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01.02.2013 17:11

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Größte US-Ölkonzerne verdienen fast 80 Milliarden Dollar

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    IRVING/SAN RAMON (dpa-AFX) - Die drei größten US-Ölkonzerne haben im vergangenen Jahr annähernd 80 Milliarden US-Dollar verdient. Damit lag der Gesamtgewinn von ExxonMobil (Exxon Mobil) , Chevron und ConocoPhillips nur marginal unter dem des sehr guten Vorjahres. Umgerechnet verdienten die Multis zusammen 59 Milliarden Euro - ein Betrag, der ausreichen würde, um deutsche Spitzenkonzerne wie die Allianz, BMW oder Daimler auf einen Schlag zu kaufen.

 

    Topverdiener war einmal mehr ExxonMobil. Der Konzern betreibt in Deutschland die Esso-Tankstellen und gehört damit zu den größten amerikanischen Konzernen im Land. ExxonMobil konnte seinen Jahresgewinn um 9 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar hochschrauben, wie das Unternehmen am Freitag am Sitz im texanischen Irving mitteilte.

 

    Exxon liefert sich mit Apple derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens. Zuletzt lag Apple wieder leicht vorne.

 

    Vor allem die Weiterverarbeitung des Rohöls in den Raffinerien und der Verkauf an den Tankstellen warfen im vergangenen Jahr mehr Geld ab. Dagegen fiel die Fördermenge bei Öl und Gas und ExxonMobil musste mehr Geld in die Erschließung neuer Vorkommen stecken. Das Unternehmen habe Rekordausgaben gehabt, erklärte Konzernchef Rex Tillerson.

 

    Ein ähnliches Bild bot sich bei der Nummer zwei unter den US-Ölkonzernen: Chevron. Weil der Multi neue Vorkommen in Nigeria, den USA und Thailand anzapfte, stieg die Förderung im Schlussquartal allerdings wieder leicht an. Es reichte indes nicht ganz aus, um einen Durchhänger im Sommer auszugleichen, als Hurrican "Isaac" die Produktion durcheinander brachte und Reparaturen notwendig wurden. Der Jahresgewinn fiel um 3 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar, wie der Konzern ebenfalls am Freitag mitteilte.

 

    Bereits am Mittwoch hatte ConocoPhillips seine Geschäftszahlen veröffentlicht - und musste einen Gewinneinbruch um ein Drittel auf 8,4 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Konzern hatte zur Jahresmitte sein Raffinerie- und Tankstellen-Geschäft abgespalten und unter dem Namen Phillips 66 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. Dazu gehören in Deutschland auch die Jet-Tankstellen. Die Gewinne der ehemaligen Sparten fehlten nun.

 

    Auch der britische Ölmulti Shell (Royal Dutch Shell Grou a) hat im Gesamtjahr einen Gewinnrückgang um 14 Prozent auf 26,6 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Grund waren hier vor allem niedrigere Öl- und Gaspreise im ersten Halbjahr. Im zweiten Halbjahr entspannte sich die Lage und im Schlussquartal verdiente Shell wieder mehr als im Vorjahreszeitraum./das/DP/jha

 

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