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10.02.2012 17:31

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GRIECHENLAND

Wird Griechenland Regierung umbilden?


Nach weiteren Rücktritten könnte der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos Berichten zufolge schon in Kürze seine Regierung umbilden.

Dies meldeten mehrere Medien am Freitag unter Berufung auf Kreise der Regierung. Die Umbildung könnte Folge der Ankündigung des Chefs der kleinen rechtsgerichteten Partei LAOS sein, im Parlament gegen das harte Sparprogramm stimmen zu wollen. Parteichef Giorgos Karatzaferis hatte dies am Nachmittag erklärt, zugleich aber betont, seine Minister würden trotzdem in der Regierung bleiben, "wenn sie Papademos haben will".

Auch die stellvertretende Außenministerin Marilisa Xenogiannakopoulou ist von ihrem Posten zurückgetreten, wie der staatliche Rundfunk am Freitag berichtete. Sie könne das Sparprogramm nicht unterstützen, habe die Sozialistin in ihrem Rücktrittsschreiben erklärt. In Kürze wollte Ministerpräsident Lucas Papademos in einer Rede vor dem Ministerrat erläutern, wie es mit seiner Regierung weitergehen soll. Zuvor hatte es bereits mehrere Rücktritte in dem 50-köpfigen Gremium gegeben.

Die vier Regierungsmitglieder der kleinen, rechtskonservativen Laos-Partei haben dem griechischen Ministerpräsidenten Papademos ebenfalls ihren Rücktritt angeboten. Das bestätigte ein Sprecher der Partei. Das Kabinett sollte um 17.00 Uhr zusammentreten und wollte eigentlich die sichergeglaubte Einigung mit den internationalen Gläubigern absegnen.

Die Laos-Partei stellt einen Minister, einen Vizeminister und zwei Staatssekretäre. Papademos habe die Rücktrittsgesuche erhalten und denke darüber nach, sagte ein Regierungssprecher. Eine Entscheidung sollte noch vor der Sitzung gefällt werden.

Zuvor hatte Laos-Parteichef Giorgios Karatzaferis überraschend erklärt, er werde den Bedingungen für das zweite Rettungspaket doch nicht zustimmen. Nach extrem langwierigen Gesprächen hatte es am Donnerstag danach ausgesehen, als ob alle drei Parteien der aktuellen Regierungskoalition den schmerzhaften Forderungen der sogenannten Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds unterstützen.

Ein Nein der Rechten hätte angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der Regierung keine Auswirkungen, sollten die beiden anderen Regierungsparteien, die Sozialisten (PASOK) und die Konservativen (Nea Dimokratia), für die massiven Sparanstrengungen votieren. Denn LAOS stellt bloß 16 Abgeordnete des 252 starken Regierungslagers. Im Athener Parlament sitzen insgesamt 300 Abgeordnete.

Am Abend sollte in Athen der Ministerrat tagen, um das neue Sparprogramm zu billigen. Die entscheidende Abstimmung des Parlaments soll voraussichtlich am Sonntag stattfinden.

"So wie das Abkommen derzeit aussieht, können wir nicht dafür stimmen", sagte Parteiteichef George Karatzaferis in Athen. Alle 16 Abgeordneten seiner Partei würden hinter dieser Entscheidung sehen. Er wolle den sozialen Frieden in Griechenland sichern.

   Sollte das griechische Parlament gegen den Rettungsplan stimmen, würde es kein Geld mehr von den internationalen Gebern bekommen. Die Abstimmung soll voraussichtlich am kommenden Sonntag stattfinden. Die Euro-Finanzminister hatten ihren Beschluss für das Griechenland-Hilfsprogramm am späten Donnerstagabend auf kommenden Mittwoch vertagt. Nur wenn Athen innerhalb einer Woche mehrere Bedingungen erfüllt, kann Griechenland mit dem dringend benötigten zweiten Rettungspaket von mindestens 130 Milliarden Euro rechnen. Ohne die Hilfskredite droht dem Land die Staatspleite./jsl/hbr

Athen(dpa-AFX)

Bildquellen: iStock

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Kommentare zu diesem Artikel

kozani2 schrieb:
10.02.2012 15:43:54

mad dog muss ich zustimmen,obwohl
ich Deutscher griechischer Abstammung bin ! Für die derzetigen Tragoedie Griechelands
sind die Griechen selbst und insbesonders deren korrupten Politiker verantwortlich.Nicht
die EU oder Deutschland !

mad dog schrieb:
10.02.2012 15:10:16

Wäre die sofortige griechische Staaatspleite nicht eh der günstigere und eigentlich bessere weg gewesen? Wieviele Milliarden noch in ein Loch, dass eh keiner stopfen kann und die Griechen am wenigsten. Alleine die Verluste im Geldmarkt tagtäglich.

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