LONDON (Dow Jones)--Griechenland wird nach Informationen vertrauter Kreise selbst nach einer Halbierung der Schulden gegenüber privaten Gläubigern zusätzliche Finanzhilfe brauchen. Um das hochverschuldete Land auf eine tragbare finanzielle Basis zu stellen, seien nach ersten Schätzungen rund weitere 15 Milliarden Euro nötig, sagten Personen, die mit der Sachlage vertraut sind, zu Dow Jones Newswires. Die genaue Zahl könne erst bestimmt werden, wenn die Verhandlungen mit den Privatgläubigern abgeschlossen seien. Es gebe aber bereits die allgemeine Überzeugung, dass der Schuldenschnitt um 50 Prozent nicht ausreichen werde.
Die schwachen Steuereinnahmen und der dramatische Wirtschaftsabsturz machten es für Griechenland sehr schwierig, die Schuldenlast zu bedienen. Das Budgetdefizit in diesem Jahr dürfte nahe 10 Prozent liegen, während bislang ein Ziel von 8,5 Prozent anvisiert worden sei, sagten informierte Personen. Es werde erwartet, dass Griechenland die Gespräche mit den Banken über einen Schuldenschnitt in der nächsten Woche abschließe.
-Von Costas Paris and Matina Stevis, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
January 11, 2012 13:03 ET (18:03 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 03 PM EST 01-11-12