07.11.2012 16:44
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Hohe Dividenden einsammeln!

Grüner Fisher-Kolumne: Hohe Dividenden einsammeln! | Nachricht | finanzen.net
Grüner Fisher-Kolumne
Thomas Grüner
Dividendenrenditen auf Rekordniveau
Die Welt steht auf dem Kopf. Die Angst vor Schwankungen an den Finanzmärkten lässt die Anleger weltweit - garantierte (!) - reale Kaufkraftverluste akzeptieren. Renditen – selbst vor Steuern und Gebühren - unterhalb der Inflationsrate werden in Kauf genommen.

Die primäre Anforderung, die vornehmlich defensiv orientierte Investoren an ihr Portfolio stellen, ist die Generierung laufender Erträge. „Fixed Income“ als oberste Prämisse – eine Vorgabe, die der Anleihemarkt aufgrund historisch niedriger Zinsen derzeit nicht mehr erfüllen kann. Auch Festgelder bewegen sich nahe einer Nullverzinsung. Kann man seine Angst überwinden, dann fällt der Blick daher unweigerlich auf den Aktienmarkt: Die Dividendenzahlungen der DAX-Konzerne im Jahr 2012 liegen deutlich über 3 %. Wesentlich höher als das durchschnittliche Niveau der Anleiherenditen des jeweiligen Unternehmens. Allein schon unter diesem Gesichtspunkt sind Aktien auch für Sparer äußerst attraktiv! Ein vorübergehendes Phänomen oder ein nachhaltiger Trend?

Nachhaltig positive Entwicklung

Die Bilanzen der Unternehmen - im bisherigen Verlauf des Jahres 2012 - sind im Durchschnitt hervorragend ausgefallen. Wieder einmal besser als erwartet. Aktienanleger werden belohnt: Die Dividendenausschüttungen befinden sich auf einem neuen Rekordniveau. Die fundamentalen Daten der Unternehmen sind außerordentlich gut, die Gewinne mehr als ausreichend – nur rund 30 % der Unternehmensgewinne müssen im Durchschnitt für die Ausschüttung der Dividenden verwendet werden. Der üppige Rest kann thesauriert werden und wird für die Sicherstellung des nachhaltigen Erfolgs des Unternehmens investiert: In zukunftsorientierte Forschungsprojekte und in die Entwicklung neuer Technologien, Produkte, Dienstleistungen und Innovationen. Historisch betrachtet kann bei der Entwicklung der Dividendenrenditen ein positiver Trend beobachtet werden: Die aktuellen Zahlen geben einen deutlichen Hinweis darauf, dass die positive Tendenz in Bezug auf die Dividende auch in naher Zukunft beibehalten werden kann. Die Schere zu den Anleiherenditen – bereits auf absolutem Rekordniveau - könnte sich sogar noch weiter öffnen.

Luft nach oben

Zusätzlich attraktiv: Der deutsche Aktienindex DAX notiert noch deutlich unter den Höchstständen vor der Finanzkrise – zu diesem Zeitpunkt waren sowohl Dividenden als auch Gewinne wesentlich niedriger. Das Aufwärtspotential ist noch längst nicht ausgeschöpft! Trotz des positiven Verlaufs im Jahr 2012 weisen die relativ niedrigen KGVs weiter auf eine günstige Bewertung des Aktienmarkts hin. Dieser „Nachholbedarf“ führt dazu, dass der Anleger zusätzlich zur hervorragenden Dividendenrendite von Aufwärtsbewegungen des Aktienmarktes profitieren kann – doppelte und langfristige Chancen, die man in anderen Anlageklassen momentan vergebens sucht.

Fazit

Sicherheitsorientierte Anleger werden zwangsweise in den kommenden Monaten und Jahren zu einem Prozess des Umdenkens „gezwungen“. Wer die Inflation schlagen will und laufende Erträge in vernünftiger Höhe benötigt, muss - zumindest teilweise - den Schritt in die globalen Aktienmärkte wagen. Vernünftig ist diese historisch bisher nie dagewesene Relation längst nicht mehr zu erklären. Die Angst hängt noch immer wie ein Bleiklotz an den Märkten. Selbst ein nur geringer Rückgang der weit verbreiteten Sorgen und der allgemeinen Skepsis wird spürbares Potential freisetzen.

Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen/Disclaimer unter www.gruener-fisher.de.
Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Seine oft dem allgemeinen Marktkonsens entgegen stehenden Prognosen sorgten schon mehrfach für großes Aufsehen. Weitere Informationen unter http://www.gruener-fisher.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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