13.02.2013 17:00
Bewerten
(1)

Metro: Schmerz, lass nach!

Großaktionär hat verkauft: Metro: Schmerz, lass nach! | Nachricht | finanzen.net
Metro: Schmerz, lass nach!
Großaktionär hat verkauft
Der größte deutsche Einzelhändler Metro hat jede Menge Baustellen. Nach dem Anteilsverkauf durch Haniel sollte der Tiefpunkt durchschritten sein.
€uro am Sonntag
von Stephan Bauer, Euro am Sonntag

Wenn der Schmerz nachlässt, empfinden Patienten gelegentlich so was wie ein Glücksgefühl. Dass an sich schlechte Nachrichten auch bei Börsianern für Freude sorgen können, erfuhren jüngst Aktionäre der Metro. Der klamme Duisburger Großaktionär Haniel stieß Papiere im Wert von 300 Millionen Euro ab und reduzierte den Anteil am größten deutschen Händler von 34 auf rund 30 Prozent. Ganz im Gegensatz zur klassischen Lehre — höheres Angebot drückt den Preis — schnellte der Kurs deutlich nach oben. Der Grund: Die Maßnahme war schon länger angekündigt. Die Unsicherheit, wann genau verkauft werden würde — Haniel hatte im November von einem Zeitraum innerhalb der nächsten 18 Monate gesprochen  —, hatte den Kurs zuvor belastet.

Die verbliebenen 30 Prozent sind ein „Ankerinvestment“ für den Mischkonzern. Die Zeiten, in denen eine Verkaufswelle wie eine dunkle Drohung über der Aktie schwebte, sind damit vorbei. Wer jetzt darauf hofft, dass der Düsseldorfer Händler aufgrund des gestiegenen Freefloats auch seinen Abstieg aus dem DAX im vergangenen September wieder rückgängig machen kann, tut dies indes vergebens. Die größere Liquidität sorgt nach Berechnungen der Commerzbank lediglich für eine marginale Verbesserung der Position im Freefloat-Ranking der Deutschen Börse. Eine Rückkehr in den deutschen Leitindex ist also erst mal nicht in Sicht.

Von der größten Baustelle, Media-­Saturn, gibt es unterdessen gute Nachrichten. Der Elektronikhändler, der mit rund 20 Milliarden Euro Umsatz fast ein Drittel des Konzerngeschäfts trägt und jahrelang zweistellige Gewinnzuwächse lieferte, bekommt jetzt zumindest eine schlagkräftige Führung.

Vorstandschef Olaf Koch beruft den bisherigen Geschäftsführer von Media-Saturn, Pieter Haas, als Vorstand nach Düsseldorf. Koch will so bei den Ingolstädtern künftig direkter durchgreifen.

Den Anteil am Elektronikhändler hat die Metro jüngst durch den Kauf der knapp drei Prozent von Gründer Leopold Stiefel ausgebaut. Die Metro hält jetzt 78 Prozent. Zum Leidwesen Kochs besitzt ein anderer Mitgründer, Erich Kellerhals, 21,6 Prozent an Media-Saturn. Das Paket verschafft Kellerhals bisher ein Vetorecht, gegen das Koch gerichtlich vorgeht.

Die Baustelle bleibt, Kellerhals kann wichtige Beschlüsse einstweilen weiter blockieren. Gleichwohl gelang es Koch im Weihnachtsquartal, den anhaltenden Umsatzschwund in den bestehenden Elektronikfilialen durch aggressivere Preise zu stoppen. Im Verbund mit den anlaufenden Onlineaktivitäten von Media Markt und Saturn hat das Unternehmen wegen seiner starken Marken durchaus die Chance, Onlineriesen wie Amazon mittelfristig die Stirn zu bieten.

Der härteste Job im MDAX
Der Job des einstmals jüngsten DAX-Vorstands hat sich damit allerdings nicht erledigt. Die Großhandelssparte Cash & Carry kämpft auf vergleichbarer Basis, also ohne Einbezug von Neueröffnungen, weiter mit schrumpfenden ­Umsätzen. Das ist nicht verwunderlich, schließlich stehen viele der C & C-Märkte im krisengeplagten europäischen Ausland. Bei der Supermarktkette Real, die außer in Deutschland vornehmlich in Osteuropa vertreten ist, hält sich das Desaster in erträglichen Grenzen. Sprich: Die Profitabilität ist zwar noch nicht da, wo sie hinsoll, Geld wird aber nicht mehr verbrannt.

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof (Deutschland, außerdem eine Handvoll Filialen in Belgien) bindet zwar zum Leidwesen des Managements viel Kapital und kann nicht verkauft werden, erwirtschaftet aber nach Jahren der Restrukturierung wieder Gewinne.

Die Konjunkturkrise in Europa dürfte 2013 anhalten, die Aussichten im operativen Geschäft bleiben daher bescheiden. Doch der 42-jährige Koch erweist sich als zäh und konsequent — wie etwa beim Beschluss, sich mit Media Markt aus China zurückzuziehen. Anleger müssen aber wohl noch etwas warten, bis der Schmerz wirklich nachlässt.

Anzeige

Aktuelle Zertifikate von

NameTypWKNHebel
Mini Future auf Metro AGNG16XT

Nachrichten zu METRO AG St.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu METRO AG St.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
31.03.2017METRO buyequinet AG
13.03.2017METRO buyCommerzbank AG
08.03.2017METRO buyCommerzbank AG
28.02.2017METRO UnderweightMorgan Stanley
27.02.2017METRO buyCommerzbank AG
31.03.2017METRO buyequinet AG
13.03.2017METRO buyCommerzbank AG
08.03.2017METRO buyCommerzbank AG
27.02.2017METRO buyCommerzbank AG
24.02.2017METRO buyCommerzbank AG
17.02.2017METRO HoldDeutsche Bank AG
15.02.2017METRO NeutralJP Morgan Chase & Co.
13.02.2017METRO market-performBernstein Research
07.02.2017METRO market-performBernstein Research
06.02.2017METRO NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.02.2017METRO UnderweightMorgan Stanley
02.02.2017METRO SellSociété Générale Group S.A. (SG)
31.01.2017METRO UnderweightMorgan Stanley
19.12.2016METRO SellSociété Générale Group S.A. (SG)
15.12.2016METRO UnderweightMorgan Stanley

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für METRO AG St. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Wall Street wenig bewegt -- BVB-Anschlag: Verdächtiger wettete auf Kursverlust -- Tesla ruft 53.000 Autos zurück -- Deutsche Bank zahlt weitere Millionenstrafe

US-Regierung verweigert Exxon Ausnahmeregel bei Russland-Sanktionen. Trump stellt weitere Finanzregeln auf den Prüfstand. IWF zurückhaltend bei neuen Griechenland-Zahlen. US-Richter billigt Milliarden-Vergleich zwischen VW und US-Justiz. EZB-Chef Draghi bekräftigt Forward Guidance zu Zinsen und Ankäufen. Frankreichs Unternehmen arbeiten vor der Wahl an einem Plan B. So ambitioniert sind Elon Musks Pläne für seine neue Firma Neuralink.

Top-Rankings

EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Investmentbanken mit den höchsten Einnahmen
Diese Geldhäuser wissen, wie man Geld verdient

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Tops und Flops
So entwickelten sich die Rohstoffe im 1. Quartal 2017
Tops und Flops
So performten die DAX-Unternehmen im ersten Quartal 2017
Viel Geld bei wenig Stress
Diese relaxten Berufe werden gut bezahlt
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
Das machen Ex-Spitzensportler nach ihrer Karriere
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Anleger sind besorgt um Wahlausgang in Frankreich. Erwarten Sie einen Sieg der Euro-Kritiker?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Allianz840400
BMW AG519000
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610
BayerBAY001