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06.02.2012 14:30

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GRIECHENLAND-POKER

Merkel und Sarkozy wollen, dass Griechenland im Euro bleibt


Deutschland und Frankreich halten an einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone fest, bestehen aber gleichzeitig auf einer Einigung mit der Troika als Voraussetzung für neue Hilfen.

"Wir wollen, dass Griechenland im Euro bleibt", betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Pressekonferenz mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy nach einem Treffen in Paris. "Das ist unser beider Meinung - aber ich sage auch: Es kann kein neues Griechenland-Programm geben, wenn es nicht mit der Troika zu einer Einigung kommt", betonte die Kanzlerin. "Diese Haltung vertreten wir ganz geschlossen, und deshalb muss jeder wissen in Griechenland, der Verantwortung trägt, dass wir von dieser Position nicht abweichen werden."

   Auch Sarkozy betonte dies. "Gemeinsam sagen wir unseren griechischen Freunden, dass es jetzt der Zeitpunkt ist, Entscheidungen zu fällen", betonte er. "Das Geld wird nicht freigegeben, bevor nicht grundsätzliche Entscheidungen getroffen sind, und die müssen auch umgesetzt werden", hob der französische Staatspräsident hervor.

   Die so genannte Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission befindet sich derzeit zu Verhandlungen in Griechenland, wo die Gespräche über einen Schuldenschnitt privater Gläubiger ebenso wie über Reformen in Griechenland andauern. Am Sonntag hatten sich die griechischen Parteiführer nicht auf Lohnkürzungen in der Privatwirtschaft und andere Maßnahmen einigen können, die die Kreditgeber des Landes als Gegenleistung für ein neues Hilfsprogramm von 130 Milliarden Euro verlangt haben.

   Merkel und Sarkozy forderten eine schnelle Einigung. "Die Zeit drängt, und für die gesamte Eurozone steht viel auf dem Spiel", erklärte die Kanzlerin. Deshalb sei es wichtig, "in den nächsten Tagen voranzukommen". Beide schlugen zudem ein Sonderkonto für griechische Staatseinnahmen vor, um die Zinszahlungen des Landes zu sichern. "Ich unterstütze die Idee, dass man die notwendigen Zinszahlungen für die Schulden auf ein Extrakonto legt, womit gesichert ist, dass Griechenland dieses Geld dann auch beständig bereitstellt", sagte Merkel zu einem zuvor gemachten Vorschlag Sarkozys.

-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires +49 (0)30 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com DJG/ank/apo (END) Dow Jones Newswires

   February 06, 2012 08:03 ET (13:03 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 03 AM EST 02-06-12

PARIS/BERLIN (Dow Jones)

Bildquellen: istockphoto

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