07.11.2012 18:10

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GRIECHENLAND-SCHULDEN

Brüssel fordert weitere Maßnahmen von Athen


Die EU-Kommission fordert weitere Maßnahmen zur Verminderung der griechischen Schulden. Die Schuldenlast werde zunehmend unhaltbar.

EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte am Mittwoch in Brüssel mit Blick auf die enorme Schuldenlast: "Man kann nicht abstreiten, dass sie zunehmend unhaltbar wird." Um die nächste Kreditauszahlung von 31,5 Milliarden Euro freizugeben, müsse es auch eine Vereinbarung geben über nötige Finanzierungen und die sogenannte Schuldentragfähigkeit.

    Wie Schritte zur Verminderung der Schuldenlast aussehen sollen, ließ der Finne offen. Bei der Griechenland-Rettung waren bereits private Gläubiger wie Banken in die Pflicht genommen worden.

  "Wir arbeiten derzeit in der Troika (der internationalen Geldgeber) und mit der griechischen Regierung in gutem, konstruktiven Geist zusammen", sagte Rehn. "Ich erwarte, dass wir diese Arbeit in den nächsten Tagen abschließen können." Endgültig entscheiden sollen dann die Euro-Finanzminister an diesem Montag (12.11.) bei ihrem November-Treffen in Brüssel.

   Laut dem Herbst-Konjunkturgutachten von Rehns Behörde wird der griechische Schuldenberg weiter wachsen. Für 2014 werden knapp 189 Prozent der Wirtschaftsleistung angenommen nach knapp 177 Prozent im laufenden Jahr. Bei der Vereinbarung für das laufende Hilfsprogramm von 130 Milliarden Euro war im Frühling festgelegt worden, dass die Schuldenlast Athens bis 2020 auf ein einigermaßen erträgliches Maß von 120 Prozent schrumpfen soll. Experten zweifeln schon länger an diesem Ziel.

   Eine weitere Vorbedingung für die Auszahlung der nächsten Kredittranche ist die Billigung des neuen Sparpakets der Regierung von Premier Antonis Samaras von 13,5 Milliarden Euro durch das Parlament in Athen./cb/DP/hbr

BRÜSSEL (dpa-AFX)

Bildquellen: bluecrayola / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

reini54 schrieb:
07.11.2012 20:46:56

Hallo Boppa, wenn Du das so siehst, dann kauf doch reichlich Anleihen aus GR. Dann geht es an Dein Geld wenn es mit denen nicht klappt. Aber immer nur sagen, koste es was es wolle, und damit dann das Geld anderer Menschen meinen, das kann doch wohl nicht so ganz richtig sein.

Boppa schrieb:
07.11.2012 18:37:51

Wenn wir es noch nicht einmal schaffen, GR in der Eurozone zu halten, wie soll es dann mit Europa weitergehen? Das schlimmste Signal wäre, wenn GR austreten würde. Entweder sind wir Europäer oder wir sind es nicht. Egal was es kostet. Nur gemeinsam sind wir stark.

Botox49 schrieb:
07.11.2012 15:59:25

Nicht nur die griechische Regierung, auch die Opposition muss zustimmen, denn an dem Schuldenberg sind alle Griechen beteiligt. Und dann bitte eine tragfähige Lösung, die nur auf eine Euro-Ende für Hellas hinauslaufen kann.

reini54 schrieb:
07.11.2012 15:37:21

GR wird zahlungsunfähig werden, daran führt kein Weg vorbei. Mit dem harten Euro schaffen die es nie. Es ist billiger das Land jetzt aus dem Euro zu werfen als noch länger zu warten. Damit können Politiker zwar zeigen wie toll sie sind, es kostet aber unmengen Geld der deutschen Steuerzahler.

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