependent Research GmbH
14.07.2016EON SE OutperformBernstein Research
20.07.2016EON SE OutperformBernstein Research
20.07.2016EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.07.2016EON SE OutperformBernstein Research
08.07.2016EON SE OutperformBernstein Research
28.06.2016EON SE buyGoldman Sachs Group Inc.
15.07.2016EON SE HaltenIndependent Research GmbH
05.07.2016EON SE NeutralCitigroup Corp.
13.06.2016EON SE NeutralCredit Suisse Group
10.06.2016EON SE HaltenIndependent Research GmbH
09.06.2016EON SE HaltenDZ-Bank AG
20.07.2016EON SE SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.07.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
14.06.2016EON SE SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.06.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
03.06.2016EON SE ReduceKepler Cheuvreux
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX geht stabil ins Wochenende -- Wall Street freundlich -- PayPal-Deal mit Visa -- ElringKlinger kassiert Prognose -- Starbucks, Boeing, AMD im Fokus

Teile ehemaliger Bilfinger-Sparte offenbar wieder zum Verkauf. Rekordtransfer: Schürrle-Wechsel zum BVB offiziell. Gewinneinbruch bei American Airlines. GE punktet mit Energie und Luftfahrt. VW-Konzern setzt in Südkorea Verkauf von 79 Modellen aus. Heideldruck-Chef Linzbach verlässt Unternehmen. EZB-Vertreter: Probleme italienischer Banken lösbar.
Die wertvollsten Marken 2016
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung sieht keine Auswirkungen des Putschversuchs in der Türkei auf das Flüchtlingsabkommen mit der EU. Sehen Sie das auch so?