Gewinnmitnahmen drücken DAX & Co -- VW dementiert Kapitalerhöhung -- Deutsche Bank enttäuscht trotz Mrd-Gewinn - Aktie unter Druck -- IBM: Milliardenübernahme -- EADS: Gewinnrückgang enttäuscht
Heute anstehende Termine:
- USA: Verbrauchervertrauen Juli
- USA: State Street Investor Confidence Index Juli
- Ahold: Quartalszahlen
- American Financial: Quartalszahlen
- B/E Aerospace: Quartalszahlen
- Canon: Quartalszahlen
- DAB Bank: Quartalszahlen
- Deutsche Bank: Quartalszahlen
- Dialog Semiconductor: Quartalszahlen
- Endesa: Quartalszahlen
- EADS: Quartalszahlen
- GRENKELEASING: Quartalszahlen
- Office Depot: Quartalszahlen
- STMicroelectronics: Quartalszahlen
- Viacom: Quartalszahlen
- Xsatra: Quartalszahlen
Gewinnmitnahmen drücken Dax & Co
Nach zunächst uneinheitlichem Start haben sich die deutschen Börsen im weiteren Handelsverlauf dem Abwärtstrend ergeben. Anleger nahmen nach der Rallye der vergangenen Tage Gewinne mit und drückten die deutschen Indizes ins Minus. Die Verluste wurden nach Handelsstart in den USA nochmals größer, da auch von der Wall Street Negativimpulse, wie ein schwaches Verbrauchervertrauen, vermeldet wurden. Im Fokus der Anleger stand die Quartalsbilanz der Deutschen Bank. Der Branchenprimus hat dank einer starken Investmentbankingsparte abermals einen Milliardengewinn eingefahren und setzt damit die mehrheitlich positive Bankenberichtssaison auch hierzulande weiter fort. Anleger zeigten sich dennoch nicht überzeugt - besonders die erhöhte Risikovorsorge des Instituts sorgte für Verunsicherung - die Aktie gab deutlich nach. Auch der Europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat seine Bücher geöffnet und enttäuschte mit seiner Gewinnentwicklung. Die Spekulationen um eine Kapitalerhöhung bei Volkswagen hielten an. Der Konzern selbst dementierte.
Der DAX legte zum Handelsstart am Dienstag rund ein halbes Prozent zu und verteidigte die Gewinne zunächst weiter. Nach einem kurzen Sprung über 5.300 Punkte setzten Gewinnmitnahmen ein - der Leitindex rutschte in die Verlustzone und ging 1,5 Prozent schwächer bei 5.175 Zählern aus dem Handel.
Der TecDAX rutschte bereits früh ins Minus, am Ende belief sich das Minus auf 2,0 Prozent - das Börsenbarometer schloss bei 650 Punkten.
17:27 Uhr: Euro unter Druck
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat ihre Gewinne am Dienstag vollständig abgegeben und verlor zum Dollar am Nachmittag an Boden. Schuld war die enttäuschende Entwicklung des US-Verbrauchervertrauens, das den Konjunkturpessimismus zurück an die Devisenmärkte brachte. Davon profitiert in der Regel der Greenback, der in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit als sicherer Hafen gilt.
17:21 Uhr: VW dementiert Kapitalerhöhung
Der Chef des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns, Martin Winterkorn, hat Spekulationen um eine anstehende Kapitalerhöhung eine Absage erteilt. "Momentan braucht Volkswagen keine Kapitalerhöhung", so der Manager gegenüber der "Bild"-Zeitung. In Medien hatte es zuvor geheißen, der Konzern ziehe über die Ausgabe neuer Vorzugsaktien eine Kapitalerhöhung über vier Milliarden Euro in Betracht, um sein Kreditrating im Falle einer Porsche-Übernahme nicht zu gefährden.
16:10 Uhr: US-Verbrauchervertrauen verfehlt Erwartungen
Das US-Verbrauchervertrauen ist im Juli laut einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board zurückgegangen. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung hervor. Demnach lag der entsprechende Index im Berichtszeitraum bei 46,6 Punkten, nach revidiert 49,3 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten zuvor einen Stand von 49,0 Punkten erwartet.
16:09 Uhr: Insiderhandel bei EADS?
Sieben Manager des Europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS sind unter den Verdacht des Insiderhandels geraten. Sowohl der ehemalige Co-Chef Noël Forgeard als auch der Deutsche Andreas Sperl gehören demnach zu den Verdächtigen. Der Vorwurf lautet, dass sich die Betroffenen in den Jahren 2005 und 2006 vor Bekanntgabe der Probleme mit den Airbus-Programmen A380 und A350 von Anteilsscheinen in Millionenhöhe getrennt und damit Insiderwissen ausgenutzt haben.
15:53 Uhr: US-Häuserpreise ziehen im Mai an
Die US-Häuserpreise sind im Mai gestiegen. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller Home Price-Index hervorgeht, haben sich die Häuserpreise in den USA im Berichtsmonat gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent erhöht. Damit konnte die lange anhaltende Abwärtsbewegung des S&P/Case-Shiller Home Price-Index unterbrochen werden.


