Die schweizerische Großbank
UBS AG muss sich einem Medienbericht zufolge möglicherweise bald wegen des Händlerskandals bei dem Kreditinstitut im September vergangenen Jahres vor britischen und schweizerischen Regulierungsbehörden verantworten. Nach Informationen des "Wall Street Journal" (Montag), dass sich bei seinem Bericht auf mit der Situation vertraute Quellen beruft, werden die zuständigen Behörden in Großbritannien und der Schweiz möglicherweise eine Bestrafung der UBS fordern. Im September 2011 hatte das schweizerische Kreditinstitut erklärt, dass der UBS-Händler Kweku Adoboli durch nicht autorisierte Geschäfte einen Verlust von rund 2,3 Mrd. US-Dollar eingefahren hatte. Adoboli wurde in diesem Zusammenhang daraufhin von der Polizei verhaftet. Kurz nach dem Skandal trat der UBS-Chef Oswald Grübel zurück. Nach Informationen des "WSJ" dauern die Untersuchungen der britischen Finanzaufsichtsbehörde FSA und der schweizerischen Finma in dem Milliarden-Skandal derzeit noch an und sollen Mitte Februar abgeschlossen sein. Nach Einschätzung der Aufsichtsbehörden seien die illegalen Handelsgeschäfte von Adoboli erst durch Lücken im Überwachungssystem der UBS erst ermöglicht worden. Dies werde voraussichtlich eine Strafzahlung nach sich ziehen, hieß es.
Zürich (aktiencheck.de AG)