Das Unternehmen Gilead Sciences, Inc. (NASDAQ: GILD), hat heute bekannt
gegeben, dass es mit der Aufnahme von Patienten in Phase II einer
klinischen Studie zu seiner in Entwicklung befindlichen HIV-1-Behandlung
mittels einer einmal täglich eingenommenen Einzeltablette auf Basis des
Integrase-Inhibitors Elvitegravir sowie GS 9350 und Truvada®
(200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) begonnen
hat. GS 9350 ist ein Prüfpräparat, das als "Verstärker" zur Erhöhung der
Blutwerte und zur pharmakologischen Wirkungssteigerung entwickelt wird,
wodurch eine einmalige tägliche Dosierung für gewisse Medikamente
ermöglicht wird, so auch für Elvitegravir, den in Entwicklung
befindlichen HIV-Integrase-Inhibitor von Gilead. Phase II der Studie
dient der Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung im
Vergleich zur einmal täglichen Einnahme von Atripla® (600 mg
Efavirenz / 200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat).
Für die Studie werden an zirka 50 Untersuchungsstandorten in den USA 75
erwachsene Patienten mit einer HIV-1-Infektion und ohne vorherige
Erfahrung mit antiretroviralen Behandlungen aufgenommen.
"Die Initiierung der Phase II dieser Studie ist ein wichtiger
Meilenstein in der Entwicklung unserer HIV-Behandlung mit einer
einzelnen, täglich eingenommenen Tablette auf Basis eines
Integrase-Inhibitors", sagte Dr. Norbert Bischofberger, Executive Vice
President der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und Chief Scientific
Officer bei Gilead Sciences. "Die Einzeltagesdosis Atripla ist für viele
Patienten zur Standardbehandlung geworden, besonders für diejenigen, die
neu behandelt werden. Falls sich die Behandlung mit dieser neuen
Tablette als sicher und wirksam erweist, könnte sie zu einer wichtigen
Ersatzlösung für diese Patienten werden."
Seit der Zulassung im Jahr 2006 ist Atripla das einzige verfügbare
Medikament zur Behandlung von HIV mit einer einzelnen, einmal täglich
eingenommenen Tablette. Atripla wird in den USA und in Europa gemeinsam
von Gilead und Bristol-Myers Squibb vermarktet. Gilead untersucht GS
9350 auch als eigenständigen Verstärker für weitere antiretrovirale
Wirkstoffe, insbesondere für Protease-Inhibitoren. Noch in diesem
Quartal will Gilead die Phase II einer klinischen Studie zur
Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit von Atazanavir mit GS 9350
als Verstärker im Vergleich zu Atazavanir mit dem Verstärker Ritonavir
initiieren, wobei beide Wirkstoffe mit Truvada kombiniert werden.
Ritonavir ist momentan der einzige Verstärker für die HIV-Therapie.
Über Phase II der Studie
Phase II der klinischen Studie ist eine randomisierte Doppelblindstudie
über 48 Wochen zur Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit einer
Einzeltablette mit Elvitegravir, GS 9350 und Truvada im Gegensatz zu
Atripla. Beide Medikamente werden an erwachsene, behandlungsnaive
HIV-Patienten verabreicht, die HIV-RNA-Werte (Viruslast) von mindestens
5000 Kopien pro ml und mehr als 50 CD4-Zellen pro mm3
aufweisen. Aufnahmebedingungen sind, dass die Patienten keine
Resistenzmutationen gegen nukleosidische
Reverse-Transkriptase-Inhibitoren, nichtnukleosidische
Reverse-Transkriptase-Inhibitoren oder primäre Protease-Inhibitoren
(gemäß der Definition in den Richtlinien der International AIDS Society
USA) und keine vorherige Erfahrung mit antiretroviralen Behandlungen
aufweisen.
Die 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie werden randomisiert
(2:1) und erhalten einmal täglich eine Tablette, die entweder 150 mg
Elvitegravir / 150 mg GS 9350 / 200 mg Emtricitabin / 300 mg
Tenofovir-Disoproxil-Fumarat (n=50) oder Atripla (600 mg Efavirenz /
200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) (n=25)
enthält.
Primärer Endpunkt ist der Anteil an Patienten mit einer Viruslast von
weniger als 50 Kopien pro ml nach 24 Behandlungswochen. Zu den
sekundären Endpunkten gehören der Anteil an Patienten mit einer
Viruslast von weniger als 50 Kopien pro ml nach 48 Behandlungswochen
sowie die Sicherheit und Verträglichkeit der beiden Wirkstoffe nach 48
Behandlungswochen.
Nach 48 Wochen nehmen die Patienten weiter ihr verblindetes
Prüfmedikament ein, bis die Behandlungszuteilung aufgedeckt wird. Danach
bekommen alle Patienten die Gelegenheit, den Versuch in einer offenen
Rollover-Phase fortzusetzen, in der sie die Tablette mit Elvitegravir,
GS 9350 und Truvada erhalten.
Zusätzliche Informationen zur Studie sind erhältlich unter www.clinicaltrials.gov.
Über Elvitegravir
Elvitegravir ist ein HIV-Integrase-Inhibitor. Im Gegensatz zu anderen
antiretroviralen Wirkstoffen hemmen Integrase-Inhibitoren die Vermehrung
des HI-Virus, indem sie die Verschmelzung des Virus mit dem Genmaterial
der menschlichen Wirtszellen verhindern. Elvitegravir, auch bekannt als
GS 9137 oder JTK 303, wurde im März 2005 von Japan Tobacco Inc. (JT) an
Gilead lizenziert. Gemäß den Bestimmungen der Vereinbarung zwischen
Gilead und JT verfügt Gilead über die exklusiven Rechte zur Entwicklung
und Vermarktung von Elvitegravir in allen Ländern außer in Japan, wo die
Rechte bei JT bleiben. Elvitegravir befindet sich in der Entwicklung und
wurde noch nicht für sicher oder wirksam in Bezug auf die Anwendung am
Menschen befunden.
Über GS 9350
GS 9350 ist der von Gilead gesetzlich geschützte potente Inhibitor des
Cytochroms P450 3A (CYP3A), eines Stoffwechselenzyms zum Abbau von
Medikamenten im menschlichen Körper. Gilead untersucht GS 9350 auch in
Bezug auf sein Potenzial als Verstärker für handelsübliche
HIV-Protease-Inhibitoren, die in vielen Medikamenten zur HIV-Behandlung
eingesetzt werden. GS 9350 befindet sich in der Entwicklung und wurde
noch nicht für sicher oder wirksam in Bezug auf die Anwendung am
Menschen befunden.
Wichtige Hinweise zur
Produktsicherheit von Truvada und Atripla
Bei der Verwendung von Nukleosidanaloga, ob allein oder in Verbindung
mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen wie zum Beispiel dem
Truvada-Bestandteil Viread (Tenofovir-Disoproxil-Fumarat), sind zum Teil
tödliche Fälle von Laktatazidose und schwerer Hepatomegalie mit
Steatosis berichtet worden. Truvada und Atripla sind nicht zur
Behandlung von chronischen Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV)
zugelassen, und ihre Sicherheit und Wirksamkeit ist bei Patienten mit
einer gleichzeitigen HBV- und HIV-1-Infektion nicht nachgewiesen worden.
Schwere akute Exazerbationen von Hepatitis B sind bei Patienten mit
einer gleichzeitigen HBV- und HIV-1-Infektion berichtet worden, die die
Einnahme von Emtriva (Emtricitabin) oder Viread abgebrochen haben. Beide
Wirkstoffe sind Bestandteile von Truvada und Atripla. Bei Patienten mit
einer gleichzeitigen HIV-1- und HBV-Infektion, die die Einnahme von
Truvada oder Atripla abbrechen, sollte die Leberfunktion während
mehrerer Monate sowohl klinisch als auch mit Nachuntersuchungen im Labor
genau überwacht werden. In einigen Fällen kann die Einleitung einer
Hepatitis-B-Behandlung angebracht sein.
Es ist wichtig, Patienten darauf hinzuweisen, dass HIV-Medikamente wie
Truvada und Atripla die HIV-Infektion oder Aids-Erkrankung nicht heilen
können und auch das Risiko einer HIV-Übertragung auf andere nicht
verringern.
Zusätzliche wichtige Informationen
über Truvada
Truvada ist eine Kombinationstablette mit der Fixdosis von 200 mg
Emtricitabin (Emtriva) und 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat (Viread).
In den USA wird Truvada für die Behandlung von HIV-1-infizierten
Erwachsenen mit anderen antiretroviralen Medikamenten wie zum Beispiel
nichtnukleosiden Reverse-Transkriptase-Inhibitoren oder
Protease-Inhibitoren kombiniert.
Die Verwendung von Truvada als Bestandteil einer
Dreifach-Nukleosidtherapie wird nicht empfohlen. Truvada sollte nicht
zusammen mit Atripla, Emtriva, Viread oder anderen Produkten, die
Lamivudin enthalten, verabreicht werden. Dazu gehören Combivir®
(Lamivudin/Zidovudin), Epivir® und Epivir-HBV®
(Lamivudin), Epzicom™ (Abacavirsulfat/Lamivudin) sowie Trizivir®
(Abacavirsulfat/Lamivudin/Zidovudin). Bei Patienten, die bereits frühere
Behandlungserfahrungen aufweisen, sollte die Verwendung von Truvada
unter Berücksichtigung von Laboruntersuchungen und der
Behandlungsgeschichte stattfinden.
Emtricitabin und Tenofovir werden primär über die Nieren ausgeschieden.
Im Zusammenhang mit der Verwendung von Viread, einem Bestandteil von
Truvada, sind Beeinträchtigungen der Nierenfunktion sowie Fälle von
akutem Nierenversagen und Fanconi-Syndrom (Beschädigung der
Nierenkanälchen mit schwerer Hypophosphatämie) berichtet worden. Es wird
empfohlen, vor der Einleitung einer Therapie mit Truvada bei allen
Patienten und während der Therapie in klinisch angemessenen Fällen die
Kreatinin-Clearance zu berechnen. Bei Patienten mit einem Risiko auf
Beeinträchtigung der Nierenfunktion sollten die berechnete
Kreatinin-Clearance und die Phosphatkonzentration im Serum regelmäßig
überprüft werden. Eine Anpassung des Dosierungsintervalls und die genaue
Beobachtung der Nierenfunktion werden bei allen Patienten mit einer
Kreatinin-Clearance von 30–49 ml/min empfohlen. Truvada sollte bei
gleichzeitiger oder kürzlicher Verwendung eines Nephrotoxins nicht
verabreicht werden.
Es liegen keine Studien zur Wechselwirkung von Truvada mit anderen
Arzneimitteln vor. Bei der gleichzeitigen Verabreichung von Truvada und
Didanosin ist Vorsicht geboten. Die Patienten sollten genau auf
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Didanosin untersucht werden. Falls
Nebenwirkungen auftreten, sollte die Verabreichung von Didanosin
abgebrochen werden. Patienten, die Truvada gleichzeitig mit Atazanavir
und Lopinavir/Ritonavir einnehmen, sollten auf Nebenwirkungen im
Zusammenhang mit Truvada untersucht werden. Falls Nebenwirkungen
auftreten, sollte die Verabreichung von Truvada abgebrochen werden. Bei
der gleichzeitigen Verabreichung mit Truvada wird empfohlen, Atazanavir
zusammen mit 100 mg Ritonavir zu verschreiben. Atazanavir ohne Ritonavir
sollte nicht gleichzeitig mit Truvada verabreicht werden.
Bei der Verwendung von Viread sind geringere Knochenmineraldichten im
Bereich der Lendenwirbel und der Hüfte beobachtet worden. Die
langfristigen Auswirkungen auf die Knochengesundheit und auf zukünftige
Bruchrisiken sind unbekannt. Im Zusammenhang mit der Verwendung von
Viread sind Fälle von Osteomalazie (verbunden mit proximaler renaler
Tubulopathie) berichtet worden.
Bei Patienten, die HIV-Medikamente einnehmen, sind auch Veränderungen im
Fettgewebe beobachtet worden. Die Mechanismen und langfristigen
gesundheitlichen Auswirkungen dieser Veränderungen sind unbekannt. Bei
Patienten, deren Behandlung eine Kombinationstherapie wie Viread und
Emtriva einschließt, ist ein Immunrekonstitutionssyndrom berichtet
worden.
Die beobachteten Nebenwirkungen bei der kombinierten Anwendung von
Viread und Emtriva in Studie 934 entsprachen weitgehend denjenigen von
anderen Studien, bei denen behandlungserfahrenen oder behandlungsnaiven
Patienten Viread und/oder Emtriva verabreicht wurde. Zu den
Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit Viread und Emtriva in
Studie 934 bei mindestens 3 Prozent aller Patienten auftraten, gehörten
Schwindel (8 Prozent), Durchfall (7 Prozent), Übelkeit (8 Prozent),
Müdigkeit (7 Prozent), Sinusitis (4 Prozent), Infektionen der oberen
Atemwege (3 Prozent), Rhinopharyngitis (3 Prozent), Schläfrigkeit
(3 Prozent), Kopfschmerzen (5 Prozent), Depressionen (4 Prozent),
Schlaflosigkeit (4 Prozent), ungewöhnliche Träume (4 Prozent) und
Hautausschläge (5 Prozent).
Hautverfärbungen sind in größerer Häufigkeit bei Emtriva-Patienten
berichtet worden. Die Hautverfärbungen, die sich in einer
Hyperpigmentierung an den Handflächen und/oder Fußsohlen äußerten, waren
in der Regel schwach und asymptomatisch. Mechanismus und klinische
Signifikanz sind unbekannt.
Die Mutterverbindung von Viread wurde durch eine
Forschungszusammenarbeit zwischen Dr. Antonin Holy vom Institut für
Organische Chemie und Biochemie (IOCB) der Akademie der Wissenschaften
der Tschechischen Republik in Prag und Dr. Erik DeClercq vom
Rega-Institut für Medizinische Forschung der Katholischen Universität
Löwen in Belgien entdeckt. Die Viread-Entwickler verzichten auf ihren
Anspruch auf Tantiemen für die Verkäufe von Viread und Truvada in
Ländern, die zum Gilead Access Program gehören, damit das Produkt in
denjenigen Gebieten der Welt, die von der Aids-Epidemie am stärksten
betroffen sind, zum Herstellungspreis angeboten werden kann.
Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Truvada erhalten Sie
unter www.truvada.com.
Zusätzliche wichtige Informationen
über Atripla
In den USA wird Atripla entweder einzeln als Komplettbehandlung oder
zusammen mit anderen antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von
HIV-1-infizierten Erwachsenen verschrieben.
Atripla enthält die Komponenten Truvada (Emtricitabin und
Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) und Sustiva (Efavirenz) in einer
Formulierung als Einzeltablette. Zusätzlich zu den folgenden wichtigen
Produktinformationen gelten somit die obigen wichtigen
Sicherheitshinweise zu Truvada auch für Atripla.
Als Kombinationstherapie mit Fixdosen von Viread
(Tenofovir-Disoproxil-Fumarat), Emtriva (Emtricitabin) und Sustiva
(Efavirenz) sollte Atripla nicht zusammen mit Viread, Emtriva, Truvada
(Emtricitabin und Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) oder Sustiva verabreicht
werden. Aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen Emtriva und Lamivudin sollte
Atripla auch nicht zusammen mit Medikamenten verabreicht werden, die
Lamivudin enthalten. Dazu gehören Combivir®
(Lamivudin/Zidovudin), Epivir® und Epivir-HBV®
(Lamivudin), Epzicom™ (Abacavirsulfat/Lamivudin) sowie Trizivir®
(Abacavirsulfat/Lamivudin/Zidovudin).
Aufgrund von Wechselwirkungen mit Efavirenz sollte Atripla nicht
zusammen mit Hismanal® (Astemizol), Vascor®
(Bepridil), Propulsid® (Cisaprid), Versed®
(Midazolam), Orap® (Pimozid), Halcion®
(Triazolam), Mutterkornalkaloiden (zum Beispiel Wigraine® und
Cafergot®) oder Vfend® (Voriconazol) eingenommen
werden. Die Verwendung von Atripla zusammen mit Echtem Johanniskraut
(Hypericum perforatum) oder mit Produkten, die Echtes Johanniskraut
enthalten, wird nicht empfohlen. Diese Liste mit Medikamenten ist nicht
abschließend. Patienten sollten alle rezeptpflichtigen und nicht
rezeptpflichtigen Medikamente, Vitamin-, Kräuter- und sonstigen
Präparate, die sie einnehmen oder einzunehmen gedenken, mit ihrem
zuständigen Sanitätspersonal absprechen.
Atripla sollte nicht an Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von
weniger als 50 ml/min verabreicht werden.
Bei Patienten, die mit Efavirenz, einem Bestandteil von Atripla,
behandelt wurden, sind ernsthafte psychische Nebenwirkungen festgestellt
worden. Dazu gehören schwere Depressionen (2,4 Prozent), Suizidgedanken
(0,7 Prozent), nicht tödliche Selbstmordversuche (0,5 Prozent),
aggressives Verhalten (0,4 Prozent), paranoide Reaktionen (0,4 Prozent)
und manische Reaktionen (0,2 Prozent). In einer klinischen Studie wurden
folgende Faktoren identifiziert, die zusätzlich zu Efavirenz mit einer
Häufung psychiatrischer Symptome in Verbindung gebracht werden: früherer
Konsum von Drogen in Spritzenform, frühere psychische Erkrankungen und
die Verwendung von Psychopharmaka. Gelegentlich sind Fälle von Suizid,
Wahnvorstellungen und psychotischem Verhalten berichtet worden, wobei
nicht ermittelt werden konnte, ob dies durch Efavirenz verursacht wurde.
Patienten, die ernsthafte psychische Nebenwirkungen verspüren, sollten
umgehend darauf untersucht werden, ob die Risiken einer fortgesetzten
Therapie schwerer wiegen als ihr Nutzen. Patienten sollten ihrem Arzt
oder ihrer Ärztin mitteilen, ob sie eine Vorgeschichte von psychischen
Störungen haben und ob sie Drogen oder Alkohol konsumieren.
53 Prozent aller Patienten in klinischen Studien mit Efavirenz haben
Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems verspürt – dies gegenüber 25
Prozent aller Patienten, die das Kontrollmedikament erhielten. Zu den
Symptomen gehören Schwindel (28,1 Prozent), Schlaflosigkeit (16,3
Prozent), Konzentrationsschwierigkeiten (8,3 Prozent), Schläfrigkeit
(7,0 Prozent), ungewöhnliche Träume (6,2 Prozent) und Halluzinationen
(1,2 Prozent). Die Symptome treten normalerweise ab dem ersten oder
zweiten Behandlungstag auf und klingen in der Regel nach den ersten zwei
bis vier Behandlungswochen wieder ab. Nach vier Behandlungswochen
beträgt die Verbreitung von mindestens mittelschweren Beeinträchtigungen
des Zentralnervensystems 5 bis 9 Prozent aller Patienten, die mit
Efavirenz behandelt werden. Aus den das Nervensystem betreffenden
Symptomen lässt sich nicht auf die weniger häufig auftretenden
psychischen Symptome schließen.
Frauen sollten während der Einnahme von Atripla nicht schwanger werden
oder stillen. Bei Kindern von Frauen, die während einer Schwangerschaft
mit Efavirenz behandelt wurden, sind schwere Geburtsfehler beobachtet
worden. Frauen müssen eine zuverlässige mechanische Form der
Empfängnisverhütung (zum Beispiel Kondome) verwenden, selbst wenn sie
auch auf andere Kontrazeptionsmethoden zurückgreifen.
Hautausschläge sind häufige Nebenwirkungen, die normalerweise ohne eine
Veränderung der Behandlung verschwinden. Hautausschläge können bei
Kindern zu einem ernsten Problem werden.
Bei Patienten mit Lebererkrankungen muss das Sanitätspersonal eventuell
Leberfunktionen testen oder Medikamentenwerte im Blut überprüfen.
Atripla sollte bei Patienten, die unter epileptischen Anfällen leiden
oder gelitten haben, mit Vorsicht verwendet werden. Bei Patienten, die
Efavirenz erhielten, sind Konvulsionen beobachtet worden – in der Regel
handelte es sich dabei um Fälle, in denen Epilepsie in der
Krankengeschichte vorkam. Invirase® (Saquinavir) sollte in
Kombination mit Atripla nicht als einziger Protease-Inhibitor verwendet
werden.
Die wichtigsten Nebenwirkungen, die bei Behandlungen mit Sustiva
beobachtet wurden, sind Beeinträchtigungen des Nervensystems, psychische
Symptome und Hautausschläge. Zu den häufigsten Nebenwirkungen
(mindestens 5 Prozent), die in klinischen Studien mit Sustiva beobachtet
wurden, gehören Müdigkeit, Schmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen,
Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Übelkeit, Erbrechen,
Durchfall, Depressionen, Hautausschläge und Juckreiz.
Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Atripla erhalten Sie
unter www.atripla.com.
Über Gilead Sciences
Gilead Sciences ist ein Biopharma-Unternehmen, das innovative
Arzneimittel für Bereiche ungedeckten medizinischen Bedarfs erforscht,
entwickelt und vermarktet. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe
gemacht, die Versorgung lebensbedrohlich erkrankter Patienten weltweit
voranzutreiben. Gilead hat seinen Hauptsitz in Foster City, Kalifornien,
und besitzt weitere Niederlassungen in Nordamerika, Europa und
Australien.
Diese Pressemitteilung enthält vorausschauende Aussagen im Sinne des
Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahre 1995, die
gewissen Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren unterliegen. Dazu
gehören Risiken im Zusammenhang mit unserer Fähigkeit, genügend
Patienten für Phase II unserer klinischen Studie zu der Einzeltablette
mit Elvitegravir, GS 9350 und Truvada zu finden, Phase II unserer
klinischen Studie zur Untersuchung von GS 9350 als eigenständigem
Atazanavir-Verstärker wie gegenwärtig geplant zu initiieren, die
Möglichkeit nachteiliger Ergebnisse aus diesen klinischen Studien, die
Notwendigkeit zur Abwandlung oder Verzögerung unserer klinischen Studien
oder zur Durchführung zusätzlicher Studien sowie das Risiko der
Nichtzulassung durch die Arzneimittelzulassungsbehörden der USA und
anderer Länder. Als Folge davon könnte die Einzeltablette oder GS 9350
nicht erfolgreich kommerzialisiert werden. Des Weiteren könnten wir
strategische Entscheidungen zur Einstellung der Entwicklungen an der
Einzeltablette oder an GS 9350 treffen, falls wir zum Beispiel eine
Kommerzialisierung gegenüber anderen in Vorbereitung befindlichen
Projekten für schwierig halten. Diese Risiken, Unsicherheiten und
anderen Faktoren können dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse
erheblich von den hierin enthaltenen vorausschauenden Aussagen
abweichen. Die Leser werden darauf hingewiesen, sich nicht auf solche
vorausschauenden Aussagen zu verlassen. Einzelheiten zu diesen und
anderen Risiken können im Jahresbericht von Gilead zum am 31. Dezember
2008 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr auf Formblatt 10-K nachgelesen
werden, welches das Unternehmen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC
eingereicht hat. Alle vorausschauenden Aussagen beruhen auf
Informationen, die Gilead gegenwärtig vorliegen, und Gilead verpflichtet
sich in keiner Weise dazu, solche vorausschauenden Aussagen zu
aktualisieren.
Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Truvada in den USA
sind unter www.Truvada.com
verfügbar.
Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Atripla in den USA
sind unter www.Atripla.com
verfügbar.
Truvada, Emtriva und Viread sind eingetragene Marken von Gilead
Sciences, Inc.
Atripla ist eine eingetragene Marke von Bristol-Myers Squibb und
Gilead Sciences, LLC.
Weitere Informationen über Gilead Sciences erhalten Sie über die
Website des Unternehmens unter www.gilead.com,
oder telefonisch von der Abteilung Public Affairs von Gilead unter
+1-800-GILEAD-5 oder +1-650-574-3000.
Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist
die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur
besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im
Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb
Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.