Goldman-Betrugsanklage sorgt für tiefroten Wochenausklang bei DAX & Dow -- GE verdient weniger -- Flugchaos setzt Airline-Aktien unter Druck -- Google und AMD überzeugen nicht -- VW im Fokus
Termine vom 16.04.10:
- Kleiner Verfallstag
- EU: ACEA Kfz-Neuzulassungen März
- EU: Inflation März
- D: Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe Februar
- USA: Wohnbaubeginne März
- USA: Wohnbaugenehmigungen März
- USA: Verbrauchervertrauen Uni Michigan April (vorläufig)
- Bank of America: Quartalszahlen
- First Horizon National: Quartalszahlen
- Gannett: Quartalszahlen
- General Electric: Quartalszahlen
- Genuine Parts: Quartalszahlen
- Mattel: Quartalszahlen
- PETROBRAS: Quartalszahlen
DAX rutscht deutlich ins Minus
Die positive Vortagesentwicklung fand am deutschen Aktienmarkt zunächst keine Fortsetzung. Die deutschen Börsen stiegen mit Verlusten in den Handel. Dabei waren es insbesondere Zahlen von Google und Advanced Micro Devices, die auf die Stimmung drückten. Zwar lagen beide Unternehmen mit ihren Bilanzen über den Analystenschätzungen - der Chiphersteller schaffte es sogar zurück in die schwarzen Zahlen - dennoch zeigten sich die Anleger offenbar nicht vollständig überzeugt - Gewinnmitnahmen waren die Folge. Zusätzlich belastend wirkte sich die Schwäche der Europäischen Gemeinschaftswährung Euro aus, die weiter unter Sorgen um die Finanzlage Griechenlands leidet. Dennoch pendelte der DAX im weiteren Verlauf um die Nulllinie, im späten Handel rutschte der Leitindex tief ins Minus: Die US-Großbank Goldman Sachs wird von der US-Börsenaufsicht wegen Betruges angeklagt.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen stand zudem die Flugbranche im Fokus der Marktteilnehmer. Der Vulkanausbruch in Island hat auch hierzulande zu zahlreichen Behinderungen im Flugverkehr geführt, Flughäfen mussten geschlossen werden, viele Flieger konnten nicht abheben. Aktien der betroffenen Unternehmen - ob Flughafenbetreiber oder Fluggesellschaften - gerieten daraufhin teils deutlich unter Druck. Auch die Autobauer standen unter Beobachtung, nachdem sich die Branche in Europa im Vorjahresvergleich erholt gezeigt hat.
Der DAX stieg mit einem Abschlag von 0,51 Prozent bei 6.264,65 Punkten in den Handel ein. Am Vormittag besserte sich die Stimmung, der Leitindex konnte seine Verluste ausgleichen und um die Nulllinie pendeln. Die schwächer als erwartet ausgefallene US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan drückte den DAX kurzzeitig auf rotes Terrain. Der mögliche Betrugsfall um Goldman Sachs sorgte für einen deutlicheren Sog nach unten - die Aktie der Deutschen Bank rutschte ab. Während Autobauer zu den Gewinnern gehörten, gab außerdem die Aktie der Deutschen Lufthansa deutlicher nach - der Konzern leidet unter den Folgen des Flugchaos, ausgelöst durch den Vulkanausbruch in Island. Der DAX fiel um satte 1,8 Prozent auf 6.181 Zähler zurück.
Der TecDAX gab zum Start unterdessen 0,4 Prozent auf 848 Indexpunkte nach. Techwerteanleger nahmen weiterhin Gewinne mit. Schlussendlich stand ein Minus von 1,7 Prozent auf 837 Punkte im Raum. Die enttäuschend aufgenommenen Zahlen von Google und AMD drückten hier besonders auf die Stimmung.
22:30 Uhr: Tiefroter Wochenausklang in New York
Die US-Börsen haben sich mit deutlichen Verlusten aus dem letzten Handelstag der Woche verabschiedet. Zunächst waren es enttäuschend ausgefallene Quartalszahlen, die für schlechte Stimmung an der Wall Street sorgten: Die Bilanzen von Google und AMD lagen zwar über den Erwartungen, offenbar hatte man am Markt insgeheim aber doch noch auf mehr gehofft. Gut kamen indes die Zahlen von General Electric an, die aber nicht für genügend Aufwärtstrend sorgen konnten.
Hiobsbotschaften kamen zudem von Wirtschaftsseite: In den USA hat sich das von der Uni Michigan erhobene Konsumklima überraschend eingetrübt - der Index sank im März von 73,6 Punkten im Vormonat auf 72,5 Zähler, während am Markt ein unveränderter Stand erwartet wurde. Am Ende besiegelte aber die US-Großbank Goldman Sachs den Abwärtstrend - nach Bekanntwerden der Nachricht, dass die US-Börsenaufsicht das Institut wegen Betruges angeklagt hat, ging es nochmals deutlicher abwärts, ein tiefroter Handelsausklang war die Folge.
Der Dow Jones gab am Ende 1,13 Prozent nach und verabschiedete sich bei 11.019,12 Punkten ins Wochenende. Die Technologiebörse Nasdaq Composite verlor daneben 1,37 Prozent auf 2.481,26 Zähler.
20:06 Uhr: WestLB hat potenzielle Interessenten für Westimmo
Die Landesbank WestLB kommt bei dem geplanten Verkauf der Tochter WestImmo offenbar voran. Aus Kreisen verlautete am Freitagabend, dass es eine Handvoll Bieter in die nächste Runde geschafft haben. Unter den Interessenten sollen neben der Aareal Bank auch die Finanzinvestoren Blackstone, Apollo und Colony sein.
17:11 Uhr: Goldman Sachs wird von SEC angeklagt
Goldman Sachs rückt ins Visier der SEC. Die US-Börsenaufsicht klagt die US-Großbank und einen Ihrer Mitarbeiter wegen Betruges im Zusammenhang mit komplexen Finanzprodukten an. Es seien gegenüber Investoren falsche Angaben über Hypothekenprodukte gemacht worden.
17:07 Uhr: Aschewolke: Fraport erwartet Umsatzausfall in Millionenhöhe
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet für jeden Tag des Flugverbots mit einem Umsatzausfall von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro. Am Freitag fielen insgesamt voraussichtlich etwa 1.100 von 1.400 Flügen aus. Darin sei bereits eingerechnet, dass bis in die Nacht hinein keine oder kaum noch Flüge stattfänden.
16:02 Uhr: US-Verbraucherstimmung trübt sich ein
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im April verschlechtert. Laut der Universität Michigan verringerte sich der Gesamtindex auf 69,5 Punkte. Volkswirte waren von einer Steigerung auf 75,0 Punkte ausgegangen.
- Kleiner Verfallstag
- EU: ACEA Kfz-Neuzulassungen März
- EU: Inflation März
- D: Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe Februar
- USA: Wohnbaubeginne März
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- USA: Verbrauchervertrauen Uni Michigan April (vorläufig)
- Bank of America: Quartalszahlen
- First Horizon National: Quartalszahlen
- Gannett: Quartalszahlen
- General Electric: Quartalszahlen
- Genuine Parts: Quartalszahlen
- Mattel: Quartalszahlen
- PETROBRAS: Quartalszahlen
DAX rutscht deutlich ins MinusDie positive Vortagesentwicklung fand am deutschen Aktienmarkt zunächst keine Fortsetzung. Die deutschen Börsen stiegen mit Verlusten in den Handel. Dabei waren es insbesondere Zahlen von Google und Advanced Micro Devices, die auf die Stimmung drückten. Zwar lagen beide Unternehmen mit ihren Bilanzen über den Analystenschätzungen - der Chiphersteller schaffte es sogar zurück in die schwarzen Zahlen - dennoch zeigten sich die Anleger offenbar nicht vollständig überzeugt - Gewinnmitnahmen waren die Folge. Zusätzlich belastend wirkte sich die Schwäche der Europäischen Gemeinschaftswährung Euro aus, die weiter unter Sorgen um die Finanzlage Griechenlands leidet. Dennoch pendelte der DAX im weiteren Verlauf um die Nulllinie, im späten Handel rutschte der Leitindex tief ins Minus: Die US-Großbank Goldman Sachs wird von der US-Börsenaufsicht wegen Betruges angeklagt.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen stand zudem die Flugbranche im Fokus der Marktteilnehmer. Der Vulkanausbruch in Island hat auch hierzulande zu zahlreichen Behinderungen im Flugverkehr geführt, Flughäfen mussten geschlossen werden, viele Flieger konnten nicht abheben. Aktien der betroffenen Unternehmen - ob Flughafenbetreiber oder Fluggesellschaften - gerieten daraufhin teils deutlich unter Druck. Auch die Autobauer standen unter Beobachtung, nachdem sich die Branche in Europa im Vorjahresvergleich erholt gezeigt hat.
Der DAX stieg mit einem Abschlag von 0,51 Prozent bei 6.264,65 Punkten in den Handel ein. Am Vormittag besserte sich die Stimmung, der Leitindex konnte seine Verluste ausgleichen und um die Nulllinie pendeln. Die schwächer als erwartet ausgefallene US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan drückte den DAX kurzzeitig auf rotes Terrain. Der mögliche Betrugsfall um Goldman Sachs sorgte für einen deutlicheren Sog nach unten - die Aktie der Deutschen Bank rutschte ab. Während Autobauer zu den Gewinnern gehörten, gab außerdem die Aktie der Deutschen Lufthansa deutlicher nach - der Konzern leidet unter den Folgen des Flugchaos, ausgelöst durch den Vulkanausbruch in Island. Der DAX fiel um satte 1,8 Prozent auf 6.181 Zähler zurück.
Der TecDAX gab zum Start unterdessen 0,4 Prozent auf 848 Indexpunkte nach. Techwerteanleger nahmen weiterhin Gewinne mit. Schlussendlich stand ein Minus von 1,7 Prozent auf 837 Punkte im Raum. Die enttäuschend aufgenommenen Zahlen von Google und AMD drückten hier besonders auf die Stimmung.
22:30 Uhr: Tiefroter Wochenausklang in New YorkDie US-Börsen haben sich mit deutlichen Verlusten aus dem letzten Handelstag der Woche verabschiedet. Zunächst waren es enttäuschend ausgefallene Quartalszahlen, die für schlechte Stimmung an der Wall Street sorgten: Die Bilanzen von Google und AMD lagen zwar über den Erwartungen, offenbar hatte man am Markt insgeheim aber doch noch auf mehr gehofft. Gut kamen indes die Zahlen von General Electric an, die aber nicht für genügend Aufwärtstrend sorgen konnten.
Hiobsbotschaften kamen zudem von Wirtschaftsseite: In den USA hat sich das von der Uni Michigan erhobene Konsumklima überraschend eingetrübt - der Index sank im März von 73,6 Punkten im Vormonat auf 72,5 Zähler, während am Markt ein unveränderter Stand erwartet wurde. Am Ende besiegelte aber die US-Großbank Goldman Sachs den Abwärtstrend - nach Bekanntwerden der Nachricht, dass die US-Börsenaufsicht das Institut wegen Betruges angeklagt hat, ging es nochmals deutlicher abwärts, ein tiefroter Handelsausklang war die Folge.
Der Dow Jones gab am Ende 1,13 Prozent nach und verabschiedete sich bei 11.019,12 Punkten ins Wochenende. Die Technologiebörse Nasdaq Composite verlor daneben 1,37 Prozent auf 2.481,26 Zähler.
20:06 Uhr: WestLB hat potenzielle Interessenten für WestimmoDie Landesbank WestLB kommt bei dem geplanten Verkauf der Tochter WestImmo offenbar voran. Aus Kreisen verlautete am Freitagabend, dass es eine Handvoll Bieter in die nächste Runde geschafft haben. Unter den Interessenten sollen neben der Aareal Bank auch die Finanzinvestoren Blackstone, Apollo und Colony sein.
17:11 Uhr: Goldman Sachs wird von SEC angeklagtGoldman Sachs rückt ins Visier der SEC. Die US-Börsenaufsicht klagt die US-Großbank und einen Ihrer Mitarbeiter wegen Betruges im Zusammenhang mit komplexen Finanzprodukten an. Es seien gegenüber Investoren falsche Angaben über Hypothekenprodukte gemacht worden.
17:07 Uhr: Aschewolke: Fraport erwartet Umsatzausfall in MillionenhöheDer Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet für jeden Tag des Flugverbots mit einem Umsatzausfall von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro. Am Freitag fielen insgesamt voraussichtlich etwa 1.100 von 1.400 Flügen aus. Darin sei bereits eingerechnet, dass bis in die Nacht hinein keine oder kaum noch Flüge stattfänden.
16:02 Uhr: US-Verbraucherstimmung trübt sich einDie Stimmung der US-Verbraucher hat sich im April verschlechtert. Laut der Universität Michigan verringerte sich der Gesamtindex auf 69,5 Punkte. Volkswirte waren von einer Steigerung auf 75,0 Punkte ausgegangen.



