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20.04.2009 13:15

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Gilead initiiert Phase II klinischer Studie zur HIV-Behandlung mittels einmal täglich eingenommener Einzeltablette auf Basis eines Integrase-Inhibitors

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Das Unternehmen Gilead Sciences, Inc. (NASDAQ: GILD), hat heute bekannt gegeben, dass es mit der Aufnahme von Patienten in Phase II einer klinischen Studie zu seiner in Entwicklung befindlichen HIV-1-Behandlung mittels einer einmal täglich eingenommenen Einzeltablette auf Basis des Integrase-Inhibitors Elvitegravir sowie GS 9350 und Truvada® (200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) begonnen hat. GS 9350 ist ein Prüfpräparat, das als "Verstärker" zur Erhöhung der Blutwerte und zur pharmakologischen Wirkungssteigerung entwickelt wird, wodurch eine einmalige tägliche Dosierung für gewisse Medikamente ermöglicht wird, so auch für Elvitegravir, den in Entwicklung befindlichen HIV-Integrase-Inhibitor von Gilead. Phase II der Studie dient der Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung im Vergleich zur einmal täglichen Einnahme von Atripla® (600 mg Efavirenz / 200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat). Für die Studie werden an zirka 50 Untersuchungsstandorten in den USA 75 erwachsene Patienten mit einer HIV-1-Infektion und ohne vorherige Erfahrung mit antiretroviralen Behandlungen aufgenommen.

"Die Initiierung der Phase II dieser Studie ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unserer HIV-Behandlung mit einer einzelnen, täglich eingenommenen Tablette auf Basis eines Integrase-Inhibitors", sagte Dr. Norbert Bischofberger, Executive Vice President der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und Chief Scientific Officer bei Gilead Sciences. "Die Einzeltagesdosis Atripla ist für viele Patienten zur Standardbehandlung geworden, besonders für diejenigen, die neu behandelt werden. Falls sich die Behandlung mit dieser neuen Tablette als sicher und wirksam erweist, könnte sie zu einer wichtigen Ersatzlösung für diese Patienten werden."

Seit der Zulassung im Jahr 2006 ist Atripla das einzige verfügbare Medikament zur Behandlung von HIV mit einer einzelnen, einmal täglich eingenommenen Tablette. Atripla wird in den USA und in Europa gemeinsam von Gilead und Bristol-Myers Squibb vermarktet. Gilead untersucht GS 9350 auch als eigenständigen Verstärker für weitere antiretrovirale Wirkstoffe, insbesondere für Protease-Inhibitoren. Noch in diesem Quartal will Gilead die Phase II einer klinischen Studie zur Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit von Atazanavir mit GS 9350 als Verstärker im Vergleich zu Atazavanir mit dem Verstärker Ritonavir initiieren, wobei beide Wirkstoffe mit Truvada kombiniert werden. Ritonavir ist momentan der einzige Verstärker für die HIV-Therapie.

Über Phase II der Studie

Phase II der klinischen Studie ist eine randomisierte Doppelblindstudie über 48 Wochen zur Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit einer Einzeltablette mit Elvitegravir, GS 9350 und Truvada im Gegensatz zu Atripla. Beide Medikamente werden an erwachsene, behandlungsnaive HIV-Patienten verabreicht, die HIV-RNA-Werte (Viruslast) von mindestens 5000 Kopien pro ml und mehr als 50 CD4-Zellen pro mm3 aufweisen. Aufnahmebedingungen sind, dass die Patienten keine Resistenzmutationen gegen nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren, nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren oder primäre Protease-Inhibitoren (gemäß der Definition in den Richtlinien der International AIDS Society USA) und keine vorherige Erfahrung mit antiretroviralen Behandlungen aufweisen.

Die 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie werden randomisiert (2:1) und erhalten einmal täglich eine Tablette, die entweder 150 mg Elvitegravir / 150 mg GS 9350 / 200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat (n=50) oder Atripla (600 mg Efavirenz / 200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) (n=25) enthält.

Primärer Endpunkt ist der Anteil an Patienten mit einer Viruslast von weniger als 50 Kopien pro ml nach 24 Behandlungswochen. Zu den sekundären Endpunkten gehören der Anteil an Patienten mit einer Viruslast von weniger als 50 Kopien pro ml nach 48 Behandlungswochen sowie die Sicherheit und Verträglichkeit der beiden Wirkstoffe nach 48 Behandlungswochen.

Nach 48 Wochen nehmen die Patienten weiter ihr verblindetes Prüfmedikament ein, bis die Behandlungszuteilung aufgedeckt wird. Danach bekommen alle Patienten die Gelegenheit, den Versuch in einer offenen Rollover-Phase fortzusetzen, in der sie die Tablette mit Elvitegravir, GS 9350 und Truvada erhalten.

Zusätzliche Informationen zur Studie sind erhältlich unter www.clinicaltrials.gov.

Über Elvitegravir

Elvitegravir ist ein HIV-Integrase-Inhibitor. Im Gegensatz zu anderen antiretroviralen Wirkstoffen hemmen Integrase-Inhibitoren die Vermehrung des HI-Virus, indem sie die Verschmelzung des Virus mit dem Genmaterial der menschlichen Wirtszellen verhindern. Elvitegravir, auch bekannt als GS 9137 oder JTK 303, wurde im März 2005 von Japan Tobacco Inc. (JT) an Gilead lizenziert. Gemäß den Bestimmungen der Vereinbarung zwischen Gilead und JT verfügt Gilead über die exklusiven Rechte zur Entwicklung und Vermarktung von Elvitegravir in allen Ländern außer in Japan, wo die Rechte bei JT bleiben. Elvitegravir befindet sich in der Entwicklung und wurde noch nicht für sicher oder wirksam in Bezug auf die Anwendung am Menschen befunden.

Über GS 9350

GS 9350 ist der von Gilead gesetzlich geschützte potente Inhibitor des Cytochroms P450 3A (CYP3A), eines Stoffwechselenzyms zum Abbau von Medikamenten im menschlichen Körper. Gilead untersucht GS 9350 auch in Bezug auf sein Potenzial als Verstärker für handelsübliche HIV-Protease-Inhibitoren, die in vielen Medikamenten zur HIV-Behandlung eingesetzt werden. GS 9350 befindet sich in der Entwicklung und wurde noch nicht für sicher oder wirksam in Bezug auf die Anwendung am Menschen befunden.

Wichtige Hinweise zur Produktsicherheit von Truvada und Atripla

Bei der Verwendung von Nukleosidanaloga, ob allein oder in Verbindung mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen wie zum Beispiel dem Truvada-Bestandteil Viread (Tenofovir-Disoproxil-Fumarat), sind zum Teil tödliche Fälle von Laktatazidose und schwerer Hepatomegalie mit Steatosis berichtet worden. Truvada und Atripla sind nicht zur Behandlung von chronischen Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) zugelassen, und ihre Sicherheit und Wirksamkeit ist bei Patienten mit einer gleichzeitigen HBV- und HIV-1-Infektion nicht nachgewiesen worden. Schwere akute Exazerbationen von Hepatitis B sind bei Patienten mit einer gleichzeitigen HBV- und HIV-1-Infektion berichtet worden, die die Einnahme von Emtriva (Emtricitabin) oder Viread abgebrochen haben. Beide Wirkstoffe sind Bestandteile von Truvada und Atripla. Bei Patienten mit einer gleichzeitigen HIV-1- und HBV-Infektion, die die Einnahme von Truvada oder Atripla abbrechen, sollte die Leberfunktion während mehrerer Monate sowohl klinisch als auch mit Nachuntersuchungen im Labor genau überwacht werden. In einigen Fällen kann die Einleitung einer Hepatitis-B-Behandlung angebracht sein.

Es ist wichtig, Patienten darauf hinzuweisen, dass HIV-Medikamente wie Truvada und Atripla die HIV-Infektion oder Aids-Erkrankung nicht heilen können und auch das Risiko einer HIV-Übertragung auf andere nicht verringern.

Zusätzliche wichtige Informationen über Truvada

Truvada ist eine Kombinationstablette mit der Fixdosis von 200 mg Emtricitabin (Emtriva) und 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat (Viread). In den USA wird Truvada für die Behandlung von HIV-1-infizierten Erwachsenen mit anderen antiretroviralen Medikamenten wie zum Beispiel nichtnukleosiden Reverse-Transkriptase-Inhibitoren oder Protease-Inhibitoren kombiniert.

Die Verwendung von Truvada als Bestandteil einer Dreifach-Nukleosidtherapie wird nicht empfohlen. Truvada sollte nicht zusammen mit Atripla, Emtriva, Viread oder anderen Produkten, die Lamivudin enthalten, verabreicht werden. Dazu gehören Combivir® (Lamivudin/Zidovudin), Epivir® und Epivir-HBV® (Lamivudin), Epzicom™ (Abacavirsulfat/Lamivudin) sowie Trizivir® (Abacavirsulfat/Lamivudin/Zidovudin). Bei Patienten, die bereits frühere Behandlungserfahrungen aufweisen, sollte die Verwendung von Truvada unter Berücksichtigung von Laboruntersuchungen und der Behandlungsgeschichte stattfinden.

Emtricitabin und Tenofovir werden primär über die Nieren ausgeschieden. Im Zusammenhang mit der Verwendung von Viread, einem Bestandteil von Truvada, sind Beeinträchtigungen der Nierenfunktion sowie Fälle von akutem Nierenversagen und Fanconi-Syndrom (Beschädigung der Nierenkanälchen mit schwerer Hypophosphatämie) berichtet worden. Es wird empfohlen, vor der Einleitung einer Therapie mit Truvada bei allen Patienten und während der Therapie in klinisch angemessenen Fällen die Kreatinin-Clearance zu berechnen. Bei Patienten mit einem Risiko auf Beeinträchtigung der Nierenfunktion sollten die berechnete Kreatinin-Clearance und die Phosphatkonzentration im Serum regelmäßig überprüft werden. Eine Anpassung des Dosierungsintervalls und die genaue Beobachtung der Nierenfunktion werden bei allen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 30–49 ml/min empfohlen. Truvada sollte bei gleichzeitiger oder kürzlicher Verwendung eines Nephrotoxins nicht verabreicht werden.

Es liegen keine Studien zur Wechselwirkung von Truvada mit anderen Arzneimitteln vor. Bei der gleichzeitigen Verabreichung von Truvada und Didanosin ist Vorsicht geboten. Die Patienten sollten genau auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Didanosin untersucht werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Verabreichung von Didanosin abgebrochen werden. Patienten, die Truvada gleichzeitig mit Atazanavir und Lopinavir/Ritonavir einnehmen, sollten auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Truvada untersucht werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Verabreichung von Truvada abgebrochen werden. Bei der gleichzeitigen Verabreichung mit Truvada wird empfohlen, Atazanavir zusammen mit 100 mg Ritonavir zu verschreiben. Atazanavir ohne Ritonavir sollte nicht gleichzeitig mit Truvada verabreicht werden.

Bei der Verwendung von Viread sind geringere Knochenmineraldichten im Bereich der Lendenwirbel und der Hüfte beobachtet worden. Die langfristigen Auswirkungen auf die Knochengesundheit und auf zukünftige Bruchrisiken sind unbekannt. Im Zusammenhang mit der Verwendung von Viread sind Fälle von Osteomalazie (verbunden mit proximaler renaler Tubulopathie) berichtet worden.

Bei Patienten, die HIV-Medikamente einnehmen, sind auch Veränderungen im Fettgewebe beobachtet worden. Die Mechanismen und langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Veränderungen sind unbekannt. Bei Patienten, deren Behandlung eine Kombinationstherapie wie Viread und Emtriva einschließt, ist ein Immunrekonstitutionssyndrom berichtet worden.

Die beobachteten Nebenwirkungen bei der kombinierten Anwendung von Viread und Emtriva in Studie 934 entsprachen weitgehend denjenigen von anderen Studien, bei denen behandlungserfahrenen oder behandlungsnaiven Patienten Viread und/oder Emtriva verabreicht wurde. Zu den Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit Viread und Emtriva in Studie 934 bei mindestens 3 Prozent aller Patienten auftraten, gehörten Schwindel (8 Prozent), Durchfall (7 Prozent), Übelkeit (8 Prozent), Müdigkeit (7 Prozent), Sinusitis (4 Prozent), Infektionen der oberen Atemwege (3 Prozent), Rhinopharyngitis (3 Prozent), Schläfrigkeit (3 Prozent), Kopfschmerzen (5 Prozent), Depressionen (4 Prozent), Schlaflosigkeit (4 Prozent), ungewöhnliche Träume (4 Prozent) und Hautausschläge (5 Prozent).

Hautverfärbungen sind in größerer Häufigkeit bei Emtriva-Patienten berichtet worden. Die Hautverfärbungen, die sich in einer Hyperpigmentierung an den Handflächen und/oder Fußsohlen äußerten, waren in der Regel schwach und asymptomatisch. Mechanismus und klinische Signifikanz sind unbekannt.

Die Mutterverbindung von Viread wurde durch eine Forschungszusammenarbeit zwischen Dr. Antonin Holy vom Institut für Organische Chemie und Biochemie (IOCB) der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag und Dr. Erik DeClercq vom Rega-Institut für Medizinische Forschung der Katholischen Universität Löwen in Belgien entdeckt. Die Viread-Entwickler verzichten auf ihren Anspruch auf Tantiemen für die Verkäufe von Viread und Truvada in Ländern, die zum Gilead Access Program gehören, damit das Produkt in denjenigen Gebieten der Welt, die von der Aids-Epidemie am stärksten betroffen sind, zum Herstellungspreis angeboten werden kann.

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Truvada erhalten Sie unter www.truvada.com.

Zusätzliche wichtige Informationen über Atripla

In den USA wird Atripla entweder einzeln als Komplettbehandlung oder zusammen mit anderen antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von HIV-1-infizierten Erwachsenen verschrieben.

Atripla enthält die Komponenten Truvada (Emtricitabin und Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) und Sustiva (Efavirenz) in einer Formulierung als Einzeltablette. Zusätzlich zu den folgenden wichtigen Produktinformationen gelten somit die obigen wichtigen Sicherheitshinweise zu Truvada auch für Atripla.

Als Kombinationstherapie mit Fixdosen von Viread (Tenofovir-Disoproxil-Fumarat), Emtriva (Emtricitabin) und Sustiva (Efavirenz) sollte Atripla nicht zusammen mit Viread, Emtriva, Truvada (Emtricitabin und Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) oder Sustiva verabreicht werden. Aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen Emtriva und Lamivudin sollte Atripla auch nicht zusammen mit Medikamenten verabreicht werden, die Lamivudin enthalten. Dazu gehören Combivir® (Lamivudin/Zidovudin), Epivir® und Epivir-HBV® (Lamivudin), Epzicom™ (Abacavirsulfat/Lamivudin) sowie Trizivir® (Abacavirsulfat/Lamivudin/Zidovudin).

Aufgrund von Wechselwirkungen mit Efavirenz sollte Atripla nicht zusammen mit Hismanal® (Astemizol), Vascor® (Bepridil), Propulsid® (Cisaprid), Versed® (Midazolam), Orap® (Pimozid), Halcion® (Triazolam), Mutterkornalkaloiden (zum Beispiel Wigraine® und Cafergot®) oder Vfend® (Voriconazol) eingenommen werden. Die Verwendung von Atripla zusammen mit Echtem Johanniskraut (Hypericum perforatum) oder mit Produkten, die Echtes Johanniskraut enthalten, wird nicht empfohlen. Diese Liste mit Medikamenten ist nicht abschließend. Patienten sollten alle rezeptpflichtigen und nicht rezeptpflichtigen Medikamente, Vitamin-, Kräuter- und sonstigen Präparate, die sie einnehmen oder einzunehmen gedenken, mit ihrem zuständigen Sanitätspersonal absprechen.

Atripla sollte nicht an Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als 50 ml/min verabreicht werden.

Bei Patienten, die mit Efavirenz, einem Bestandteil von Atripla, behandelt wurden, sind ernsthafte psychische Nebenwirkungen festgestellt worden. Dazu gehören schwere Depressionen (2,4 Prozent), Suizidgedanken (0,7 Prozent), nicht tödliche Selbstmordversuche (0,5 Prozent), aggressives Verhalten (0,4 Prozent), paranoide Reaktionen (0,4 Prozent) und manische Reaktionen (0,2 Prozent). In einer klinischen Studie wurden folgende Faktoren identifiziert, die zusätzlich zu Efavirenz mit einer Häufung psychiatrischer Symptome in Verbindung gebracht werden: früherer Konsum von Drogen in Spritzenform, frühere psychische Erkrankungen und die Verwendung von Psychopharmaka. Gelegentlich sind Fälle von Suizid, Wahnvorstellungen und psychotischem Verhalten berichtet worden, wobei nicht ermittelt werden konnte, ob dies durch Efavirenz verursacht wurde. Patienten, die ernsthafte psychische Nebenwirkungen verspüren, sollten umgehend darauf untersucht werden, ob die Risiken einer fortgesetzten Therapie schwerer wiegen als ihr Nutzen. Patienten sollten ihrem Arzt oder ihrer Ärztin mitteilen, ob sie eine Vorgeschichte von psychischen Störungen haben und ob sie Drogen oder Alkohol konsumieren.

53 Prozent aller Patienten in klinischen Studien mit Efavirenz haben Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems verspürt – dies gegenüber 25 Prozent aller Patienten, die das Kontrollmedikament erhielten. Zu den Symptomen gehören Schwindel (28,1 Prozent), Schlaflosigkeit (16,3 Prozent), Konzentrationsschwierigkeiten (8,3 Prozent), Schläfrigkeit (7,0 Prozent), ungewöhnliche Träume (6,2 Prozent) und Halluzinationen (1,2 Prozent). Die Symptome treten normalerweise ab dem ersten oder zweiten Behandlungstag auf und klingen in der Regel nach den ersten zwei bis vier Behandlungswochen wieder ab. Nach vier Behandlungswochen beträgt die Verbreitung von mindestens mittelschweren Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems 5 bis 9 Prozent aller Patienten, die mit Efavirenz behandelt werden. Aus den das Nervensystem betreffenden Symptomen lässt sich nicht auf die weniger häufig auftretenden psychischen Symptome schließen.

Frauen sollten während der Einnahme von Atripla nicht schwanger werden oder stillen. Bei Kindern von Frauen, die während einer Schwangerschaft mit Efavirenz behandelt wurden, sind schwere Geburtsfehler beobachtet worden. Frauen müssen eine zuverlässige mechanische Form der Empfängnisverhütung (zum Beispiel Kondome) verwenden, selbst wenn sie auch auf andere Kontrazeptionsmethoden zurückgreifen.

Hautausschläge sind häufige Nebenwirkungen, die normalerweise ohne eine Veränderung der Behandlung verschwinden. Hautausschläge können bei Kindern zu einem ernsten Problem werden.

Bei Patienten mit Lebererkrankungen muss das Sanitätspersonal eventuell Leberfunktionen testen oder Medikamentenwerte im Blut überprüfen.

Atripla sollte bei Patienten, die unter epileptischen Anfällen leiden oder gelitten haben, mit Vorsicht verwendet werden. Bei Patienten, die Efavirenz erhielten, sind Konvulsionen beobachtet worden – in der Regel handelte es sich dabei um Fälle, in denen Epilepsie in der Krankengeschichte vorkam. Invirase® (Saquinavir) sollte in Kombination mit Atripla nicht als einziger Protease-Inhibitor verwendet werden.

Die wichtigsten Nebenwirkungen, die bei Behandlungen mit Sustiva beobachtet wurden, sind Beeinträchtigungen des Nervensystems, psychische Symptome und Hautausschläge. Zu den häufigsten Nebenwirkungen (mindestens 5 Prozent), die in klinischen Studien mit Sustiva beobachtet wurden, gehören Müdigkeit, Schmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Depressionen, Hautausschläge und Juckreiz.

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Atripla erhalten Sie unter www.atripla.com.

Über Gilead Sciences

Gilead Sciences ist ein Biopharma-Unternehmen, das innovative Arzneimittel für Bereiche ungedeckten medizinischen Bedarfs erforscht, entwickelt und vermarktet. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Versorgung lebensbedrohlich erkrankter Patienten weltweit voranzutreiben. Gilead hat seinen Hauptsitz in Foster City, Kalifornien, und besitzt weitere Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Australien.

Diese Pressemitteilung enthält vorausschauende Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahre 1995, die gewissen Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren unterliegen. Dazu gehören Risiken im Zusammenhang mit unserer Fähigkeit, genügend Patienten für Phase II unserer klinischen Studie zu der Einzeltablette mit Elvitegravir, GS 9350 und Truvada zu finden, Phase II unserer klinischen Studie zur Untersuchung von GS 9350 als eigenständigem Atazanavir-Verstärker wie gegenwärtig geplant zu initiieren, die Möglichkeit nachteiliger Ergebnisse aus diesen klinischen Studien, die Notwendigkeit zur Abwandlung oder Verzögerung unserer klinischen Studien oder zur Durchführung zusätzlicher Studien sowie das Risiko der Nichtzulassung durch die Arzneimittelzulassungsbehörden der USA und anderer Länder. Als Folge davon könnte die Einzeltablette oder GS 9350 nicht erfolgreich kommerzialisiert werden. Des Weiteren könnten wir strategische Entscheidungen zur Einstellung der Entwicklungen an der Einzeltablette oder an GS 9350 treffen, falls wir zum Beispiel eine Kommerzialisierung gegenüber anderen in Vorbereitung befindlichen Projekten für schwierig halten. Diese Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren können dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse erheblich von den hierin enthaltenen vorausschauenden Aussagen abweichen. Die Leser werden darauf hingewiesen, sich nicht auf solche vorausschauenden Aussagen zu verlassen. Einzelheiten zu diesen und anderen Risiken können im Jahresbericht von Gilead zum am 31. Dezember 2008 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr auf Formblatt 10-K nachgelesen werden, welches das Unternehmen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht hat. Alle vorausschauenden Aussagen beruhen auf Informationen, die Gilead gegenwärtig vorliegen, und Gilead verpflichtet sich in keiner Weise dazu, solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Truvada in den USA sind unter www.Truvada.com verfügbar.

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Atripla in den USA sind unter www.Atripla.com verfügbar.

Truvada, Emtriva und Viread sind eingetragene Marken von Gilead Sciences, Inc.

Atripla ist eine eingetragene Marke von Bristol-Myers Squibb und Gilead Sciences, LLC.

Weitere Informationen über Gilead Sciences erhalten Sie über die Website des Unternehmens unter www.gilead.com, oder telefonisch von der Abteilung Public Affairs von Gilead unter +1-800-GILEAD-5 oder +1-650-574-3000.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

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