10.01.2013 21:08
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Griechenlands Neuverschuldung um 30 Prozent gesunken

Von Nektaria Stamouli und Stelios Bouras Griechenlands Haushaltsloch ist im vergangenen Jahr gegenüber 2011 um 30 Prozent kleiner geworden. Dies wurde durch scharfe Einsparungen erreicht, die den leichten Rückgang bei den Steuereinnahmen mehr als kompensierten, wie das Finanzministerium erklärte. Zwischen Januar und Dezember 2012 häufte das Euromitglied neue Schulden in Höhe von 15,9 Milliarden Euro an. Ein Jahr zuvor waren es noch 22,8 Milliarden. Damit liegt Griechenland unter den Vorgaben der EU, die die Grenze für neue Kredite bei 16,3 Milliarden Euro gesetzt hatte.

   "Diese positiven Zeichen zeigen, dass die Anstrengungen zur Haushaltssanierung erste Früchte tragen", sagte Vize-Finanzminister Christos Staikouras. Trotzdem werden damit immer noch über 20 Prozent der Ausgaben durch neue Schulden gedeckt, die aus dem EU-Rettungsprogramm stammen. Der Anteil könnte sogar noch höher ausfallen, weil zum Beispiel die Ausgaben für das Militär gesondert geführt werden.

   Trotz oder besser wegen der immensen Kraftanstrengung bleiben die wirtschaftlichen Aussichten auch für das neue Jahr trübe. Das Forschungsinstitut IOBE erwartet, dass die Wirtschaftsleistung 2013 um 4,6 Prozent schrumpfen wird. Griechenland steckt damit das sechste Jahr infolge in der Rezession fest. Auch die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen, wenn auch nicht mehr so schnell. Die Forscher rechnen mit einer Höchstquote von 27,3 Prozent. Aktuell sind es rund 26 Prozent.

   Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/DJN/chg/flf

   (END) Dow Jones Newswires

   January 10, 2013 14:37 ET (19:37 GMT)

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