Griechenlands Schuldenberg zwingt deutsche Börsen in die Knie -- Nokia nach Zahlen unter Druck -- eBay: Ausblick enttäuscht -- Blackstone, Euro, PepsiCo, RWE, Credit Suisse, VW im Fokus
Termine vom 22.04.10:
- JP: Leistungsbilanz März
- USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
- USA: Erzeugerpreisindex März
- USA: Verkäufe bestehender Häuser März
- ABB: Quartalszahlen
- Advanta: Quartalszahlen
- Amazon: Quartalszahlen
- American Express: Quartalszahlen
- AmerisourceBergen: Quartalszahlen
- AutoNation: Quartalszahlen
- BB&T: Quartalszahlen
- Saint-Gobain : Quartalszahlen
- Credit Suisse: Quartalszahlen
- Danaher: Quartalszahlen
- Healthways: Quartalszahlen
- Kia Motors: Quartalszahlen
- Kimberly-Clark: Quartalszahlen
- Lonza: Quartalszahlen
- LUDWIG BECK: Quartalszahlen
- Marriott: Quartalszahlen
- Microsoft: Quartalszahlen
- Nestlé: Quartalszahlen
- Nokia: Quartalszahlen
- PepsiCo: Quartalszahlen
- Philip Morris: Quartalszahlen
- Phoenix Solar: Jahresabschluss
- RWE: Hauptversammlung
- Saipem: Quartalszahlen
- Sigma-Aldrich: Quartalszahlen
- STMicroelectronics: Quartalszahlen
- Blackstone: Quartalszahlen
- Hershey: Quartalszahlen
- New York Times: Quartalszahlen
- Verizon: Quartalszahlen
- Volkswagen: Hauptversammlung
Griechenland belastet: DAX rutscht unter 6.200
Die deutschen Anleger zeigten sich zum Handelsstart am Donnerstag unentschlossen. Nach durchwachsenen Vorgaben aus den USA und Gewinnmitnahmen in Asien startete der deutsche Aktienmarkt in etwa auf Vortagesniveau. Ein besser als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für die Eurozone half dem Markt am Vormittag auf die Beine und schob die Börsen deutlich ins Plus. Im Verlauf setzte eine deutliche Gegenbewegung ein, rote Vorzeichen prägten das Bild. Dies war abermals aufkommenden Sorgen um Griechenland zu schulden: Das Haushaltsloch des Landes ist größer als angenommen - die Angaben zum Staatsdefizit für das Jahr 2009 wurden nach oben korrigiert, was Staatsanleihen massiv unter Druck brachte und auch die Aktienmärkte belastete. Auch die US-Börsen tendierten schwächer, was die Stimmung zusätzlich drückte.
Auch von Unternehmensseite kamen heute Impulse. eBay hatte am Vorabend mit einem zu vorsichtigen Ausblick enttäuscht und wurde dafür mit Kursabschlägen bestraft. Auch am Donnerstag standen erneut zahlreiche Zahlenvorlagen an, die die Anleger zu verdauen hatten. Hierzulande wurde insbesondere die Bilanz des finnischen Handyherstellers Nokia mit Spannung erwartet. Diese fiel schlechter aus als erhofft und konnte keine positiven Handelsimpulse liefern.
Bei Volkswagen kamen heute die Anteilseigner zur Hauptversammlung zusammen. Am Vortag hatte der Konzern überraschend Quartalszahlen vorgelegt und einen kräftigen Gewinnsprung vermeldet.
Der DAX stieg mit einem marginalen Abschlag von 0,04 Prozent bei 6.229,23 Punkten in den Handel ein. Nach einem zwischenzeitlich deutlichen Kurssprung, bei dem es bis auf 6.286 Zähler nach oben ging, setzten später Gewinnmitnahmen ein - die Standardwerte rutschten ins Minus und fielen sogar unter 6.200 Punkte. Bankenwerte lasteten angesichts der Griechenland-Sorgen auf dem Gesamtmarkt. Der DAX ging am Ende um 1,0 Prozent auf 6.169 Indexzähler in die Knie.
Der TecDAX startete unterdessen ebenfalls auf Vortagesniveau - auch hier waren zwischenzeitlich deutlich grüne Vorzeichen auszumachen. Im weiteren Verlauf notierte der Techwerteindex ebenfalls schwächer - es ging um 1,0 Prozent auf 841 Punkte südwärts.
17:24 Uhr: Blackstone-Verlust schrumpft
Die amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Blackstone verbesserte ihre Umsatzerlöse im ersten Quartal nach 45,8 Millionen auf 711,1 Millionen Dollar. Der Nettoverlust nach Anteilen Dritter lag bei 121,4 Millionen Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Nettoverlust von 231,6 Millionen Dollar ausgewiesen hatte.
17:17 Uhr: Griechenland-Sorgen: Euro auf tiefstem Stand seit April 2009
Der Euro gibt am späten Donnerstagnachmittag weiter nach und markierte bei 1,3258 Dollar den tiefsten Stand seit April des letzten Jahres. Gründe waren der höher als erwartete Schuldenberg sowie die Abstufung Griechenlands durch Moody's auf "Aa3" - der Ausblick bleibt negativ. Zuvor waren die Renditen für zweijährige griechische Staatspapiere auf über zehn Prozent gestiegen.
16:26 Uhr: Obama warnt vor erneuter Finanzkrise
US-Präsident Barack Obama warnt vor einer Wiederholung der schweren Finanzkrise. Ohne striktere Kontroll- und Regulierungsmaßnahmen bestehe die Gefahr, dass die Wirtschaft erneut in eine derartige Krise wie im Jahr 2008 stürzt. Zugleich betone Obama in seiner Rede aber auch, dass er weiterhin auf die Funktion des freien Marktes baue, so Presseangaben vorab unter Berufung auf Redeauszüge.
16:13 Uhr: VW drängt auf engere Koop von MAN & Scania
Der Großaktionär Volkswagen drängt angesichts der noch immer schwächelnden Lastwagenverkäufe die Lkw-Bauer MAN und Scania zur Kooperation. "Die kurzfristig vorhandenen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Bereich Entwicklung und bei Komponenten werden wir Stück für Stück realisieren", so der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn.
16:05 Uhr: US-Verkäufe bestehender Häuser ziehen an
Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser hat sich im März verbessert. Demnach stieg die Zahl gegenüber dem Vormonat um 6,8 Prozent auf 5,35 Millionen, während Volkswirte einen Wert von 5,29 Millionen erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von 5,01 Millionen ermittelt worden.
- JP: Leistungsbilanz März
- USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
- USA: Erzeugerpreisindex März
- USA: Verkäufe bestehender Häuser März
- ABB: Quartalszahlen
- Advanta: Quartalszahlen
- Amazon: Quartalszahlen
- American Express: Quartalszahlen
- AmerisourceBergen: Quartalszahlen
- AutoNation: Quartalszahlen
- BB&T: Quartalszahlen
- Saint-Gobain : Quartalszahlen
- Credit Suisse: Quartalszahlen
- Danaher: Quartalszahlen
- Healthways: Quartalszahlen
- Kia Motors: Quartalszahlen
- Kimberly-Clark: Quartalszahlen
- Lonza: Quartalszahlen
- LUDWIG BECK: Quartalszahlen
- Marriott: Quartalszahlen
- Microsoft: Quartalszahlen
- Nestlé: Quartalszahlen
- Nokia: Quartalszahlen
- PepsiCo: Quartalszahlen
- Philip Morris: Quartalszahlen
- Phoenix Solar: Jahresabschluss
- RWE: Hauptversammlung
- Saipem: Quartalszahlen
- Sigma-Aldrich: Quartalszahlen
- STMicroelectronics: Quartalszahlen
- Blackstone: Quartalszahlen
- Hershey: Quartalszahlen
- New York Times: Quartalszahlen
- Verizon: Quartalszahlen
- Volkswagen: Hauptversammlung
Griechenland belastet: DAX rutscht unter 6.200Die deutschen Anleger zeigten sich zum Handelsstart am Donnerstag unentschlossen. Nach durchwachsenen Vorgaben aus den USA und Gewinnmitnahmen in Asien startete der deutsche Aktienmarkt in etwa auf Vortagesniveau. Ein besser als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für die Eurozone half dem Markt am Vormittag auf die Beine und schob die Börsen deutlich ins Plus. Im Verlauf setzte eine deutliche Gegenbewegung ein, rote Vorzeichen prägten das Bild. Dies war abermals aufkommenden Sorgen um Griechenland zu schulden: Das Haushaltsloch des Landes ist größer als angenommen - die Angaben zum Staatsdefizit für das Jahr 2009 wurden nach oben korrigiert, was Staatsanleihen massiv unter Druck brachte und auch die Aktienmärkte belastete. Auch die US-Börsen tendierten schwächer, was die Stimmung zusätzlich drückte.
Auch von Unternehmensseite kamen heute Impulse. eBay hatte am Vorabend mit einem zu vorsichtigen Ausblick enttäuscht und wurde dafür mit Kursabschlägen bestraft. Auch am Donnerstag standen erneut zahlreiche Zahlenvorlagen an, die die Anleger zu verdauen hatten. Hierzulande wurde insbesondere die Bilanz des finnischen Handyherstellers Nokia mit Spannung erwartet. Diese fiel schlechter aus als erhofft und konnte keine positiven Handelsimpulse liefern.
Bei Volkswagen kamen heute die Anteilseigner zur Hauptversammlung zusammen. Am Vortag hatte der Konzern überraschend Quartalszahlen vorgelegt und einen kräftigen Gewinnsprung vermeldet.
Der DAX stieg mit einem marginalen Abschlag von 0,04 Prozent bei 6.229,23 Punkten in den Handel ein. Nach einem zwischenzeitlich deutlichen Kurssprung, bei dem es bis auf 6.286 Zähler nach oben ging, setzten später Gewinnmitnahmen ein - die Standardwerte rutschten ins Minus und fielen sogar unter 6.200 Punkte. Bankenwerte lasteten angesichts der Griechenland-Sorgen auf dem Gesamtmarkt. Der DAX ging am Ende um 1,0 Prozent auf 6.169 Indexzähler in die Knie.
Der TecDAX startete unterdessen ebenfalls auf Vortagesniveau - auch hier waren zwischenzeitlich deutlich grüne Vorzeichen auszumachen. Im weiteren Verlauf notierte der Techwerteindex ebenfalls schwächer - es ging um 1,0 Prozent auf 841 Punkte südwärts.
17:24 Uhr: Blackstone-Verlust schrumpftDie amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Blackstone verbesserte ihre Umsatzerlöse im ersten Quartal nach 45,8 Millionen auf 711,1 Millionen Dollar. Der Nettoverlust nach Anteilen Dritter lag bei 121,4 Millionen Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Nettoverlust von 231,6 Millionen Dollar ausgewiesen hatte.
17:17 Uhr: Griechenland-Sorgen: Euro auf tiefstem Stand seit April 2009 Der Euro gibt am späten Donnerstagnachmittag weiter nach und markierte bei 1,3258 Dollar den tiefsten Stand seit April des letzten Jahres. Gründe waren der höher als erwartete Schuldenberg sowie die Abstufung Griechenlands durch Moody's auf "Aa3" - der Ausblick bleibt negativ. Zuvor waren die Renditen für zweijährige griechische Staatspapiere auf über zehn Prozent gestiegen.
16:26 Uhr: Obama warnt vor erneuter FinanzkriseUS-Präsident Barack Obama warnt vor einer Wiederholung der schweren Finanzkrise. Ohne striktere Kontroll- und Regulierungsmaßnahmen bestehe die Gefahr, dass die Wirtschaft erneut in eine derartige Krise wie im Jahr 2008 stürzt. Zugleich betone Obama in seiner Rede aber auch, dass er weiterhin auf die Funktion des freien Marktes baue, so Presseangaben vorab unter Berufung auf Redeauszüge.
16:13 Uhr: VW drängt auf engere Koop von MAN & ScaniaDer Großaktionär Volkswagen drängt angesichts der noch immer schwächelnden Lastwagenverkäufe die Lkw-Bauer MAN und Scania zur Kooperation. "Die kurzfristig vorhandenen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Bereich Entwicklung und bei Komponenten werden wir Stück für Stück realisieren", so der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn.
16:05 Uhr: US-Verkäufe bestehender Häuser ziehen anDie saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser hat sich im März verbessert. Demnach stieg die Zahl gegenüber dem Vormonat um 6,8 Prozent auf 5,35 Millionen, während Volkswirte einen Wert von 5,29 Millionen erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von 5,01 Millionen ermittelt worden.



