14.07.2008 08:33
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Gravis legt Börsengang auf Eis (EuramS)

Apple-Händler setzt auf strategischen Investor – Starkes Gewinnwachstum erwartet

München. Wegen des schwachen Kapitalmarkts verzichtet Deutschlands größter Apple-Händler Gravis auf den für das zweite Halbjahr geplanten Börsengang (IPO). "Ein IPO ist für 2008 kein Thema", sagte Gravis-Vorstandschef Archibald Horlitz, gegenüber €uro am Sonntag laut Vorabbericht (E-Tag: 13.7.08).

Um sein Wachstum auch langfristig abzusichern, wirbt Gravis stattdessen verstärkt um strategische Partner, "die mehr als nur Kapital in mitbringen". Verhandlungen mit Investoren aus dem In- und Ausland liefen. "Wir favorisieren Partner, die mit langfristiger Perspektive ähnlich wie große Familienunternehmen gesteuert werden. Dann wären wir bereit auch einen größeren Anteil abzugeben", sagte Horlitz der Wirtschaftszeitung.

Mit aktuell 700 Mitarbeitern an 30 Standorten in Deutschland peilt Gravis 2008 mindestens 170 Millionen Euro Umsatz an. Das wären 26 Prozent mehr als 2007. "Das Wachstum beim operativen Ergebnis (Ebit) wird deutlich stärker ausfallen", sagte er, ohne Zahlen zu nennen. Nach Informationen von €uro am Sonntag soll das operative Ergebnis 2008 auf mindestens zwei Millionen Euro steigen. Gegenüber dem Vorjahr entspräche dies einem Plus von 42 Prozent. Bei der geplanten Übernahme weiterer Hardware/IT-Abteilungen in Karstadt-Filialen habe Gravis die Pilotphase "auf Wunsch von Karstadt" verlängert. "Mit Karstadt in Lübeck haben wir die zweite Filiale übernommen. 2008 wird höchstens noch eine dazukommen", sagte er gegenüber €uro am Sonntag. Von Apples neuem iPhone, das seit Freitag verfügbar ist, hofft Horlitz im laufenden Jahr 60.000 Stück verkaufen zu können. Dies entspräche seinen Schätzungen zufolge "zehn Prozent" des Absatzes in Deutschland.

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