09.12.2012 17:27
Bewerten
(2)

Griechenland bleibt beim Schuldenrückkauf hinter Zielen zurück - Kreise

DRUCKEN

   Von Alkman Granitsas und Costas Paris

   Griechenland ist mit seinem ambitionierten Vorhaben, Milliarden von Staatsschulden zurückzukaufen, offenbar hinter seinen eigenen Zielen zurückgeblieben. Anstelle der angepeilten 30 Milliarden Euro haben Gläubiger nur 26 bis 28 Milliarden Euro an Schulden zum Rückkauf angeboten, wie eingeweihte Personen am Sonntag sagten. Nun müssen möglicherweise tatsächlich die vier größten griechischen Banken in die Bresche springen, damit das Schuldenrückkaufprogramm doch noch gelingen kann.

   Die Banken hatten angeboten, die von ihnen gehaltenen Staatsanleihen wenn nötig vollständig abzutreten, falls es ansonsten zu wenig Interesse geben sollte. Möglicherweise werde Griechenland den Rückkaufprozess am Montag noch einmal eröffnen und versuchen, bessere Angebote einzuwerben, sagten die informierten Personen weiter. Allerdings würden die allesamt in den Prozess involvierten vier großen griechischen Banken immer noch vier bis fünf Milliarden an griechischen Schulden halten - und damit genug, um die Lücke nötigenfalls zu schließen.

   Die griechische Schuldenagentur hatte die Eigner der Anleihen gebeten, bis Freitag 18.00 Uhr deutscher Zeit anzugeben, wie viele Titel sie zu welchem Preis anbieten wollen. Im Anschluss daran werden die Gebote geprüft, wobei eine endgültige Entscheidung, wie viel und zu welchem Preis gekauft wird - und wie viele Schulden die griechischen Banken veräußern - noch einige Tage auf sich warten lassen dürfte, wie mit dem Vorgang vertraute Personen zuvor gesagt hatten.

   Die Regierung hatte 10 Milliarden Euro angeboten, um die Staatsschulden zurückzukaufen. Der angebotene Maximalpreis liegt zwischen 32,2 Prozent und 40,1 Prozent vom Nominalwert. Athen will mit den 10 Milliarden Euro also 30 Milliarden Euro an Anleihen kaufen - und wäre so 20 Milliarden Euro Schulden los.

   Athen hofft, etwa die Hälfte der 63 Milliarden Euro Schulden zu tilgen, die das Land privaten Gläubigern schuldet. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass die europäischen und internationalen Gläubiger dem Land neues Geld leihen. Der Rückkauf muss am 12. Dezember abgeschlossen sein - einen Tag bevor Europas Finanzminister entscheiden, ob sie die Hilfen freigeben.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   (Mehr zu diesem Thema und weitere Berichte und Analysen zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzthemen finden Sie auf www.WSJ.de, dem deutschsprachigen Online-Angebot des Wall Street Journal.)

   DJG/DJN/brb

   (END) Dow Jones Newswires

   December 09, 2012 10:56 ET (15:56 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 56 AM EST 12-09-12

Melden Sie sich jetzt an!

Gold, Öl und Industriemetalle erleben ein Comeback: Kupfer legte beispielsweise seit Jahresbeginn über 20 Prozent zu. Welche Einstiegschancen sich nun ergeben, erfahren Sie im Online-Seminar am 19. Dezember.
Hier zum Rohstoff-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Charttechnischer Ausblick auf die Finanzmärkte 2018

Nicht verpassen: Am 4. Januar Live-Webinar mit einer Analyse der langfristigen Chartbildern von Zinsen, EUR/USD, Rohstoffen und Aktien. Exklusiv für den Börse Stuttgart Anlegerclub.
Kostenfrei registrieren und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX geht grün ins Wochenende -- Wall Street schließt im Plus -- Bitcoin: Neues Rekordhoch -- H&M-Aktie stürzt ab -- Airbus-Konzernchef Enders geht 2019 -- Oracle, HelloFresh, Merck KGaA, VW im Fokus

Luxemburg klagt gegen EU-Steuernachforderung an Amazon. EU strebt schnelle Fortschritte bei Bankenunion und ESM an. Tui verstärkt sich im Kreuzfahrtgeschäft. Ryanair wirft bei Fluggesellschaft Niki Hut in den Ring. Ripple marschiert auf Platz drei der größten Kryptowährungen. Steinhoff bekommt Hilfe von Tochter Steinhoff Africa Retail. Gemalto offenbar doch bereit zu Übernahmegesprächen mit Atos. CropEnergies verdient im dritten Quartal weniger.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Steinhoff International N.V.A14XB9
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
RWE AG St.703712
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
adidas AGA1EWWW