Griechenland verunsichert: DAX & Co. verlieren deutlich -- Lufthansa: Kommt nun Fluglotsenstreik? -- United Airlines & US Airways vor Fusion -- GM droht Rückrufaktion -- EADS, China Life im Fokus
Termine vom 08.04.10:
- JP: Auftragseingänge im Maschinenbau – ESRI
- GB: Bank of England - Zinsentscheidung
- EU: EZB – Zinsentscheidung
- USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
- Advanced Materials: Quartalszahlen
- China Life Insurance: Quartalszahlen
- Geely Automobile: Quartalszahlen
- H&M: Quartalszahlen
- POSCO: Quartalszahlen
Griechenland verunsichert: DAX & Co. im Minus
Mit schwachen Vorgaben im Rücken sind auch die deutschen Aktienmärkte am Donnerstag mit Kursverlusten in den Handel starten. Der DAX durchbrach früh die Marke von 6.200 Punkten nach unten. Die Zeichen standen auf tiefrot. Griechenland bleibt weiter Thema: Für das hochverschuldete Land wird die Refinanzierung aufgrund steigender Risikoaufschläge für Anleihen immer teurer (zum Video). Die Anleger richteten ihren Blick zudem nach Frankfurt auf die Europäische Zentralbank. Diese hat erwartungsgemäß das Leitzinsniveau bei 1,0 Prozent belassen. Nun rückten die Kommentare der Währungshüter zur weiteren Geldpolitik der EZB in den Blick der Marktteilnehmer: EZB-Chef Jean-Claude Trichet erwartet für 2010 eine moderate Erholung im Euroland.
Auf Unternehmensseite haben sich die Lufthansa und die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit im bereits mehrere Monate andauernden Tarifkonflikt auf eine Schlichtung verständigt. Damit wurde der zweite Pilotenstreik abgewendet, was der Airline einen Schaden in Millionenhöhe einsparen sollte. Die Kranich-Aktie gehörte zunächst zu den Gewinnern im deutschen Leitindex, musste sich jedoch dem allgemeinen Marktgeschehen ergeben und ebenfalls leichter notieren. Am Nachmittag wurde bekannt, dass nun vielmehr ein Streik von Seiten der Fluglotsen drohe.
Der DAX fiel zu Beginn um 0,4 Prozent auf 6.200 Punkte zurück. Die 6.200er-Marke fiel im Verlauf deutlich. Der Leitindex ging im Minus in eine Seitwärtsbewegung über. Insbesondere hatten Finanzwerte mit Abschlägen zu kämpfen (zum Video) Am Ende fiel das Aktienbarometer um 0,8 Prozent auf 6.172 Punkte.
Der TecDAX stieg mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 835 Zählern in die Sitzung ein und fiel im Verlauf stärker. Letztlich stand ein Abschlag von 0,9 Prozent auf 829 Punkte zu Buche.
16:36 Uhr: EADS setzte weiter auf US-Expansion
Der Luftfahrtkonzern EADS setzt auch ohne den umkämpften Auftrag für US-Tankflugzeuge weiter auf eine massive Expansion in den USA. "Man ändert einen solchen Plan nicht, weil ein Auftrag verloren ist", so Verwaltungsratschef Bodo Uebber gegenüber der Pariser Wirtschaftszeitung "Les Echos".
16:09 Uhr: Lufthansa: Kommt nun ein Fluglotsenstreik?
Nachdem der zweite Pilotenstreik bei der Lufthansa abgewendet wurde, erwägen nun die Fluglotsen einen Streik. Die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung über die Arbeitszeiten der Lotsen seien gescheitert, erklärte die Gewerkschaft der Flugsicherung. Die Tarifkommission habe deshalb die Genehmigung von Arbeitskampfmaßnahmen beim Bundesvorstand der Gewerkschaft beantragt.
15:35 Uhr: Wall Street-Kurse fallen
Nach den gestrigen Abschlägen begehen die US-Börsen den Donnerstagshandel ebenfalls mit roten Vorzeichen. Verkaufsdruck kommt abermals vom US-Arbeitsmarkt, der sich in der vergangenen Woche überraschend schlechter entwickelt hat als prognostiziert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist um 18.000 auf 460.000 gestiegen – Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 435.000 in Aussicht gestellt. Weiterer großer Belastungsfaktor bleibt das hoch verschuldete Griechenland, nachdem die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen den dritten Tag in Folge auf ein Rekordhoch gestiegen sind, was die Refinanzierung des Landes deutlich erschwert.
Am US-Flughimmel deutet sich unterdessen eine der größten Fusionen der Sektorgeschichte an. Die Muttergesellschaft der United Airlines, UAL verhandelt Pressemeldungen zufolge mit US Airways über einen Zusammenschluss. Die Aktien der beiden Parteien gewinnen deutlich zu. Durch eine Fusion würde die zweitgrößte Fluggesellschaft der USA nach Delta Air Lines entstehen. Daneben rücken Einzelhandelswerte nach Umsatzvorlagen für den Monat März in den Fokus.
Der Dow Jones muss derzeit einen Verlust von 0,3 Prozent auf 10.868 Punkte hinnehmen. Auch an der Technologiebörse Nasdaq Composite sind Abschläge auszumachen.
14:46 Uhr: Mehr US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche überraschend verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 18.000 auf 460.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 435.000 prognostiziert hatten.
14:00 Uhr: GM droht Rückrufaktion
Die US-Behörde für Verkehrssicherheit geht Beschwerden über verrostete Bremsen bei Allradwagen von General Motors nach. 110 Fahrer hatten moniert, dass die Bremskraft wegen der Korrosion nachgelassen habe. Die Fachzeitschrift "Automotive News" bezifferte die Gesamtzahl der betroffen Fahrzeuge auf rund sechs Millionen.
- JP: Auftragseingänge im Maschinenbau – ESRI
- GB: Bank of England - Zinsentscheidung
- EU: EZB – Zinsentscheidung
- USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
- Advanced Materials: Quartalszahlen
- China Life Insurance: Quartalszahlen
- Geely Automobile: Quartalszahlen
- H&M: Quartalszahlen
- POSCO: Quartalszahlen
Griechenland verunsichert: DAX & Co. im MinusMit schwachen Vorgaben im Rücken sind auch die deutschen Aktienmärkte am Donnerstag mit Kursverlusten in den Handel starten. Der DAX durchbrach früh die Marke von 6.200 Punkten nach unten. Die Zeichen standen auf tiefrot. Griechenland bleibt weiter Thema: Für das hochverschuldete Land wird die Refinanzierung aufgrund steigender Risikoaufschläge für Anleihen immer teurer (zum Video). Die Anleger richteten ihren Blick zudem nach Frankfurt auf die Europäische Zentralbank. Diese hat erwartungsgemäß das Leitzinsniveau bei 1,0 Prozent belassen. Nun rückten die Kommentare der Währungshüter zur weiteren Geldpolitik der EZB in den Blick der Marktteilnehmer: EZB-Chef Jean-Claude Trichet erwartet für 2010 eine moderate Erholung im Euroland.
Auf Unternehmensseite haben sich die Lufthansa und die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit im bereits mehrere Monate andauernden Tarifkonflikt auf eine Schlichtung verständigt. Damit wurde der zweite Pilotenstreik abgewendet, was der Airline einen Schaden in Millionenhöhe einsparen sollte. Die Kranich-Aktie gehörte zunächst zu den Gewinnern im deutschen Leitindex, musste sich jedoch dem allgemeinen Marktgeschehen ergeben und ebenfalls leichter notieren. Am Nachmittag wurde bekannt, dass nun vielmehr ein Streik von Seiten der Fluglotsen drohe.
Der DAX fiel zu Beginn um 0,4 Prozent auf 6.200 Punkte zurück. Die 6.200er-Marke fiel im Verlauf deutlich. Der Leitindex ging im Minus in eine Seitwärtsbewegung über. Insbesondere hatten Finanzwerte mit Abschlägen zu kämpfen (zum Video) Am Ende fiel das Aktienbarometer um 0,8 Prozent auf 6.172 Punkte.
Der TecDAX stieg mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 835 Zählern in die Sitzung ein und fiel im Verlauf stärker. Letztlich stand ein Abschlag von 0,9 Prozent auf 829 Punkte zu Buche.
16:36 Uhr: EADS setzte weiter auf US-ExpansionDer Luftfahrtkonzern EADS setzt auch ohne den umkämpften Auftrag für US-Tankflugzeuge weiter auf eine massive Expansion in den USA. "Man ändert einen solchen Plan nicht, weil ein Auftrag verloren ist", so Verwaltungsratschef Bodo Uebber gegenüber der Pariser Wirtschaftszeitung "Les Echos".
16:09 Uhr: Lufthansa: Kommt nun ein Fluglotsenstreik?Nachdem der zweite Pilotenstreik bei der Lufthansa abgewendet wurde, erwägen nun die Fluglotsen einen Streik. Die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung über die Arbeitszeiten der Lotsen seien gescheitert, erklärte die Gewerkschaft der Flugsicherung. Die Tarifkommission habe deshalb die Genehmigung von Arbeitskampfmaßnahmen beim Bundesvorstand der Gewerkschaft beantragt.
15:35 Uhr: Wall Street-Kurse fallenNach den gestrigen Abschlägen begehen die US-Börsen den Donnerstagshandel ebenfalls mit roten Vorzeichen. Verkaufsdruck kommt abermals vom US-Arbeitsmarkt, der sich in der vergangenen Woche überraschend schlechter entwickelt hat als prognostiziert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist um 18.000 auf 460.000 gestiegen – Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 435.000 in Aussicht gestellt. Weiterer großer Belastungsfaktor bleibt das hoch verschuldete Griechenland, nachdem die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen den dritten Tag in Folge auf ein Rekordhoch gestiegen sind, was die Refinanzierung des Landes deutlich erschwert.
Am US-Flughimmel deutet sich unterdessen eine der größten Fusionen der Sektorgeschichte an. Die Muttergesellschaft der United Airlines, UAL verhandelt Pressemeldungen zufolge mit US Airways über einen Zusammenschluss. Die Aktien der beiden Parteien gewinnen deutlich zu. Durch eine Fusion würde die zweitgrößte Fluggesellschaft der USA nach Delta Air Lines entstehen. Daneben rücken Einzelhandelswerte nach Umsatzvorlagen für den Monat März in den Fokus.
Der Dow Jones muss derzeit einen Verlust von 0,3 Prozent auf 10.868 Punkte hinnehmen. Auch an der Technologiebörse Nasdaq Composite sind Abschläge auszumachen.
15:30 Uhr: Dow Jones mit roten Vorzeichen
Der US-Leitindex fällt zu Beginn um 0,3 Prozent auf 10.866 Punkte.
14:46 Uhr: Mehr US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche überraschend verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 18.000 auf 460.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 435.000 prognostiziert hatten.
14:00 Uhr: GM droht Rückrufaktion Die US-Behörde für Verkehrssicherheit geht Beschwerden über verrostete Bremsen bei Allradwagen von General Motors nach. 110 Fahrer hatten moniert, dass die Bremskraft wegen der Korrosion nachgelassen habe. Die Fachzeitschrift "Automotive News" bezifferte die Gesamtzahl der betroffen Fahrzeuge auf rund sechs Millionen.



