23.01.2013 21:47
Bewerten
 (0)

Griechenland könnten Fördergelder entgehen

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Griechenland entgehen möglicherweise EU-Fördergelder für bestimmte wichtige Vorhaben. Ein Drittel von 181 besonders wichtigen Projekten zum Beispiel aus den Bereichen Verkehr, Tourismus oder Energie steht auf dem Spiel. Das sagte EU-Regionalkommissar Johannes Hahn am Mittwoch nach einem Treffen mit dem zuständigen griechischen Minister Kostis Hatzidakis in Brüssel. Die Sprecherin Hahns erklärte allerdings, dass die Behörde sehr zufrieden mit den Fortschritten der Griechen sei.

 

    Die EU-Kommission verlangt von Athen, dass die Regierung in den nächsten zwei Monaten eine Bilanz zieht zu den 60 bis 65 Vorhaben, die auf der Kippe stehen. Dies werde zeigen, "welche wirklich umgesetzt werden können und welche nicht wirklich machbar sind ... und wo wir entscheiden müssen, das Geld für andere Zwecke einzusetzen", sagte Hahn. Hatzidakis versprach "spürbaren Fortschritt".

 

    Die Sprecherin Hahns betonte, der Kommissar sei ermutigt vom Willen der Regierung in Athen. "Wenn die griechischen Behörden absolut nichts täten, gäbe es definitiv ein Risiko, dass das Geld für einige dieser Projekte verloren ginge", sagte Shirin Wheeler. "Aber das entspricht nicht dem, was wir [aus Griechenland] hören." So habe das Land im vergangenen Jahr 87 Prozent der ihm zugeteilten Fördergelder von 3,7 Milliarden abgerufen.

 

    Griechenland erhält EU-Fördergelder unter besonders günstigen Konditionen. So muss das Land nur mindestens fünf Prozent der Beträge gegenfinanzieren, die es aus EU-Töpfen zur Strukturförderung erhält. Dies soll helfen, die Wirtschaft des Krisenlandes durch Investitionen in Schwung zu bringen. Athen hat aber Probleme damit, die Mittel auch zum Einsatz zu bringen.

 

    Der griechische Minister nannte die Bemühungen der griechischen Regierung einen "Marathon". EU-Kommissar Hahn schätzt die Schwierigkeiten als noch gravierender ein: "Wir absolvieren einen Triathlon", sagte er./hrz/DP/she

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Commerzbank-Gewinn sackt um ein Drittel ab -- Analyst: Apple hat beste Zeiten hinter sich -- McDonald's enttäuscht mit mageren Quartalszahlen -- VW, Covestro, Kontron im Fokus

Kreise: Unicredit erwägt Kapitalerhöhung von bis zu fünf Milliarden Euro. US-Gericht genehmigt Milliarden-Vergleich im VW-Dieselskandal. Deutsche-Börse-Aktionäre stimmen Fusion mit LSE zu. Mobileye beendet Zusammenarbeit mit Tesla. DuPont vor Fusion mit Dow Chemical mit kräftigem Gewinnsprung. Diese Aktien sollten Anleger kaufen, wenn Donald Trump US-Präsident wird. Hiobsbotschaft aus britischer Wirtschaft schreckt Währungshüter auf.
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die wertvollsten Marken 2016

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wo hat man am meisten Urlaub?
Rohstoff-Performer im ersten Halbjahr 2016
DAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
Welche deutsche Stadt ist bereit für die Zukunft?
TecDAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?