05.02.2013 13:10
Bewerten
 (0)

Munich Re belohnt Aktionäre mit höherer Dividende

Gewinn vervierfacht
Das Gesamtjahr 2012 war für Munich Re sehr erfolgreich. Weil es deutlich weniger Naturkatastrophen gab als im Vorjahr, konnte der weltgrößte Rückversicherer nach Prämien seinen Gewinn kräftig steigern.
Außerdem will der Konzern die Dividende um 75 Cent auf 7 Euro anheben. Das honorieren die Anleger. Die Aktie gehört zu den Gewinnern im DAX.

   Gleichwohl gab es im vierten Quartal einen Rückgang bei den Gewinnen zu verzeichnen. Ursache dafür waren neben Wirbelsturm Sandy die Umstrukturierung der Skandaltochter Ergo sowie Verluste bei Munich Health.

   Mit insgesamt 800 Millionen Euro belastete Sandy das Geschäft der Münchener im vierten Quartal. Da der Konzern allerdings Rückstellungen aus früheren Jahren von 600 Millionen Euro auflösen konnte, wurden die Kosten großteils kompensiert. Diese Auflösung erklärt auch die hervorragende Schaden-Kosten-Quote im vierten Quartal von 83,2 Prozent bei der Schaden- und Unfall-Rückversicherung. Für das Gesamtjahr lag sie in dem Segment bei 91,0 Prozent - ein sehr guter Wert gegenüber dem Vorjahr, als die Quote noch 113,8 Prozent betrug.

   Die Schaden-Kosten-Quote gibt Aufschluss darüber, ob ein Unternehmen im Kernversicherungsgeschäft profitabel ist. Quoten unter 100 sind gut, darüber zahlt der Konzern drauf.

   Im Vergleich zur Konkurrenz wurde Munich Re von Sandy am härtesten getroffen. Allianz hatte kürzlich bekannt gegeben, dass der Wirbelsturm den Konzern 590 Millionen US-Dollar - das sind rund 441 Millionen Euro - koste. Hannover Rück und deren Konzernmutter Talanx beziffern den Konzernschaden auf 306 Millionen Euro. In dieser Summe ist die von Hannover Rück gemeldete Schadenshöhe von 237,5 Millionen Euro vollständig enthalten.

   Munich Re beziffert die Gesamtkosten für Naturkatastrophen in dem am Dienstag vorgelegten vorläufigen Zahlen auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro. 2011 waren es unter anderem durch den Tsunami in Japan 4,5 Milliarden Euro gewesen. Somit war 2012 trotz Wirbelsturm, der der Branche nach Schätzungen der Münchener versicherte Gesamtschäden von rund 19 Milliarden Euro bescherte, ein schadensarmes Jahr.

   Der Wirbelsturm Sandy traf Ende Oktober südlich von New York bei Atlantic City auf die US-Ostküste. Er richtete vor allem durch Überflutungen schwere Schäden an.

   Bei der Erstversicherungstochter Ergo musste Munich Re im vierten Quartal Verluste von 90 Millionen Euro verbuchen - 20 Millionen mehr als im Vorjahresquartal. Ursache für den Verlust sind Kosten für die Restrukturierung des Vertriebs. Sie schlugen mit 130 Millionen Euro zu Buche. Ergo war mit verschiedenen Lustreisen in die Schlagzeilen geraten.

   Ein weiteres Konzernsorgenkind ist die Marke Munich Health. Sie sorgte im vierten Quartal für 160 Millionen Euro Verluste, nachdem im Vorjahresquartal noch ein schmaler Gewinn von 20 Millionen Euro angefallen war. Ausschlaggebend für den Verlust war das US-Geschäft der Tochter Windsor Health Group (WHG) sowie Abschreibungen auf diesen Bereich. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses schließt Munich Re nicht aus, dass es hier auch 2013 einen Verlust geben kann.

   Im vierten Quartal fiel der Konzerngewinn um rund ein Viertel auf 480 Millionen Euro. Trotzdem verdiente der Konzern im Gesamtjahr 3,2 Milliarden Euro - rund viereinhalb Mal so viel wie noch 2011. Einen Ausblick für 2013 bleibt der größte Rückversicherer allerdings zunächst schuldig.

   Neben den vorläufigen Ergebnissen legte der Konzern Zahlen zu den Vertragserneuerungen zum 1. Januar bei den Rückversicherungsverträgen im Schaden- und Unfallsegment vor. Etwas mehr als die Hälfte des Nicht-Leben-Geschäfts stand zur Erneuerung an. Das entspricht einem Prämienvolumen von etwa 9,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen Preissteigerungen von 0,5 Prozent durchsetzen. Beim Volumen der erneuerten Verträge ging es 1,5 Prozent runter.

   Bereits am Vortag hatte Konkurrent Hannover Rück die Zahlen für die Vertragsverlängerungen präsentiert. Der Rückversicherer konnte das Prämienvolumen um 1 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro steigern. Allerdings seien wegen des größeren Konkurrenzdrucks - etwa im Heimatmarkt Deutschland - nur geringe Preissteigerungen durchzusetzen gewesen.

   Swiss Re gibt erst am 21. Februar Einblick in die Zahlen.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 50 AM EST 02-05-13

Das schütten die DAX-Konzerne 2013 wohl an ihre Aktionäre aus:

 

Platz 30: ThyssenKrupp

Bereits am 18. Januar 2013 fand die Hauptversammlung bei ThyssenKrupp statt. Eine Dividendenzahlung wird 2013 nicht ausgeschüttet.

Quelle: Reuters Bild: ThyssenKrupp AG

Bildquellen: Munich Re

Nachrichten zu Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (vink. NA)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (vink. NA)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.06.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft buyJefferies & Company Inc.
16.06.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft overweightJP Morgan Chase & Co.
03.06.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft buySociété Générale Group S.A. (SG)
02.06.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft overweightMorgan Stanley
02.06.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft buyGoldman Sachs Group Inc.
14.04.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft SellGoldman Sachs Group Inc.
18.03.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft SellGoldman Sachs Group Inc.
05.02.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft SellGoldman Sachs Group Inc.
14.01.2016Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft SellGoldman Sachs Group Inc.
11.12.2015Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft SellGoldman Sachs Group Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (vink. NA) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

Nach Brexit-Entscheid: DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- US-Börsen massiv im Minus -- Briten stimmen für EU-Ausstieg -- Staatsanwaltschaft durchsucht Zentrale von thyssenkrupp

Erneut Warnstreiks bei Amazon in Leipzig. Lufthansa Cargo verlangt von Mitarbeitern Gehaltsverzicht. Deutsche Post verliert Finanzvorstand Rosen. Aktiencrash hat offenbar fünf Billionen Dollar vernichtet. Brexit Step-by-step: So geht's für die Briten jetzt weiter.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der World Wealth Report 2016
Hier ist Leben preiswert!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Am Donnerstag, den 23. Juni blicken die Anleger mit Spannung auf das EU-Referendum der Briten. Welchen Ausgang erwarten Sie?