28.09.2012 12:59
Bewerten
 (0)

Lufthansa-Chef: Zusätzliches Sparen notwendig

Gürtel enger schnallen
Lufthansa-Chef Christoph Franz will in seinem Unternehmen noch schärfer sparen als bislang angekündigt.
Die Fortschritte des Programms "Score" würden in diesem Jahr nicht wie gewünscht "ergebnisverbessernd sichtbar", erklärte der Vorstandsvorsitzende in einem am Freitag erschienenen Interview mit der Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat". Er machte dafür "Gegenwind" verantwortlich, etwa durch hohe Treibstoffpreise, die ungünstige Konjunkturentwicklung, die Eurokrise aber auch hohe Gebühren und Materialkosten. "Deshalb müssen wir uns zusätzlich anstrengen."

   Dabei würden in diesem Jahr die Ziele des Score-Programms voraussichtlich erreicht, berichtete Franz. Deutsche Lufthansa will eine jährliche Ergebnisverbesserung um 1,5 Milliarden Euro erreichen. Voll greifen sollen die Maßnahmen Ende 2014. Dem Airline-Chef zufolge sind bislang mehr als 2500 Einzelprojekte aufgelegt worden. Von der Planungs- sei man längst zur Handlungsphase übergegangen. "Die Maßnahmen beginnen zu greifen, wie etwa Nachbarschaftsverkehr, Treibstoff-Effizienz oder Flotten- und Kabinenharmonisierung." Darüber hinaus seien über das Ideen-Management noch mehr als 1.000 Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter eingegangen.

    Rund ein Drittel des gesamten Volumens soll laut früherer Verlautbarungen im Personalbereich eingespart werden. Der daraus entstandenen Unruhe in der Belegschaft will das Spitzenmanagement mit einem verstärkten Dialog begegnen, kündigte Franz an. Seine Kollegen und er werden im Oktober an vielen Standorten mit den Mitarbeitern sprechen. Bei einem Großteil der Lufthanseaten sei das Programm bereits verankert. "Die Mitarbeiter spüren, dass wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen, um unsere Führungsrolle zu behaupten", sagte Franz dem Hausblatt.

    Der Vorstandschef verteidigte auch die zur Jahreswende geplante und von der Kabinengewerkschaft Ufo scharf kritisierte Neuorganisation der Direktverkehre außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München. Die noch namenlose Gesellschaft unter dem Arbeitstitel "Direct4U" sei ein echter Meilenstein. Man werde mit einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur Marktanteile zurückgewinnen und die Verkehre künftig profitabel fliegen, kündigte Franz an. Keinem Lufthanseaten werde etwas von seinem Grundgehalt weggenommen. Ufo sieht die Tarife in der geplanten Gesellschaft unter dem Dach der Tochter Germanwings hingegen um 40 Prozent unter Lufthansa-Niveau.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Christopher Parypa / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Lufthansa AG

  • Relevant1
  • Alle2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Deutsche Lufthansa AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.11.2014Deutsche Lufthansa Equal weightBarclays Capital
14.11.2014Deutsche Lufthansa HoldDeutsche Bank AG
12.11.2014Deutsche Lufthansa HoldCommerzbank AG
10.11.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
04.11.2014Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
03.11.2014Deutsche Lufthansa buyCitigroup Corp.
31.10.2014Deutsche Lufthansa kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
31.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
30.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
22.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
24.11.2014Deutsche Lufthansa Equal weightBarclays Capital
14.11.2014Deutsche Lufthansa HoldDeutsche Bank AG
12.11.2014Deutsche Lufthansa HoldCommerzbank AG
04.11.2014Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
31.10.2014Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
10.11.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
31.10.2014Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
27.10.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
09.09.2014Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
08.08.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt fester -- Zalando springen dank Gewinnhoffnungen über Ausgabepreis -- HP mit weniger Umsatz und Gewinn -- Apple auf Rekordwert -- Twitter im Fokus

USA "besorgt" über mögliche Aufspaltungspläne in der EU gegen Google. Deutsche Bank: Wachstum und Euroschwäche treiben DAX 2015 zu neuen Rekorden. Danone erwägt wohl Verkauf des milliardenschweren Yakult-Anteils. Gesellschafterwechsel bei Burger-King-Franchisenehmer.

Themen in diesem Artikel

20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?