10.09.2013 11:18
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Apple zeigt vermutlich neue iPhone-Generation

Günstigeres Modell
Apple stellt am Dienstag vermutlich seine neue iPhone-Generation vor. Apple steht vor der Herausforderung, dem Absatzboom von preiswerteren Android-Smartphones entgegenzutreten.
Das Unternehmen hüllt sich vor der Präsentation im kalifornischen Hauptquartier um 19.00 Uhr MESZ wie immer in Schweigen. Experten gehen jedoch davon aus, dass der Nachfolger des iPhone 5 ein verbessertes Innenleben mit schnelleren Chips hat. Erstmals dürfte Apple parallel zu seinem Flaggschiff auch eine neue günstigere Version des Smartphones auf den Markt bringen. Sie soll in bunten Kunststoff-Gehäusen stecken, während das Top-Modell in Aluminium gehüllt ist.

    Apple steht vor der Herausforderung, dem Absatzboom von preiswerteren Android-Smartphones entgegenzutreten. Analysten rechnen mit einem Preis zwischen 400 und 500 Dollar, während das aktuelle Top-Modell derzeit in den USA ab 649 Dollar kostet. Damit wäre Apple zwar nach wie vor weit von den günstigsten Smartphone-Anbietern auf dem Markt entfernt, die Differenz könnte jedoch Mobilfunk-Konzernen mehr Spielraum bei subventionierten Geräten geben.

Die Geschichte des iPhone-Herstellers

April 1976: Tüfteleien in der Garage

Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gründen das Unternehmen in Palo Alto im Bundesstaat Kalifornien. Entwickelt und getüftelt wird hauptsächlich in der Garage von Steve Jobs' Eltern.

1977: Börsengang und erste Erfolge

Apple wird eine Aktiengesellschaft. Steve Jobs und Steve Wozniak lösen ihre Partnerschaft mit Ron Wayne auf. Wayne verkauft seinen Zehn-Prozent-Anteil am Unternehmen für 800 Dollar.
Im gleichen Jahr wird der Apple II vorgestellt – der Rechner für 1.298 US-Dollar wird der erste kommerzielle Erfolg von Apple.

1983: Von LISA zu Macintosh

Apple bringt LISA auf den Markt, den ersten Personal Computer, der über eine Maus und ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche verfügte. Das Modell verkauft sich aufgrund des hohen Preises jedoch schlecht. Erst der günstigere Macintosh, der ein Jahr später erscheint und auf das gleiche Bedienkonzept setzt, wird ein Verkaufsschlager.

1985 -1996: Abgang und Comeback von Steve Jobs

Nach internen Querelen verlässt Steve Jobs 1985 Apple Computer und ruft mit NeXT Computer Inc. ein neues Unternehmen ins Leben. Ohne Steve Jobs scheint der Macintosh-Hersteller jedoch nichts mehr zustande zu bringen. 1996 übernimmt Apple nach diversen internen Problemen und Misserfolgen Jobs neues Unternehmen NeXT für 400 Millionen US-Dollar. Jobs wird offizieller Berater des Unternehmens und gibt die Losung aus: "Zurück zum Kerngeschäft!"

1997: Partnerschaft mit Microsoft

Apple Computer und Microsoft vereinbaren eine Kooperation. Laut der Vereinbarung werden Produkte gegenseitig lizensiert, Microsoft kündigt eine Office-Version für den Mac an, Apple Computer verwendet den Internet Explorer 4.0 als Standard-Browser im Macintosh-Betriebssystem. Zeitgleich investiert Microsoft 150 Millionen US-Dollar in Apple Computers und erwirbt damit stimmrechtslose Aktien.

2001: Verkaufsschlager iPod

Steve Jobs übernimmt wieder offiziell den Führungsposten bei Apple und das Unternehmen stößt kurz darauf mit dem iPod in den Bereich der Unterhaltungselektronik vor. Der mobile Musikplayer wird aus dem Stand ein großer Erfolg. Zeitgleich wird iTunes veröffentlicht – ein funktionales Musikprogramm, das zunächst als Verwaltungsschnittstelle für den iPod gedacht ist, später aber immer größere Dimensionen annimmt und schließlich Grundlage des Apple Store wird.

2007: Die Produktrevolution auf dem Smartphone-Markt

Mit der Vorstellung des iPhone gelingt dem Konzern mit dem Apfel der große Coup: Es ist nicht das erste Smartphone auf dem Markt, dennoch revolutioniert die anwenderfreundliche Technik und die innovative Bedienfunktion den Markt von Grund auf. Drei Jahre später folgt mit dem iPad Apples erster Tablet-Computer, der nach dem gleichen Bedienkonzept funktioniert.

2011: Krankheit und Tod von Steve Jobs

Steve Jobs gibt zunächst nur das Tagesgeschäft aus gesundheitlichen Gründen ab, zieht sich im Lauf des Jahres dann aber doch ganz aus der Konzernspitze zurück. Tim Cook wird sein Nachfolger und neuer erster Mann bei Apple. Am 5. Oktober 2011 stirbt Steve Jobs an den Folgen einer Krebserkrankung.

Seit 2011: Faceliftings aber keine wirklichen Neuheiten

In den vergangenen Jahren hat Apple zahlreiche Produktupdates veröffentlicht. Das iPad erhielt in der vierten Generation eine HD-Frontkamera, das iPhone 5 ein größeres Display und beide unterstützen nun den Mobilfunkstandard LTE. Auf wirklich neue Entwicklungen und Geräte mussten Fans bislang aber vergeblich warten.

    In den vergangenen Wochen tauchten im Internet viele Fotos von Plastik-Gehäusen für ein neues iPhone in verschiedenen Farben auf sowie auch Abbildungen angeblicher zusammengebauter Geräte. Eine spannende Frage bleibt, mit welchen Funktionen Apple das neue Spitzenmodell von der günstigeren Version abgrenzt.

    Als neues Flaggschiff erwarten Apple-Beobachter ein iPhone 5S, das dem aktuellen iPhone 5 äußerlich ähnlich sieht. Allerdings hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es mit einem Fingerabdruck-Scanner zum Identifizieren des Besitzers ausgerüstet werden könnte.

    Bisher stellte Apple einmal pro Jahr ein neues iPhone vor, das stets unter den teuersten auf dem Markt war. Zugleich wurden frühere Versionen günstiger angeboten, wie zum Beispiel derzeit die Modelle iPhone 4 und 4S. Mit dieser Vorgehensweise legte Apple das Fundament für seine Milliarden-Gewinne.

    Analysten rechnen damit, dass eine aktuelle günstigere iPhone-Alternative die Renditen schmälern könnte - es ist nicht auszuschließen, dass einige Käufer sich gegen das teure Modell entscheiden. Zugleich nehmen die Apple-Beobachter aber an, dass schon zuletzt viele Kunden zu den älteren Modellen griffen. Der Konzern selbst nennt dazu keine Zahlen. Und das Plastik-Modell könnte für Apple den Markt erweitern. So glaubt Morgan-Stanley-Analystin Katy Huberty, dass ein iPhone 5C Apple auf den ersten Platz im wichtigen Riesen-Markt China katapultieren könnte.

    Zusammen mit den neuen iPhones veröffentlicht Apple auch das Betriebssystem iOS 7, das so viele Veränderungen bringt wie keine Version seit sechs Jahren. Unter anderem wurde die Optik komplett überholt, das Nachahmen echter Strukturen wie Holz, Papier, Leder oder Leinen gehört der Vergangenheit an. Außerdem könnte Apple möglicherweise eine neue Software für seine Settop-Box Apple TV vorstellen.

Diese Produktneuheiten hat Apple angeblich in Vorbereitung

iTV

Auch einen eigenen Fernseher plant der iPhone-Hersteller bereits seit längerer Zeit. So hatte bereits Steve Jobs in seiner Biographie bestätigt, dass es ein entsprechendes Projekt gibt. Beim Apple-Zulieferer Foxconn werden angeblich bereits die ersten Prototypen hergestellt. Angeblich soll das Gerät keine herkömmliche Fernbedienung haben, sondern über einen Ring, den man am Finger trägt, steuerbar sein.

iPad in Notebookgröße

Neben dem iPhone soll auch das iPad soll in einer größeren Version erscheinen. Hier soll angeblich ein Modell mit einer Displaydiagonalen von 12,9 Zoll (knapp 32,8 cm) in Entwicklung sein. Die Displays der bisherigen iPads waren maximal 9,7 Zoll groß. Mit dem größeren iPad würde Apple seine Position gebenüber Microsoft und Samsung stärken, die entsprechende Geräte bereits im Angebot haben, und außerdem eine Alternative zum klassischen Notebook bieten.

iGlass

Apple-Chef Tim Cook gibt sich zwar skeptisch gegenüber der Datenbrille von Google und glaubt nicht an deren Erfolg, selbst hat Apple aber auch bereits 2006 das Patent für eine Datenbrille angemeldet. Anders als Googles Glasses sollte Apples iGlass zwei Bildschirme besitzen, womit auch dreidimensionale Darstellungen möglich gewesen wären. Dieses Projekt scheint aktuell aber auf Eis gelegt worden zu sein.

iPlay

Die Ankündigung von Apples Spielekonsole iPlay stellte sich zwar als Aprilscherz heraus, dennoch reißen die Spekulationen nicht vollständig ab, dass Apple auch in den Konsolenmarkt einsteigen könnte – und das, obwohl Microsoft und Sony bereits jetzt vor der mobilen Spiele-Konkurrenz auf dem Smartphone zittern.

Apple TV

2014 will Apple angeblich eine neue Version der TV-Settopbox Apple TV vorstellen. Diese soll dann erstmals einen Zugang zu Bezahlprogrammen enthalten. Erhältlich sein wird das Gerät jedoch voraussichtlich nicht vor Weihnachten 2014. Grund dafür sind laufende Verhandlungen mit Kabelgesellschaften, von denen die Bezahlinhalte stammen sollen.

    Auch wenn der große Rivale Samsung (Samsung Electronics GDRS) auf der IFA in Berlin mit seiner Smartwatch Galaxy Gear vorpreschte, rechnen Beobachter jetzt noch nicht mit einer Apple-Antwort - auch wenn der Konzern schon lange an einer iWatch arbeiten soll. Zudem gibt es widersprüchliche Berichte, ob jetzt schon die für Herbst erwarteten neuen iPad-Tablets vorgestellt werden, oder ob es dafür eine gesonderte Veranstaltung geben wird.

    Zugleich ist aber auch möglich, dass Tim Cook nach den ganzen Internet-Fotos aus der Produktionskette doch noch eine Neuheit direkt vom Reißbrett aus dem Hut zaubert. Im Juni präsentierte Apple so den neuen Computer Mac Pro, der erst im Herbst in die Läden kommen wird. CUPERTINO/BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: gagliardifoto / Shutterstock.com
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