21.06.2013 15:40

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GRIECHISCHES DRAMA

Griechische Linke verabschiedet sich aus Regierung



Griechische Linke verabschiedet sich aus Regierung
Die griechische Regierung verliert einen Bündnispartner und damit deutlich an politischem Gewicht.

Die linke Dimar-Partei wird ihre vier Minister aus dem Kabinett zurückziehen. Das erklärte der Abgeordnete der Partei, Dimitris Chatzisokratis. Dimar werde die bisherigen Koalitionspartner - die konservative Nea Dimokratia und die sozialdemokratische Pasok - bei einzelnen Gesetzen aber weiter unterstützen. Der Rückzug wurde danach auch per Mitteilung aus der Parteizentrale bestätigt. Damit verfügen die beiden großen alten Parteien Griechenlands zusammen nur noch über eine schmale Mehrheit im Abgeordnetenhaus.

   Hintergrund der Spaltung ist der Streit um die Schließung des Staatsfernsehens, die auch international für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Der kleine Koalitionspartner hatte sich gegen die harte Haltung von Ministerpräsident Antonis Samaras ausgesprochen. Bereits am Donnerstagabend hatte sich der Bruch angekündigt, weil auch die dritte Gesprächsrunde zum Rundfunk gescheitert war.

   Die bedrängte Regierung kämpft gleichzeitig mit möglichen neuen Finanzlücken. Mehrere Zentralbanken der Eurozone wollen die griechischen Staatsanleihen in ihren Portfolios offenbar nicht erneuern. Wie eine gut informierte Person am Donnerstag erklärte, wolle die "Mehrheit" nationaler Zentralbanken in der Eurozone keine neuen Griechenland-Anleihen kaufen, wenn ältere Schuldenpapiere auslaufen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/DJN/chg/raz

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   June 21, 2013 09:00 ET (13:00 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 00 AM EDT 06-21-13

Von Stelios Bouras

Bildquellen: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

hotWolf schrieb:
22.06.2013 10:16:05

Die Griechen den Euro verlassen? Ja warum auch? Stellt er doch einen fortwährenden, ergaunerten Wohlstandsstrom dar.

Hamtaro schrieb:
21.06.2013 15:43:26

Und Tschüss! Schade, dachte erst gelesen zu haben das Griechenland den Euro verlässt. Mist wieder nichts.

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